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		<description><![CDATA[food for friends]]></description>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte Juni]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_6f49m2uu"><div><b>Vorspeisen</b></div><div>Ananasreis mit Meeresfrüchten</div><div>Sate mit Erdnuss-sauce</div><div>Spargelsalätchen</div><div>Summerwind</div><b><div><b><br></b></div></b><b>Hauptspeisen:</b><div><span class="fs19">Bahia - Sommersalat</span></div><div><span class="fs19">Burrata-Fave-Peperonispaghetti</span><br></div><div>Frühlingserwachen</div><div>Hähnchen-Massala mit Vermicelli (Qabali Seviyan)</div><div>Rindstagliata mit Oliven, Tomaten und Zucchini</div><div>Swim!</div><div>Tagliata und co</div><div><br></div><div><b>Desserts</b></div><div>Rosenmakrönchen</div><div>Susanns Beerenkuchen</div><div><br></div><div><b>Beilagen und Basics</b></div><div>Tomatensauce</div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 01 Jul 2018 08:43:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Tee thé tea oder back again]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_5zfa3c79"><div>  </div><div><b class="fs14">TEE &nbsp;&nbsp;THÉ &nbsp;&nbsp;TEA oder Back again</b></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><i class="fs14">&nbsp;„Möchtest du gleich ein Abenteuer erleben oder lieber erst einen Tee trinken?“ fragte Peter. „Zuerst den Tee!“ sagte Wendy schnell. (Peter Pan, J.M. Barrie)</i></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Koffer packen bitte und fasten your seat belts, wir verreisen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Auf unserer letzten Frankreich Reise hatten wir die Tees von Damman wieder entdeckt und beschlossen, diese unseren Gästen zu kredenzen. Adrian erzählte mir anfangs Winter, welche Teesorten er für unsere Sonntagsküche-Gäste ausgewählt hatte. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Ich war schon immer eine grosse Teeliebhaberin und das Sortiment in meiner kleinen Küche &nbsp;entsprechend vielfältig. Schon als junges Ding brachte ich von meinen Englandreisen die unterschiedlichsten Sorten mit nach Hause. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Damals entdeckte ich ganz frisch den Earl Grey Tee. Ich erinnere mich an Glastonbury in Somerset und den Hightea. Es war Spätsommer und ein schroffer Wind fegte übers Land, riss die grauen Wolkenfelder auf und liess die Sonne in milchigem Gelb auf die Strassen fallen. Im Teahouse knisterte ein echtes (sic!) Feuer im Kamin, das Teekännchen und Tassen aus altem geblümtem Porzellan. Die ältlichen Damen, die ihn servierten, im selben Blumenmuster. Die Bergamotte verströmte ihren Duft weit in den Raum, die Scones dampften heiss, während die Clotted Cream darauf verschmolz und der Wind an den Fensterscheiben brach. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Jahre später war ich in einem viktorianischen Manor (Herrschaftshaus) in Edinburgh untergebracht. Der bislang feudalsten B&amp;B Unterkunft meiner Reisen. Dort kredenzte die Landlady russischen Rauchtee aus einem silbernen Samowar in hauchdünnen Tässchen aus Chinabone (Porzellan). Ich war so begeistert, dass ich gleich mehrere Tassen trank. Die Wirkung des Tees liess mich die Zeit vergessen und ich wanderte 150 Jahre zurück. Das Manor war plötzlich von einem uralten und leicht verwilderten Garten umgeben, die Sonne blinzelte über eine kalte düstere Stadt, die Edinburgh halt nun mal ist. Doch weit hinten am Horizont glänzt der Firth of Forth und spiegelt zartes Hellblau an den Himmel. Damen in langen Biedermeierkleidern und Herren in Anzügen und hohen Zylindern gehen auf ihrem Sonntagsspaziergang zum Edinburgh Castle. Kinder rennen hinter ihren Holzreifen her, während die kleinen Hunde um die Wette kläffen. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Geprägt hat mich auch die Liebe meines Vaters zum Pfefferminztee. Er war von Beruf Gärtner und sein kleiner Gemüse- und Kräutergarten hinter dem Haus war begrünt mit Borretsch, Dill, Bohnenkraut, Basilikum, Thymian, Oregano und Mayoran sowie &nbsp;verschiedenen Pfefferminzsorten, die mich heute noch faszinieren. Orangenminze, Nana, englische, glattblättrige, Spearmint und Zitronenminze. Ich staune nach mehr als 40 Jahren immer noch, woher er damals all die Sorten aufgetrieben hatte. Wenn der Sommer heiss auf die Erde brannte, gab es daheim oft einen heissaufgebrühten Pfefferminztee, den ich heute mit Marrakesch in Verbindung bringe, obwohl meine Eltern nie dort waren. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Als Adrian und ich letzten Frühling nach Marrakesch reisten, tranken wir bei den „Preisverhandlungen“ der Babouches und auch in der Tuareg-Apotheke den stark gesüssten, dampfenden Pfefferminztee, der mich ein wenig zurück zu den Erinnerungen an meinen Vater brachte. Bei den genüsslichen Schlucken schien mir, dass er von oben herab lächelte. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Allerdings lernten Adrian und ich beim Tuareg noch einen weiteren grossartigen Tee kennen. Den Berbertee. Er besteht aus 35 Sorten Kräutern, Hölzern und Gewürzen. Die Hauptnote bilden Rose, Sandelholz und Macisblüte. Ich gehe sehr sorgfältig mit diesem Tee um, denn ich weiss nicht, wann ich wieder nach Marrakesch komme. Aber wenn ich mir eine Tasse davon aufbrühe, sitze ich mit Adrian im Souk und wir hören dem „blauen Mann“ zu, wie er seine Naturmedikamente herstellt und für welche Beschwerden, was zum Einsatz kommt. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Wir waren letztes Jahr zur Zeit des Ramadans dort und er erzählte uns, dass er noch am selben Abend zurück in den Atlas zu seiner Familie fahren will, um mit ihnen Ramadan zu feiern. Ich malte mir aus, wie die Familie nach Sonnenuntergang um einen heissen Couscous im Zelt sitzt, während draussen die Saharawinde pfeifen. Meckernde Ziegen und rauschende Palmen eingetaucht im Mondlicht. Der ferne Sandsturm von der Milchstrasse erleuchtet. Während ich mir das ausmale, ist die Tasse in meinen Händen kalt geworden. Zeit einen neuen Tee aufzubrühen. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Ich reise übers Mittelmeer und bleibe in Marseille mit einer Tasse Lavendeltee in den Händen hängen. Kräftig verströmende Lavendelwogen, die die ganze Stadt in diesen Duft eintauchen. Obwohl ich Marseille eher mit in Olivenöl angebratenem Knoblauch und Fischen in Verbindung bringe. Das Meer, welches am Fischmarkt am Vieux Port seine Schätze in Plastikbecken kiloweise anbietet. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">„Unüberriechbar“ ist die Licorne Savonnerie, die an diesem Tag ihre Seifen kocht. Es riecht nach Thymian, Rose, Sandelholz, Fleur d’Oranger und natürlich Lavendel.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Ich entdeckte ein kleines Teegeschäft, das den Tee verkauft und der mich daheim in meinen Marseiller-Sehnsuchtsmomenten trösten wird. Wenn ich alltagsmüde auf meinem Sofa sitze, schicke ich mit einer Tasse Fleur d’Oranger-Thymiantee meinen Geist nach Marseille. Lasse mich an einem meiner liebsten Plätze beim Mucem nieder und sehe den riesigen Fähren zu, die auf dem Weg nach Tanger oder Casablanca ihren Weg durchs Meer pflügen, während das Möwengeschrei über meinem Kopf losbricht, weil diese in der Ferne einen vollen Fischkutter mit Kurs auf den Vieux Port entdecken. Die warme Abendsonne wirft ihre Strahlen an die Hausfassaden im Panier, dem ältesten Viertel Marseilles, und lassen dieses golden scheinen. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Adrians neuester Teefund, den Thé du Berger erinnert mich an unsere Fahrten durch die Provence letztes Jahr. An den Mistral auf Les Beaux-de-Provence, der uns beinah die Felswände hinabgefegt hätte. An die Olivenmühle im Château Estoublon, in welcher wir aus ca. 10 verschiedenen Sorten Olivenöl eines auswählten und mit nach Hause brachten. An die Waldbrandwarnung am Luberon und wir deshalb einen andern Weg nach Avignon einschlagen mussten. An die weltberühmte Pont d’Avignon, von der nur ein knappes Drittel Brücke über der Rhone steht. Die breite silbern-glitzernde Rhone, die uns seit Lyon in den Süden begleitete, dieser wunderschöne Fluss. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Der Carcadet Provence in saftigem Rot; Hibiskusblüten, Hagebutten und rote Früchte sein Aroma. Dieser Tee ist für mich noch ein wenig unklar; ich verbinde ihn noch nicht mit einem Ort. Am ehesten erinnert er mich an meine Mutter, die den Hagebuttentee am liebsten trank. Dass man Hibiskus­blüten trinken kann, dachte sie sich sicherlich auch nie. Ich kenne diesen herbsüssen Geschmack nämlich auch noch nicht sehr lange. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Adrian und ich waren mal im Elsass an einer Delikatessenmesse und reisten dort kulinarisch quer durchs Land. Probierten dort zum ersten Mal Hibiskusblütensaft und kauften gleich ein. Salami und Ziegenkäse aus Sardinien, Oliven aus der Provence, Kastanienmus aus der Auvergne, , Pinot Gris aus dem Elsass, Poulets aus der Bresse, Käse quer durchs ganze Land. Alles Reisen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Neulich an einer Sonntagsküche erzählte ich einem Gast, der zum ersten Mal bei uns war, dass ich es liebe unsere Gäste auf kulinarische Reisen mitzunehmen. Mit Kräutern, Gewürzen und Aromen spiele. Und ganz am Schluss des Essens machen wir die Gäste auf die schönen Tees aufmerksam, die sie vielleicht &nbsp;auf weitere Reisen mitnehmen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Nun ists Zeit für mich einen Fleur d’Oranger-Thymian Tee aufzubrühen, um die wenigen Tage bis Marseille zu überbrücken. Denn dahin reisen wir schon bald und bringen im Gepäck wieder viele Inspirationen und Freuden mit.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">À bienôt, Susann </span></div><div>  </div><div><i class="fs14"><br></i></div><div><i class="fs14">„Tee ist Ruhe und nicht Eile“ (tibetanisches Sprichwort)</i></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 25 Apr 2018 07:34:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte April]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_p98apq4s"><div><b>Vorspeisen</b></div><div>Morchel-Spargel Sandwich</div><div>Zwetschgen Rohschinken Bonbons</div><b><div><b><br></b></div></b><b>Hauptspeisen:</b><div><br></div><div>Kalbsfilets au citron</div><div>Rombo al forno (Steinbutt aus dem Ofen)</div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 02 Apr 2018 14:12:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte März]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_d80n3d6m"><b>Hauptspeisen</b><div>Deuxième vague, Veggie</div><div>Susanns Auerochsen-Roulade, hommage à Adrian</div><div><br></div><div><b>Beilagen:</b></div><div>Winterlauch</div><div><br></div><div><b>Desserts:</b></div><div>Orangensalat</div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 19 Mar 2018 18:27:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte Februar]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_2f5qwa33"><b>Vorspeisen</b><div>Mini-Flammenkuchen</div><div><br></div><div><b>Hauptspeisen:</b></div><div>Fleischlos</div><div><br></div><div><b>Desserts:</b></div><div>Englische Crème</div><div>Let England Shake</div><div><br></div><div><b>Beilagen und Basics:</b></div><div>Beurre noir</div><div>Brutzel</div><div>Dörrbohnen</div><div>Kurkumas</div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 10 Feb 2018 14:17:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte Januar]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_2vw66fdm"><div><b>Vorspeisen</b></div><div>Oliven-Sesam Grissini</div><div><span class="fs19">Olivier</span></div><div><span class="fs19">Susanns Lauchsalat</span><br></div><div><b><br></b></div><div><b>Hauptspeisen</b></div><div>Piccata milanese</div><div><b><br></b></div><div><b>Beilagen und Basics</b></div><div><span class="fs19">alla panna Sauce</span></div><div><span class="fs19">Bruschetta mit Tomaten</span><br></div><div>TV Bruschetta (anstelle von Chips)</div><div><br></div><div><b>Desserts</b></div><div>Dattelpan</div><div>Susanns Canducci Charlotte</div><div>Torrono</div><div>Zitronen-Mailänderli</div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 21 Dec 2017 09:32:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte Dezember]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_l2w1bf57"><div><b>Vorspeisen</b></div><div>Melanzane ripiene vegetariane</div><div>Lachscaprice</div><div>Randenpannacotta</div><div><b><br></b></div><div><b>Hauptspeisen</b></div><div>Susanns Kürbisgratin</div><div><br></div><div><b>Desserts:</b></div><div>Anisbrötli</div><div>Brunsli (Susann resp. Adrian)</div><div>Cassata siciliana</div><div>Kardomoniums</div><div>Mailänderli (Susann resp. Adrian)</div><div>Pfeffersterne mit Rumpflaumen</div><div>Zimtsterne (Susann resp. Adrian)</div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 16 Dec 2017 12:08:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte November]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_5zos701k"><b>Vorspeisen</b>&nbsp;<div>Betterave 1</div><div><span class="fs19">Cabriole</span><br></div><div>Guacamole</div><div>Petersilienwurzelsuppe</div><div>Tomaten- und Olivenmuffins</div><div><br></div><div><b>Hauptspeisen</b></div><div>Bavette Chimicurri</div><div>Dahl 2</div><div>Kapernragout</div><div><br></div><div><b>Beilagen</b></div><div>Cassava</div><div>Gesalzene Kardamonbutter</div><div>Sonntagsbrot</div><div><br></div><div><b>Desserts</b></div><div>Atlas</div><div>Susanns Magenbrot No 2</div><div>Les trois mages</div><div>Zimtglacé</div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 19 Nov 2017 17:20:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte Oktober]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_m3k6yrzl"><div><b>Appetizer:</b></div><div>Grissini alla Susanna</div><div><b><br></b></div><div><b>Vorspeisen</b></div><div>Karotten-Curry Suppe</div><div><b><br></b></div><div><b>Hauptspeisen:</b></div><div>Kimono dans l'ambulance</div><b><div><b><br></b></div>Beilagen und Basics</b>:<div>Automne firsts</div><div>Mürbeteig (Adrian)</div><div><br></div><div><b>Desserts:</b></div><div>Birnen Trauben Crumble</div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 04 Oct 2017 07:45:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte September]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_p64hg139"><b>Hauptspeisen:</b><div>Hot Hot Hot</div><div>Kalbskotelett Jamaica</div><div>Susanns Sommer Tikka Massala</div><div><br></div><div><b>Beilagen:&nbsp;</b></div><div>Miam</div><div>Summerbeans 2</div><div>Susanns Bohnensalat - hommage pour Api</div><div><br></div><div><b>Desserts:</b></div><div>Doucettes (Truffes)</div><div><br></div><div><b>Drinks:</b></div><div>Kir Provence</div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 20 Sep 2017 09:32:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Tour de France]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_4trw771g"><div>  </div><div><span class="fs14">Heute Morgen traf ich zufällig eine lange nicht mehr gesehene Kollegin, die den gleichen Weg zur Arbeit fuhr wie ich. Wir sprachen ein wenig über das herrliche Sommerwetter und dann begann sie mir über ihren Familienurlaub in Südfrankreich zu erzählen. Mir lief das Wasser im Mund zusammen, wie sie mir von Käse und Oliven auf dem Markt erzählte. Von der alten Marktfrau, die sie mittler­weile 20 Jahre kennen und die sie jedes Mal ans Herz drückt, wenn sie auftauchen. Sie erzählte mir vom Jour de Mistral und dem hohen Wellengang, vom Zirpen der Grillen und Rauschen der Bäume. Ich reiste gleich mit ihr dorthin - geistig.<br></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Ich erzählte ihr ähnliches von unsern Erlebnissen und beichtete ihr, dass ich seither bereits schon drei Mal bei Leclerc war, um an der Käsetheke und im Weinregal meine Sehnsüchte nach Südfrankreich ein wenig zu stillen. Wir lachten fröhlich, denn offenbar kennt sie solche Handlungen nur zu gut. Deshalb ein grosses Glück für uns Fernwehleidenden, dass wir im Dreiland leben und per Velo innert paar wenigen Minuten am Zipfel dieses schönen Ferienlandes eintauchen können. Erinnerungen aufsteigen lassen und sich in denen verlieren. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Unsere diesjährigen Sommerferien waren eine kleine&nbsp; Tour de France. Wir begannen sie mit einem kurzen Zwischenhalt in Dijon, das zu einem späteren Zeitpunkt unbedingt näher erkundet sein will. Wir sahen sehr wenig davon; doch so viele Hochzeiten, wie an diesem Tag, sahen weder Adrian und ich je zuvor. Ein kurzer Museumsbesuch im Musée des Beaux Arts liess uns anschliessend zum Café anhalten. Überrascht stellten wir dann fest, dass im gleichen Gebäude zugleich auch die Mairie (Ratshaus) untergebracht ist und dann gabs Hochzeit am Fliessband. Während knapp zwei Stunden sahen wir sieben Hochzeitspaare; allesamt in schönster Feststaat ausstaffierte Gesellschaften. Da war alles dabei von südlichem Flair in kräftigsten Farben, hohen Absätzen und Zigarillos bis hin zu dezenten pastellfarbigen gleichgeschlechtlichen Hochzeiten. Ein Freilufttheater der feinsten Sorte. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Danach reisten wir weiter nach Beaune. Das Abendessen einmal mehr in herzlicher, warmer, beinah familiärer Atmosphäre bei Olivier und Nina Streiff. Leider vergass ich daheim das Kochbuch zum Signieren; ich bringe es halt einfach beim nächsten Mal mit. Nina flüsterte mir, dass es bald eine Fortsetzung des Kochbuchs gäbe. Ich genoss den herrlichen Abend mit Adrian bei Oliviers göttlichem Essen und Ninas herzlicher (Gast)freundschaft. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Tags darauf reisten wir nach Sully an der Loire, wo wir das das prächtige Loireschloss besichtigten und eine mittelprächtige Pizza assen. Am Folgetag gings weiter zur Kanalbrücke von Briare, auf welcher Boote ein Tal überqueren können. Ein bauliches Meisterwerk aus Stahl von Monsieur Eiffel. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Wir reisten weiter auf der Route Nationale 7 weiter in Richtung Süden, fuhren durch verschlafene Nester und Weingegenden, wie übrigens die ganze Reise lang. Im Laufe des späteren Nachmittags erreichten wir Roanne, um im Château de Mâtel für zwei Nächte zu übernachten. Verschwitzt kamen wir bei langsam sinkender Sommersonne an und lernten gleich beim Aussteigen eine Kopie von Tims Struppi nämlich Max, den Schlosshund kennen. Der Schlossherr führte uns arme Verschwitzten gleich in den Garten und setzte uns auf die Holzbank. Kehrte flugs darauf mit Wasser, Bier und Rosé zurück und liess uns erst mal ankommen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Die Blätter der alten mächtigen Bäume rauschten, am Weiher schnatterten die Gänse und Enten um die Wette, während Max die Hühner in den Stall trieb. Anschliessend fegte er zu uns und blieb dort mit gespitzten Ohren unsern Gesprächen lauschend liegen. Die Schlossherrin begrüsste uns später genauso herzlich und so sassen wir und plauderten, als ob wir uns seit Ewigkeiten kennen würden; ein Treffen mit alten Freunden. Irgendwann bezogen wir die Suite und bekamen eine Essensempfehlung in einem fröhlichen kleinen Restaurant</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Schweren Herzens packten wir zwei Tage später wieder unsere Koffer und fuhren weiter auf der N7. Doch zuvor machten wir noch kurzen Stopp in den „Halles de Roanne“, eigentlich bloss um Mineralwasser und Sandwich zu kaufen. Wenig überraschend blieben &nbsp;wir dann rund drei Stunden hängen, kauften diverse Teesorten von Dammann und tranken in der hauseigenen Rösterei köstlichen frischgerösteten Kaffee. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Dann gings weiter nach Lyon. Eine tolle Stadt durch welche gleich zwei Flüsse fliessen. Die Saône und die Rhône. Wir lebten in einer kleinen Wohnung, die in einem alten Kloster untergebracht war mitten im zweiten Bezirk und erkundeten diese riesige Stadt. Zählten in unserer Strasse an die 30 Restaurants, allesamt mit tollen Speisekarten, wenn auch deftiger Küche. Fanden kleine lustige Geschäfte, in denen wir mit Freuden ein paar Euros ausgaben. So zum Beispiel im cookme. Dort werden Salze aus der ganzen Welt verkauft. Ebenso Kräuter, Zuckermischungen und Pfeffermischungen. Ich wurde schwach und kaufte mir ein Rauchsalz vom Pazifik, ein Wikingersalz, ein rotes aus Hawaii und feinst gemahlenes Kala Namak aus dem Himalaya. Über die Vielfalt und meine Begeisterung für Salze erzähle ich euch gerne ein anderes Mal. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Wir entdeckten in der Altstadt Oliviers&amp;Co., einen Olivenöl Spezialisten, dessen Geschäfte im ganzen Land verstreut zu finden sind. Zugpferdchen ist Olivier Streiff, dessen Ketchups, Marinaden, Tapanaden und Condiments im Sortiment zu finden sind. Der Verkäufer strahlte über beide Backen als wir ihm erzählten, dass wir vor ein paar Tagen dort gegessen haben. Wir kauften im Honiggeschäft 8 Sorten unterschiedlichste Honig ein. Solche nach Bergamotte duftende, Lavendel und Zitrone, einen aus Korsika und sonstige klebrigen Köstlichkeiten. Später fanden wir einen kleinen Laden, der von oben bis unten die wunderbarsten selbstfabrizierten Konfitüren verkauft. Mein Geheimtipp: Rhabarber mit Bergamotte. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Wir waren in den Hallen von Paul Bocuse, der ja aus Lyon kommt. Mich beeindruckte die hohe Kunst der liebevoll zubereiteten Speisen und dies zu einem Preis, bei dem man hier knapp ein Schoggiweggli kaufen kann. In les Halles ass ich auch zum allerersten Mal armenisch. In einem Feinkostladen (innerhalb der Hallen) kauften wir allerlei kulinarische Souvenirs. Der Magen begann irgendwann zu knurren und wir entdeckten, dass dieses Geschäft ein kleines Restaurant führt. Dort sassen wir und teilten uns eine mit feinstem Hackfleisch gefüllte Aubergine mit Mandelreis und tranken armenischen Rosé. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Von Lyon gings nach Vonnas zu Georges Blanc. Dem Fünfsterne Kochpapst, der in diesem kleinen Ort ein Gourmetdorf erschaffen hat. Es war eine Freude dort zu sein und an seiner vornehmen Tafel bei grösstem Gewitter die Brust eines Bresse-Huhnes zu geniessen. Adrian und ich schmunzelten, denn wir beide kannten den Begriff „Presshuhn“ aus Kindertagen. Beide wurden wir von unsern Müttern nie aufgeklärt, dass das nicht „gepresst“ meint, sondern die Tiere aus der Gegend der Bresse (nördlich von Lyon) in Frankreich stammen. Zudem haben diese Hühnervögel blaue Beine und Füsse. Aber weil das unsere Mütter nicht wussten und uns das Allgemeinwissen zu Hühnern erst heute wichtig wurde, grinsten wir, als sich dieses Rätsel nun endlich löste.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Am andern Tag gings dann ENDLICH in die Provence. Wir betraten dieses an grandiosen Felsformationen üppige Land, fuhren erneut der Rhône entlang, an deren Hänge sich die Weinberge der Côtes du Rhône schmiegen. Spontan entschieden wir uns Les Baux de Provence einen Besuch abzustatten. Wir kraxelten die vielen Windungen auf das Hochplateau und versanken im Mittelalter. Das kleine Städtchen vom Mistral umtost zeigte sich uns von seiner schönsten Seite. Auch kulinarisch. Wir hatten nämlich ziemlich Hunger und bestellten uns in einem kleinen Restaurant, einen Assiette de Provence. Tapanade aus grünen und schwarzen Oliven, Zwiebelconfit, Terrine, Berge von knackigem Salat und Knoblauchbrot, Tomatenconfit, gebratener und frischer Ziegenkäse, Schinken, usw. usf. lagen auf diesem hübschen Teller. Dazu einen halben Weisswein aus der Provence und wir waren im 7. Himmel. Später standen wir dann dem Mistral vollkommen ausgesetzt auf dem höchsten Punkt von Les Baux und staunten über die Weitsicht. Im Herbst sähe man bis auf Marseille versicherte eine Panoramakarte….</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Am späten Nachmittag trafen wir dann in unserem Tagesziel Montélimar ein. Eine hübsche Kleinstadt in der grad ein grosser Markt seine letzten Stände schloss. Es roch von allen Seiten nach Lavendel, Honig und Nougat. Wir besuchten den grössten Nougathersteller und freuten uns, dass im Nougatmuseum zugleich ein Museum &nbsp;der Route N7 untergebracht ist. Wir sahen in einem Kurzfilm aus den frühen 50ern über das damalige Reiseerlebnis und fühlten unser Bild der Reise bestätigt. Wie gemütlich sich es reisen und zugleich so vieles erkunden lässt. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Von dort aus reisten wir nach Avignon weiter. Herrliche Stadt. Das erste was wir davon sahen war ein Bücherflohmarkt, wo wir gleich wieder Grosseinkauf machten. Weil wir unbedingt den Papstpalast besichtigen wollten, brachten wir schnell die Bücher zur Wohnung zurück und erfuhren von den Vermietern grad noch, dass das ganze Wochenende das Theater- und Filmfestival sei. Dies erklärte uns die langen Menschenschlangen vor den Kinos und Theatern. Nach dem stundenlangen Erkunden des mächtigen Palasts und dem Trotzen des Mistrals auf der Pont d’Avignon, die halbiert und abgebrochen mitten über der Rhône ragt, kam der Hunger zurück. Wir sassen an einer der Hauptstrassen im Fussgängerzentrum und staunten über Strassenkünstler, die die Menschenströme auf dem Weg ins Kino unterhielten. Dazu tranken wir einen Château Neuf du Pape und assen gut. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Bereits einen Tag danach reisten wir weiter nach Aix-en-Provence und machten Stopp in der Liquoristerie de Provence, einer Absinthe-Brennerei. Adrian machte Absinthe-Grosseinkauf für die Sonntagsküche. Der Monsieur war sehr darüber erfreut, so dass er mir gleich je einen Thymian-, Verveine- und Lavendel-Likör schenkte. Verdünnt mit einem spritzigen Prosecco ergibt das ein leckeres Apèrogetränk. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">In Aix&nbsp; lebten wir mitten in der Altstadt in einer kleinen Wohnung, umgeben von Restaurants und Bars, die die Auswahl schwerfallen liess. Aix ist sehr gross und bestimmt hübsch, wenn man es nicht ständig mit Marseille vergleicht, wie ich es tat. Mir fehlte jeglicher Charme der Stadt und von daher bin ich eine schlechte Repräsentatin davon. Pardon.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Der nächste Höhepunkt war eine Fahrt durchs Esterel, die uns nach 183 Kurven&nbsp; an die Riviera brachte. Im Gegensatz zur Schweiz – wo jede kleinste Erderhebung fachmännisch und für teures Geld mit Tunnels durchstossen wird – fährt man in Frankreich um die Hügel herum oder rauf und runter. Nächster &nbsp;Stop: Antibes. Auch hier lebten wir in einer hübschen, kleinen Wohnung in der Altstadt mit Blick aufs Meer. Wir assen in einem wunderbaren Restaurant Trüffelrisotto. Der ganze Teller war voll mit diesem wunderbaren Pilz. Mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen. Sangen dann später im rappelvollen Absinthemuseum dicht gedrängt mit Franzosen und dem Pianospieler bei Absinthe um die Wette. Fühlten uns in die Belle Epoque Jahre zurückversetzt und kniffen uns gegenseitig in die Arme, um sicherzugehen, dass wir nicht friedlich schlummernd mit einem lustigen Traum im Bett liegen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Auf dem Markt kaufte ich fünferlei verschiedene Tomatensorten und ein grosses Stück Parmesan, das ich dann daheim zur Milderung des ersten Sehnsuchtsmoments nach Frankreich kochte. Doch noch waren zwei Tage Ferien übrig. Die Farben des Meers und das Ambiente der französischen Riviera begeisterte uns und ganz verliebt liessen wir uns in Menton direkt am Meer in einem kleinen Restaurant nieder. Füsse im Sand vergraben, assen wir feines Charolais-Steak beziehungsweise Meeresfrüchtesalat und schlürften den letzten Rosé aus der Provence. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Schwermütig nahmen wir Abschied und kamen Stunden später in Italien an. Waren über den verblassten Glanz der Fünfsterne Albergo am Lago die Como etwas ernüchtert. Noch trister wurde es auf dem Gotthardpass, wo uns ein Schilderwald belehrte, welche Toilette man als Hotelgast, Restaurantgast oder als Tagesdurchflieger benutzen darf. Da half auch kein schauerlich singender Cowboyverschnitt nichts, der im ziemlich kühlen Wind von Landleben der Cowboys sang.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Nun sind schon wieder einige Wochen seit diesen schönen Ferien vergangen, in denen wir wunderbares Essen und Trinken genossen haben. Diverseste Landschaften erkundeten und entdeckten und spannendende, grossartige Menschen kennengelernt haben. Im Herzen schwirren viele Erinnerungen an diese reiche Zeit, die sich dann hoffentlich auch in meinen Rezepten widerspiegeln werden. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">A bientôt, Susann</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 27 Aug 2017 18:14:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte August]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_13a8o489"><div><b>Vorspeisen:</b></div><div>Blanc, Rouge, Verte</div><div>Melonengaspacho</div><div><i>Peperoni Salat No 2</i></div><div><br></div><div><b>Hauptgang</b>:</div><div><i>Ragoutlété</i></div><div><br></div><b>Beilagen:</b><div>Tomaten Zucchini Beilage</div><div><i>Lyonesse</i></div><div><br></div><div><b>Desserts:</b></div><div>Amaretto-Glacé</div><div>Joie de Vie</div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 13 Aug 2017 07:53:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[1001 Nacht Teil 2]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_93b9eal5"><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">Zurück auf die Dachterrasse: Zur Vorspeise gab es frischen Randen (Rote Beete)-, Tomaten-, Gurken-, Zucchini-, Kabissalat und natürlich den lauwarmen Karottensalat mit jeder Menge Arganöl. Die anderen Salate hatten eine Sauce aus Zitronensaft und einem ganz milden Essig. Aus einem Schälchen roch selbstgemachtes Harissa, zum selber würzen, je nachdem wie scharf man sein Essen mag. Harissa ist eine aus dem Maghreb stammende, scharfe Gewürzpaste aus frischen Chilis, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Knoblauch, Salz und Olivenöl. Für mich ein Must have. Wo erhält man hier, ausser man stellt es selbst her, frisches Harissa? Tränen trieben mir in die &nbsp;Augen, dass ich solch schöne Gaumenfreuden und sonstige Glücksmomente mit Adrian erleben durfte. Wobei wohl auch das Harissa nicht ganz unschuldig dafür war :-)<br></span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">Das Dessert erschien mir zunächst als ein Bruch, mit der ansonsten konsequenten Saisonküche: Orangen-Zimtsalat mit frischen Melonen. Hätten wir nicht am gleichen Tag in einem der öffentlichen Wesir Paläste Bäume voller reifen Orangen und dies nicht etwa in einer Orangerie sondern auf dem Zugangsweg zum Palast gesehen, hätte ich keine Orangen gegessen, weil dies für mich eine typische Winterfrucht ist. Aber da sie in Marrakesch in voller Pracht und Süsse an den Bäumen hingen, gab ich mich dieser Wonne hin. Ich erinnere mich nicht, jemals zuvor solch wunderbare Orangen gegessen zu haben. Das will etwas heissen, denn ich esse im Winter täglich ein bis zwei dieser orangen Vitaminbomben. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Berauscht nach diesem göttlichen Essen mitsamt einem unbeschreiblich leckeren Rotwein aus Meknes kehrten wir leicht beschwipst zurück in unser Riad. Oui Monsieur Mickael, nous sommes retour de la Paradis. On a mangé et bu excellent. Als Franzose seit 25 Jahren in Marrakesch lebend, kennt er natürlich die Restaurants, die sogar während dem Ramadan Wein ausschenken und schickte uns dorthin. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Am andern Morgen verwöhnte er uns mit dem offenbar typischen marokkanischen Frühstück: diverse frische Früchte, Zuckergebäck, Rührei, Vollkornbrot, Vanillejoghurt, Pfefferminztee und frisch gepresster Orangensaft. Wie jeden Tag auf diese Weise wunderbar gestärkt erkundeten wir die Stadt erneut. Unser Weg führte mehrfach und zu allen Tages- und Nachtzeiten über die Djemaa el Fna, dem grössten Platz Afrikas. So heisst es das jedenfalls in den Reiseführern und bei den Berbern und den Tuareg. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Auf der Djemaa el Fna trifft man Früchteverkäufer, Silberhändler, Hennamalerinnen, Schlangenbeschwörer, dressierte und auch durchbrennende Kapuzineraffen, Wahrsagerinnen, Schwarzafrikaner mit Rolex- und Iphonefakes, Trommler, Zimbeln- und Lurenspieler, buntgekleidete Männer und Frauen, eine riesige Gassenküche, von der das gegrillte Hammelfleischaroma in den Abendhimmel steigt während der Muezzin zum Abendgebet ruft. Wir sahen das Freitagsgebet zu Beginn des Ramadan aus nächster Nähe. Vor uns ca. 20000 Gläubige auf dem Platz der grössten Moschee Marrakeschs. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Wir gingen am ersten Tag den „Stadtführern“ auf den Leim und bezahlten viel zu viel für ein bisschen Stadtführung. Andererseits ohne diese hätten wir nie bei den Tanneuren (Gerbern) an den stinkenden Becken zusehen können, wie sie die Kamellederhäute waschen, reinigen, um sie dann später getrocknet zu färben und in Stücke für die Babouches zu schneiden. Ja auch wir kauften Babouches in allen Farben und Grössen für uns und unsere Kinder. Wir lernten, dass ein Büschel frischer Pfefferminz vor der Nase als „Berbergasmaske“ dient. &nbsp;Weiter sagte man uns, dass der allgegenwärtige Eselkarren leicht spöttisch als &nbsp;„Berbermercedes“ bezeichnet werde. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Wir wichen den halsbrecherisch durch die kleinen Gassen fahrenden Mofafahrer aus, die wirklich aber wirklich alles damit transportieren. Angefangen von Frau, Kind und Hühnern, bis zu riesigen Gewürzsäcken und Bäumchen. Staunten im Jardin Majorelle welch Schönheit Yves Saint Laurent und Pierre Bergé wieder zum Leben erweckten und der Öffentlichkeit schenkten. Stumm und ein wenig traurig stand ich vor dem YSL Memorial, doch fühlte ich vom angrenzenden Rosengarten seine Präsenz. Tranken dort einen meiner liebsten Smoothies, die wir literweise in Marrakesch kennen- und lieben lernten. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Dieses Rezept teile ich gerne mit euch: ca. 8 kleingeschnittene Datteln (am besten im Cutter zerkleinert), 3 Esslöffel Fleur d’Oranger und ca. 6dl Milch. Gut schütteln und eiskalt trinken. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Wir assen sehr leckeres Thunfischsandwich mit Käse aus dem Atlas und tranken dazu herbes Bier aus einer Brauerei in Marrakesch. Liessen Parfums mischen, kauften Amber und Sandelholz. Polierten unser Französisch mächtig auf durch Geschäftsverhandlungen bzw. Feilschen in der Medina und mit stundenlangen interessanten Gesprächen mit Mickael über den aktuellen König, Gott und die Welt. Wir kamen als Gäste und verliessen Marrakesch als Freunde. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Nun ist das schöne Erleben bereits Erinnerung. Doch zu Hause duftet es noch in allen Räumen nach Sandelholz und Amber, dampft der Pfefferminztee aus dem Silberkännchen. Das Versprechen ist gegeben: es wird eine marokkanische Sonntagsküche geben. Meiner Familie kochte ich kürzlich ein Lammragout mit reichlich Ras al Hanout und Pfefferminz-Couscous. Er gelang sehr gut, vielleicht weil ich beim Kochen die ganze Zeit vor den geistigen Augen den Atlas sah, die lauten Geräusche in Marrakeschs Gassen hörte und im Laden des Tuareg meine Gewürze zusammengesucht habe. Die mindestens 35 Aromen, die mich zurück zu 1001 Nacht schickten. Nach Marrakesch. Die Schwesterstadt von Marseille. Und in letztere reisen wir dieses Jahr auch noch. La vie est belle.</span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">À bientôt, Susann</span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">&nbsp;</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 02 Jul 2017 16:23:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte Juni]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_6271fg27"><div><b class="fs19"><span class="fs19">Vorspeisen:</span></b><br></div><div><span class="fs19">- Zucchetti-Limetten-Gaspacho</span></div><div><b><br></b></div><div><b><span class="fs19">Hauptgang:</span></b></div><div>  </div><div><span class="fs19">- Clafoutis salée</span></div><div><b><br></b></div><div><div><b>Beilagen:</b></div><div>- Aprikosen Butter</div></div><div><b><br></b></div><div><b><span class="fs19">Desserts:</span></b></div><div>  </div><div><span class="fs19">- Pralikosen</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">- Chanson bleu</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">- Lemontree</span></div><div><br></div><div><span class="fs19"><b>Cocktails:</b></span></div><div><span class="fs19">Chill!</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 02 Jul 2017 15:37:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[1001 Nacht Teil 1]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_vnhz7o63"><div>  </div><div><span class="fs19">Ich wurde kürzlich gefragt, was mir an unserer Marrakesch Reise am besten gefallen hat. Ganz klare Nummer 1 war für mich, endlich den Atlas mit eigenen Augen gesehen zu haben. Ich erahnte &nbsp;ihn bereits vom Flugzeug aus, wie er sich stellenweise aus den Wolken hob. Ich bin beeindruckt von der unglaublichen Länge dieses zusammenhängenden Gebirges quer durch vier nordafrikanische Länder. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Bereits als Kind hatte ich Lieblingsworte und war bereits damals begeistert über das schöne Wort ATLAS. Da ich damals nicht wusste was das ist, las ich es im von mir rege benutzten Lexikon nach. Es gab ja noch kein Google oder Wikipedia. Dies hatte auch sein Gutes, , &nbsp;da man sich eigene Bilder schuf. Ich erinnere mich gut an das einzige Schwarz-weiss-Bild des Atlas im Lexikon, welches ein paar Ziegen und Gebirgsbrocken zeigte. Fertig. Geschrieben stand, dass das Atlasgebirge in Marokko beginnt und in Tunesien Richtung Ägypten ausläuft und dahinter die Sahara liegt. So begannen meine vielen Gedankenreisen dorthin. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich erinnere mich auch an mein allererstes Buch, welches ich überhaupt gelesen habe. &nbsp;Die Geschichte eines Berberjungen, der mit seiner Ziegenherde den Atlas überquert, auf dem höchsten Berg stehen bleibt und auf die sich vor ihm ausbreitende &nbsp;Sahara blickt... Mit meinen damals knapp 7 Jahren war das ein ziemlich prägendes Bild, das mich bis heute begleitet. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Was mich als Zweites faszinierte, waren die Kamele. Wir sahen die ersten auf der Taxifahrt vom Flughafen in die Stadt &nbsp;und die letzten bei der Rückfahrt zum Flugplatz. Dazwischen sahen wir leider keine, weil sie ausserhalb der Stadtmauern leben. Ihr Anblick löste bei mir weitere &nbsp;Kopfreisen aus: Kamele, die durch die Sahara geschritten waren. In Karawanen unterwegs mit Stoffen, Gewürzen und Ölen. Geschichten vom ewigen Sand und singendem Wind mitbringen und von den Tuareg, den blauen Menschen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Mit einem Tuareg sprachen wir gefühlte drei Tage lang immer wieder. Der Weg zur Mellah, dem Judenviertel in Marrakesch, führt durch eine Seitenstrasse in der Medina (Altstadt). Dort hat es &nbsp;allerlei Läden und Händler. Im Gegensatz zum Souk sind diese aber weniger aufdringlich. Man kann hier einen Blick auf die Ware werfen, ohne gleich in den Laden geschleppt zu werden. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">In dieser Strasse zogen uns unsere Nasen zum Tuareg, denn es duftete von weither nach Amber. Die Duftquelle gefunden, liessen wir uns von ihm ins kleine Geschäft einladen und lauschten seinem breiten Wissen über seine Naturapotheke. In den verschiedensten Farben schillerten diverse Pfeffer, Kreuzkümmel, Kurkuma, Rosenblüten, Macisblüten, Thé des Berbes, Thé du Menthe, Amber- und Sandelholz­duftsteine, Arganöle als Kosmetik und zum Kochen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">In einer Ecke entdeckten wir weisse, an Bergkristall erinnernde Splitter. Neugierig fragten wir ihn, was dies denn sei? Lächelnd und warnend brach er jedem von uns ein klitzekleines Stückchen ab und liess uns darauf kauen. Tränen schossen gleich in die Augen, denn weder Adrian noch ich waren auf den starken Geschmack des reinen Eukalyptus gefasst. Er erklärte uns diverse Zusammensetzungen von Kräutermischungen, die er zusammen mit Gewürzen als Heilmittel einsetzt. Zum Beispiel Schwarzkümmel mit ein paar Krümeln Eukalyptus gegen Migräne. Man füllt beides in &nbsp;ein kleines Tüchlein, bindet es zu einem Säckchen und zerstösst den Inhalt mit den Handballen. Inhaliert man ein paar tiefe Züge den ätherischen Geschmack verschwindet &nbsp;das Kopfweh verschwindet. Die Atemwege befreien sich und zurück bleibt die Dufterinnerung. Beginnt der Duft nach zu lassen, zerstösst &nbsp;man die Mischung erneut mit &nbsp;den Handflächen und riecht erneut dran. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Zufällig erwähnte er, dass er Tuareg sei und glühte vor Stolz, als ich ihn als blauen Menschen ansprach. Daraufhin machte er uns einen Berbertee, den wir mit Freuden genossen. Wir kauften bei ihm dann mit ein klein wenig Feilschen ziemlich viele Gewürze, Duftsteine, Öle, Rosen- und Orangenwasser etc. ein. Schwer bepackt zogen wir dankbar &nbsp;weiter. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Wir hatten danach eigentlich vor &nbsp;gehabt die Mellah zu erkunden, schafften es jedoch grad mal zu den ersten Arkaden. Dort kleideten wir zuerst &nbsp;Adrian und dann mich ein. Natürlich ging das nicht ohne glühend heissen und mit Stevia gesüssten Thé du Menthe gemeinsam mit dem Händler. Tolle farbige Hosen und Blusen, Herrenhosen, Hemden, Schals, eine Djella und ein Fez liessen uns anschliessend in unser Riad zum Abladen umkehren. Monsieur Mickael, unser Gastgeber, grinste über beide Ohren, wie er uns mit müden Füssen, strahlenden Gesichtern und schweren Taschen zurückkehren sah. Er war es dann auch, der uns einen sehr tollen Tipp zum Essen gehen gab. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Auf einer der vielen Dachterrasse in der Medina assen wir Couscous royale aus der Tajine. Mit Rosinen und Pfefferminzblättern gespickter Tabulé (Weizengriess, Couscous) mit geschmortem Lammfleisch, Pouletstückchen an Ras al Hanout, DEM arabischen Gewürz. Man könnte es den arabischen Curry nennen, bloss besteht er in der Regel aus mindestens 35 diversen Gewürz- und Kräutersorten und nicht „nur“ zehn wie der Curry :-) Optisch &nbsp;erkennt man im Ras al Hanout getrocknete Macisblüten, Sternanis, rote, schwarze und weisse Pfefferkörner, Fenchelsamen, Korianderkapseln, Kardamom- und Rosenblüten, Pfefferminzblätter, Muskatnusstückchen, Zimtrinde, Tamarinden­streifchen, Chilischötchen, usw usf. Wir kauften natürlich auch gleich davon mindestens ein Pfund ein. Ich versuche immer noch alle Zutaten herauszuschmecken. Ein Ding der Unmöglichkeit :-)</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Soviel zu den ersten 500,5 Geschichten aus 1001 Nacht: Fortsetzung folgt.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">A bientôt, Susann</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 18 Jun 2017 19:46:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte Mai]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_sq6b1b7o"><div><b>Vorspeisen:</b></div><div>More</div><div>Sommergaspacho</div><b><div><b><br></b></div>Hauptspeisen:</b><div><span class="fs19">Aelpler Makronen</span><br></div><div>Agneau - hommage à Sebastian</div><div>Beltane</div><div>Braintree Brazil</div><div>Oeuf riche</div><div>Riz Casimir</div><div><br></div><div><b>Beilagen:</b></div><div>Bärlauchpesto</div><div>RataSu</div><div><br></div><div><b>Desserts:</b></div><div><span class="fs19">Limetten Panna cotta</span></div><div><span class="fs19">Les Roses</span></div><div><span class="fs19">Vanille-Glacé</span><br></div><div><br></div><div><b>Cocktails:</b></div><div>Wassermelonen-Smoothie</div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 30 Apr 2017 07:57:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Sauerklee, Frühlingsgrün, Colomba und andere Vögel]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_7xqsf5zt"><div>  </div><div><span class="fs19">Voller Vorfreude stieg ich am Abend zuvor ins Bett mit festem Vorsatz anderntags früh aufzustehen, um auf dem Markt in Lörrach frische Küchenkräuter für meine Terrasse zu kaufen. Ohne Wecker werde ich tatsächlich sehr früh wach und gönne mir zum Frühstück ein SEHR grosses Stück Colomba (italienisches Osterbrot; Rezept einer Nonna aus Como siehe unten.)</span><br></div><div><b></b></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs13 cf1">500g Mehl, 150g Zucker, 150g Butter, 4 Eier, 2 Eigelb, ½ l Milch, 100g ungeschälte Mandeln, 100g Orangeat, 50g gehackte Mandeln, 20g Hefe, eine Prise Salz, 100g Hagelzucker zum Garnieren</span></div><div>  </div><div style="text-align: justify;"><span class="fs13 cf1">250g Mehl mit der Hefe und etwas lauwarmer Milch vermischen. Den Teig zu einer Kugel formen und in einer mit einem Leinentuch zugedeckten Schüssel aufgehen lassen. Am besten dazu in die Sonne stellen, auf die warme Heizung oder ins warme Spülbecken. Hat sich der Teig verdoppelt, das restliche Mehl, die Butter, 4 Eier, die zwei Eigelbe, Zucker, klein gehacktes Orangeat, gehackte Mandeln, die Milch und eine Prise Salz hinzufügen. Auf einem gebutterten Backblech weiter aufgehen lassen. Anschliessend eine Taube formen, grosszügig mit Hagelzucker und ganzen, ungeschälten Mandeln bestreuen. Den Teig nochmals aufgehen lassen. Zuerst 10 Minuten (alles mit Umluft) 210 Grad backen, anschliessend 45 Minuten bei 170 Grad fertigbacken.</span><span style="text-align: left;" class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Gut gestärkt radle ich die eben himmlisch angefutterten Kalorien wieder ab und komme knappe 12 Minuten später leicht ausser Atem in Lörrach am Markt an. Dort kaufe ich freudig den ersten Rhabarber, den ich entweder zu einer süssen Wähe mit Ziegenkäseguss verarbeite, oder in den Ostersalat bestehend aus Kresse, Rucola, zarten Brenn­nessel­blättchen, Radiesli und Frühlingszwiebeln. Sehr lecker ist er aber auch im Kalbsragout. An spontanen Menuideen mangelt es mir keinesfalls und die Rezepte halte ich euch dann fest. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Dann suche ich „meine“ Kräuterfrau. Seit Jahren kaufe ich bei ihr meine Küchen­kräuter. Doch ich entdecke sie nirgends. Darüber ein wenig traurig, entdeckte ich jedoch einen Stand, der frische Pfefferminze nebst grottenhässlichen Blumen­gestecken verkauft. Okay, an denen schau ich vorbei und stehe brav mit meinen beiden Töpfchen zum Zahlen an. Rieche daran und bin mir nicht ganz sicher und frage, als ich an die Reihe komme, ob es die englische Minze oder Nana ist. Ver­ständnislos schaut mich die Verkaufsfrau an und meint, das wisse sie nicht. Sei halt einfach ne Minze. &nbsp;</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich entdecke am selben Stand eine violette Blüte an fedrigem Halm und Blatt. Ir­gend­wie erinnert sie mich an Lavendel. Erneute Frage meiner­seits: Ist dies Lavendel? Woher stammt der? Ich hatte solchen noch nie zuvor gesehen. „Halt einfach Lavendel, weiss auch nicht woher. Wahrscheinlich vom Gross­verteiler“ so ihre „kundenfreundliche“ Antwort. Auf meine schüchterne Nachfrage nach der Pro­vence fragt sie zurück, was das denn sei... Etwas irritiert über das Unwissen, das Desinte­resse und vor allem die Bezugslosigkeit zur Ware ziehe ich von dannen. Wir, die alles haben können und das Wissen verloren haben…</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Gott sei Dank gibt es viele Köche, darunter auch meine beiden Lieblinge, die dieser Bezugslosigkeit gar nie zollten. Die mit vielen alten und neuen Sorten Gemüse und Kräutern ihre Condiments, Saucen, Suppen, Farcen, Bei­lagen und Hauptgänge zaubern. Die genau wissen, wann sie bzw. wo sie die frischen Kräuter auf der Wiese oder am Bachrand finden. Einfach weil sie sich im Fluss der Jahreszeiten befinden, damit verwurzelt sind und sich nebst der Freude auch Dankbarkeit auf den Tellern spiegelt. Und genau denen eifre ich nach. Dies sind meine Vorbilder. Ich will genauso kochen, mich weiterhin durch die Jahreszeiten beflügeln lassen und ähnliche Harmonien auf die Teller zaubern.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Kurz bevor ich frustriert über mein „Einkaufserlebnis“ nach Hause fahren will, entdecke ich doch noch &nbsp;„meine“ Kräuterfrau.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ihr Stand steht nun woanders, sie hat eine neue Frisur, aber ihre Bio-Kräuter sind immer noch die Vielfältigsten und Kräftigsten (im Aroma). Bei ihr entdecke ich das gleiche Kraut von vorher und frage danach. Sie erklärt mir mit einer mir ähnlichen Begeisterung, wie wenn ich übers Kochen loslege, dass es sich hierbei um den kanarischen Lavendel handelt. Ich finde ihn sehr hübsch, aber weil ich schon einiges in meiner Tasche habe und alles irgendwie ins Velokörbchen passen muss, begrenze ich meinen Einkauf auf frischen Koriander, Estragon und Thymian. Geistig koche ich bereits den Korianderkartoffelstock, der ganz fluffig vom Löffel fällt. Oder es brutzelt das mit Estragon, Kräuterseitlingen und getrockneten Tomaten gefüllte Pouletbrüst­chen bereits im Ofen. Oder der Thymianrisotto köchelt als Beilage zum Lamm­ragout an Cidre brut. Die Nanaminze kommt in den Pannacotta, in die kalte Erbsensuppe, in den Salat und natürlich als Tee....</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich plaudere noch mit der Kräuterfrau und wir überlegen, wann die Goldmelisse und die Kapuzinerkresse dann endlich da sind. Ich frage die Kräuterfrau, ob sie den Sauerklee auch kennt? Nö, den kenne sie nicht. Ich beginne ihr über die mit grosser Vorfreude erwartete Liefe­rung dieser wunderbaren karminroten Knöllchen zu erzählen. Das heisst während dem Erzählen koche ich bereits J Man spült ohne zu schälen sie wie Pilze einfach gründ­lich ab. Halbiert sie der Länge nach (oder auch nicht) und beisst einfach gleich so hinein. Sie haben den Biss eines Radiesli und schmecken leicht säuerlich. Ich hoffe sehnlichst, dass sie recht­zeitig zur nächsten Sonntagsküche kommen. Dann werde ich sie mit andern Zutaten zu einem Frühlings-Carpaccio verwandeln. Die Kräuterfrau notiert sich die botanischen Eckdaten und anschliessend wünschen wir uns frohe Ostern und ich radle zurück.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Daheim topfe ich umgehend die neuen Kräuter um. Die Minze ist tatsächlich die Na­naminze wie ich beim Kauen eines Blättchens feststelle. Die kommt natürlich in den hübschen Majorell-Blauen Terra­cottatopf, den mir eine Freundin mit den Farben aus Yves Saint Laurents Garten in Marrakesch bemalt hat. Marrakesch - Schwesterstadt Marseilles. Schon bald… </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Zurück hierher. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Wie ich auf der Terrasse ein wenig gärtnere, fällt der Wind zusammen und es beginnt zu regnen, was sehr gut für mein Vorhaben ist.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich schnappe Rebschere und Gartenhandschuhe, eine grosse Einkaufstasche und radle los. Alles dem kleinen Bach entlang und suche nach jungen Brenn­nesseln. Werde fündig kurz vor dem alten Elternhaus des Geburtstagskindes, das wir dem­nächst an der Sonntagsküche bekochen dürfen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Davon schneide ich mindestens ein Kilo ab. Weil es regnet, sind die Stängel und Blätter nicht ganz so arg brennend. Zuhause spüle ich sie mehrmals gründlich ab und schneide mit den Gartenhandschuhen nur die Blätter in die Pfanne. Verfahre dann ähnlich wie beim Blattspinat, nur dass ich ihnen Wasser zum Verdampfen geben muss, während der Blattspinat das von alleine tut. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Nachdem sie zusammengefallen sind, spüle ich sie nochmals gründlich ab. Von Hand übrigens. Sie brennen nicht mehr. Säubere nochmals kurz die Pfanne und dann geht das Kochen los. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Mit roter Zwiebel, Butter, Rucola, Catalonia, Salz und Pfeffer werden die Brenn­nesseln gedünstet und anschliessend püriert. Mit Mandelmus, Wasser und Milch gestreckt. Die noch nicht allzu dünne Suppe kommt nun in den Tiefkühler und wird später vollendet. Das genauere Rezept findet ihr dann bei den Vorspeisen.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Mich begeistert sehr, was im Frühling alles an Zutaten auf der Wiese oder am Bachrand zu finden sind. Wildkräuter, die uns tolle Abwechslung auf die Teller zaubern. Probierts aus, macht euch auf die Suche nach Brennnesseln, Dost (wilder Mayoran), Bärlauch, Löwenzahn und Co und kocht. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich wünsche euch einen schönen Frühling :-)</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">A bientôt, Susann</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 26 Apr 2017 10:11:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte April]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_n089rh6r"><b>Vorspeisen:</b><div>- Frittierte Austern am Pankomantel in scharfer Sauce</div><div>- Un peu des Légumes</div><div><i>- Ananas Poulet Spiesschen</i></div><div><br></div><div><b>Hauptspeisen:</b></div><div>- Couleur 3</div><div>- Presque</div><div>- Spareribs an süsser Barbecuesauce</div><div>- Verte Rose Noir</div><div><br></div><div><b>Beilagen und Basics:</b></div><div>- Coleslaw</div><div>- Gnocchi à la façon Susann</div><div>- Kresse-Limettenbutter</div><div>- Purple Green</div><div>- Rib Rub (Trockenmarinade)</div><div>- süsse Barbecuesauce</div><div>- <i>Flammenkuchen</i></div><div><i>- Mardi</i></div><div><i>- Spargelfisch</i></div><div><br></div><div><b>Desserts:</b></div><div>- Doucement</div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 09 Apr 2017 09:05:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Cheese]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_iz4icy79"><div>  </div><div><span class="fs14.25">Wie ihr (vielleicht nicht) wisst kaufen Adrian und ich seit Jahren in unserm Lieblingsladen in Deutschland ein, wo die Qualität der Lebensmittel überzeugt und die Preise fair sind. Anfangs Jahr haben wir eher zufällig ein Pendant dazu in Frankreich (St. Louis) gefunden, von dem &nbsp;wir ganz angetan sind.</span><br></div><div>  </div><div><br></div><div>Jedes Mal wenn wir dort einkaufen gehen, fühle ich mich mit einem Bein in Marseille. Ja lacht nur. Aber meine Sehnsucht nach Marseille ist manchmal so gross, so dass ich diese mit einem Stückchen Käse aus den Pyrenäen stillen muss. Dies liegt ja irgendwie gefühlt auf der Luftlinie nach Marseille. Oder so. Nehmt mich bitte in diesen Punkten geografisch nicht allzu genau. Ich will ja auch keine Geographiestunde vermitteln, sondern euch auf kulinarische Gedankenreisen quer durch Frankreich und die Welt mitnehmen. Kehren wir also nach St. Louis in den Laden zurück. Genauer gesagt in die Käseabteilung. Da schlägt mein Herz nämlich besonders hoch. Ich liebe drum Käse.</div><div>  </div><div><br></div><div>Beeindruckt schaue ich der jungen Frau zu, die mit einem riesigen Käsemesser Wagenräder grosse Käse gekonnt zu zerkleinern beginnt und dies im gleichen Tempo, wie meine Finger soeben über die Tastatur huschen. Fröhlich palavernd mit ihren Kollegen, die dasselbe Prozedere bei andern Käslaiben durchführen. Sie verarbeiten alles: Weichkäse, Hartkäse, Ziegen- und Schafkäse. Alles wird geschnitten, abgewogen , anschliessend in Zellophan verpackt und zum Verkauf angeboten. So stehe ich also an der Theke und beginne mit Lesen. </div><div>  </div><div><br></div><div>Die meisten Hartkäse stammen aus der Franche Comté. Dies war die letzte Station unseres vergangenen Sommerurlaubs. Erinnerungen an die kleinen Wanderungen im Val de Travers. Die kleinen und grossen Absinthe Destillerien zwischen Frankreich und der Schweiz aufsuchend. Die Luft Absinthe geschwängert, so dass ich mich heute noch frage, wie man dies wohl tarnen konnte zur Zeit des Absinthe Brennverbotes. </div><div>  </div><div><br></div><div>Die Kühe in der Ferne bimmelnd und muhend, die vielen Anzeigen am Strassenrand, die auf irgendeine Käserei hinweisen. Wir hatten uns den Schlusspunkt unserer Reise viel idyllischer vorgestellt. Aber das Hotel lag direkt an der Verbindungsstrasse zwischen Besançon und Pontarlier. Der Autolärm ebbte jeweils frühestens gegen 2 Uhr früh ab und ging um spätestens 4 Uhr wieder los. Nach zwei durchwachten Nächten flüchteten wir heim in die Ruhe. Für die Heimfahrt kauften wir zum Proviant jedoch ein Riesenstück Morbier ein. Dieser Hartkäse hat in seiner Mitte eine dicke Schicht Asche und schmeckt am besten mit Hagebuttenconfitüre und noch warmem knusprigen Bauernbrot. Finde ich jedenfalls. Ich esse zu jedem Confibrot ein Stück Käse oder umgekehrt; zu jeglichem Käse ein wenig Confiture.</div><div>  </div><div><br></div><div>Im nächsten Gestell unseres Super Marchés entdecke ich einen beinah zerfliessenden Epoisses aus der Bourgogne. Dieser katapultierte mich direkt nach Vézelay, dem kleinen mittelalterlichen Städtchen, in welchem eine alte Freundin von mir lebt. Mit ihren 75. Jahren führt sie immer noch ein Gästehaus aus dem 12. Jahrhundert, welches sie vor langen Jahren zusammen mit ihrem Mann übernommen und umgebaut hat. Sie ist eine äusserst kreative Person, die vorwiegend mit Silber und Speckstein arbeitet. Das Gasthaus ist zugleich auch lebendiges offenes Atelier. Am Anfang der letzten Sommerferien machten wir dort einen Zwischenhalt. </div><div>  </div><div><br></div><div>Nach mindestens 15 Jahren einander nicht mehr gesehen bzw. von einander gehört zu haben, flitzte ich ins Haus, wie ich sie am offenen Fenster ihres Ateliers entdeckte. Ziehe Adrian einfach mit mir und wir Frauen liegen uns kurz darauf in den Armen. Freuen uns und sprudeln gleich los, wie es uns all die Jahre ergangen ist. Adrian verstand, dass dieser Zwischenhalt auf unserer Reise für mich sehr wichtig war. </div><div>  </div><div><br></div><div>Warme Erinnerungen an ihren inzwischen verstorbenen Mann lösen zugleich die Geschmacksbilder des besten je gegessen Tête de Moines in mir aus. Diesen ass ich nämlich bei den Beiden vor langen Jahren mal zum Frühstück. Die zu kleinen Rosetten gedrehten Käsestücke, die auf der Zunge kleben bleiben und nachdem man sie am Gaumen anklebt , nur noch geschluckt werden müssen. Das Aroma nach wilden Kräutern und herbem Salz schmecke ich noch heute vor meinem geistigen Auge. Mit meinen realen Augen stehe ich immer noch in der Bourgogne-Käseecke im Super Marché in St. Louis, in lebendigen Erinnerungen an vergangenen Sommer versunken. </div><div>  </div><div><br></div><div>Es zieht mich weiter zu den Schaf- und Ziegenkäsen. Ich liebe den Brebiou (Schafmilchkäse) aus den Pyrenäen mittlerweile genauso wie den Ziegenkäse. Ich mag sogar die französischen Brebiou Joghurts. Am liebsten diejenigen mit Kastanien. Ich war zwar noch nie in den Pyrenäen, aber auch dies ist ein grosser Traum von mir. Mit Rucksack und guten Wanderschuhen tagelang durch dieses karge Gebirge zu laufen und eine Käserei nach der andern entdecken. Mithelfen beim Käsemachen, um abends bei einem Glas herben Weins und knusprigem Brot am Feuer die müden Beine auszu­strecken, in den Sternenhimmel zu blicken und den Raubvögeln der Nacht zuzuhören, während die Schafe und Ziegen bimmelnd ihre Kräuter fressen. Himmlische Ruhe, ausser dem ewigen Wind in den Bergen und Bäumen. Dieser bringt die Geschichten des nicht allzu fernen Atlantiks mit, und auch die, aus dem tiefen Süden, die von der Mittelmeerküste. Womit wir wieder bei Marseille angelangt wären. Ich blicke in Adrians Augen und wir verstehen uns auch ohne Worte. </div><div>  </div><div>&nbsp;</div><div>  </div><div>Hmmm - &nbsp;seit ich am Schreiben dieses Blogs bin, um euch von meinen Käsefreuden zu berichten, stehe ich geistig in St. Louis in der Käseabteilung und träume von realen Erlebnissen rund um den Käse und solchen, die erst noch kommen solle und ein Lächeln huscht über mein Gesicht. Knipste mich nun ein Fotograf, er würde mich erst gar nicht auffordern müssen, um Cheeeeese zu sagen. Die Freude über diese Innenweltenbilder spiegelte mein Gesicht wohl alleine wider. </div><div>  </div><div>&nbsp;</div><div>  </div><div>A bientôt, Susann</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 13 Mar 2017 17:02:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte März]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_xqp42dmy"><div><b>Hauptspeisen:</b></div><div>Northern Chowder</div><div>Storyteller</div><div><br></div><div><b>Desserts:</b></div><div>Dimanche</div><div><br></div><div><b>Beilagen und Basics</b></div><div>alle cinque Pi Sauce</div><div><br></div><div><b>Cocktails:</b></div><div>Milky chance</div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 13 Mar 2017 17:00:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Was tun bei Grippe?]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_wx18gb4z"><div>  </div><div><b class="fs19">Was tun bei Grippe? </b></div><div>  </div><div><span class="fs19">Das dritte Mal Grippe diese Saison !!! Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so viele Tage bei der Arbeit gefehlt habe, wie diesen Winter. </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Leicht fiebrig belämmert, tropfende Nase, Hals- und Gliederschmerzen. So sitze ich morgens um 10 Uhr im Wohnzimmer, während draussen in der Wintersonne vereinzelte Jogger durchhetzen, ältere Frauen laut schnaubend ihre vollen Einkaufstaschen nach Hause schleppen und junge Frauen am Handy telefonierend Kinderwagen vorbei schieben. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ein zermürbender Zustand. Zu wach zum Schlafen, aber zu schlaff für irgendwelche grösseren Aktivitäten. Also was tun?</span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19"><b>Kochbücher studieren?</b> Macht irgendwie keinen Spass mit reduziertem Geruchs- und Geschmackssinn und dröhnendem Kopf.</span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19"><b>Zeitung lesen?</b> Nun die Kapriolen des Herrn Trump waren anfänglich ja ganz unterhaltsam. Spannend zu lesen, wie die Welt atemlos beobachtete, dass ein Politiker sich nach der Wahl nicht nur seiner Wahlversprechen erinnerte, sondern diese auch tatsächlich umsetzt. Aber damit hört das Positive auch schon auf. Mittlerweile erinnert die Berichterstattung über Trump an einen Autounfall: Man möchte nicht dass es passiert, aber gafft dennoch; und nach dem zehnten Unfall ists irgendwie auch nicht mehr so spannend.</span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19"><b>Altpapier bündeln?</b> Naja, soooo gesund fühle ich mich dann auch wieder nicht. Man sollte sich schliesslich&nbsp;</span></div><div><span class="fs19">schonen und erholen, wenn man schon nicht zur Arbeit geht.</span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19"><b>Alternative Heilmethoden testen?</b> Als Bewohner einer Stadt, deren Infrastruktur im Wesentlichen durch die Steuern der chemischen Industrie finanziert wird, habe ich meine Bürgerpflicht erfüllt und Halswehtabletten, Nasentropfen, Hustensaft, Fieberblasencreme, Lippenpomade und Brausetabletten gekauft. Dies dürfte wohl zumindest teilweise den Verlust im Bruttosozialprodukt wettmachen, den meine Abwesenheit im Büro geschaffen hat. </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Dem Zeitgeist folgend wende ich aber auch reine Naturprodukte an. Zur Lokalanästhesie von Mund und Rachen sowie zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens haben sich folgende Hausmittel bewährt, deren Preis/Leistungsverhältnis ausgezeichnet ist: </span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <!--[endif]-->No 1 Rouge, Domaine Bort, Languedoc (Syrah/Grenache) bei LeClerc für 10 Euro</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <!--[endif]-->Torridoro, Angelo Rocca, Sizilien (Cabernet/Merlot), Coop für CHF 13.50</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <!--[endif]-->Minervois, Hecht &amp; Bannier, (Syrah/Grenache), Ullrich für CHF 16.-</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Wenn der Hals bereits wieder etwas Kühleres verträgt, so empfehle ich</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <!--[endif]-->La Terrasse, Robert Cantin, Quincy (Sauvignon Blanc), LeClerc für 9 Euro</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <!--[endif]-->Sauvignon Blanc, Winzergenossenschaft Hügelheim, Hieber für 7 Euro </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19"><b>Briefmarken sortieren? </b>Sehr gute Idee !&nbsp; Ich habe vor einiger Zeit wieder begonnen meine älteren Briefmarkenbestände in ein vorgedrucktes Schaubeck Jugend-Album „Europa“ einzuordnen, welches die Epoche von 1850 bis 1955 abdeckt. Dabei wurde mir bewusst, wie viele Königreiche, Grossherzogtümer, Freie Städte und Freistaaten etc. es noch vor hundert Jahren gab, welche heute profane EU-Mitglieder sind. Das Gleiche gilt für die Heller, Groschen Schilling, Lira, Kronen, Drachmen, Kunas usw. die nun zu &nbsp;simplen Euros mutiert sind. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Weiter fiel mir auf, wie viele Länder in dieser Epoche alle paar Jahrzehnte ihre Staatsform geändert hatten. In diesem Licht muss man wohl das aktuelle Wehklagen über Brexit, Trumps Aussenpolitik oder schweizerische Volksabstimmungen, welche im Widerspruch zu bestehenden völkerrechtlichen Verträgen sind, etwas relativieren. Auch wenn es uns im Moment so scheint, so müssen die EU, der globalisierte Handel und der Multilateralismus nicht der Höhepunkt der Entwicklung sein. Die Kommentatoren, die behaupten, dass deren Ablehnung zwangsläufig einen Schritt zurück zum Protektionismus und ins Verderben bedeute, liegen vielleicht falsch. Wie die europäische Geschichte zeigt, wurden die meisten Konzepte nach ein paar Jahren durch neue abgelöst, aber selten wurde dabei auf ein früheres zurückgegriffen. Sind wir also gespannt, was da Besseres und Schöneres kommen wird.</span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19"><b>Altglas entsorgen?</b> Naja, soooo gesund fühle ich mich dann auch wieder nicht. Man sollte sich schliesslich schonen und erholen, wenn man schon nicht zur Arbeit geht.</span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19"><b>Bücher lesen? </b>Nicht ganz ohne Stolz darf ich berichten, dass ich innert weniger Monaten mein Schulfranzösisch wieder auf ein Niveau gebracht habe, womit ich französische Romane fliessend und mit Genuss lesen kann. Nur noch alle 30 Seiten ziehe ich meinen ausgeleierten gelb-blauen Langenscheidt zu Rate.. Dabei habe ich den offenbar derzeit erfolgreichsten – mir aber vorher gänzlich unbekannten – französischen Autor Guillaume Musso entdeckt, den ich wärmstens empfehlen kann. Er schreibt spannende Thriller, die aber von Buch zu Buch thematisch wie formal komplett unterschiedlich daher kommen. Nicht zu vergleichen mit den Grishams Anwaltsromanen oder den Mankell Krimis, wo ich meistens erst nach 200 Seiten langsam merke, dass ich den schon mal vor ein paar Jahren gelesen habe. Auch nicht so konfus wie die John Le Carré Romane, wo ich meistens schon ab Seite 7 die Übersicht verloren habe, welcher Doppelagent nun in Tat und Wahrheit für eine dritte Macht arbeitet oder eine eigene hidden agenda verfolgt. Gelesen und empfehlen kann ich L’appel de l’ange, Central Park und L’instant présent, die es natürlich alle auch auf Deutsch gibt und teils verfilmt wurden.</span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19"><b>Platten sortieren? </b>Gemäss dem Philip Maloney Motto: „Ich tat, was ich in solchen Situationen immer tue“ habe ich während der Grippezeit natürlich meine bald Tausend Vinyl LPs mal wieder neu sortiert. Wie bereits der Hauptdarsteller in Nick Hornbys High Fidelity feststellte, gibt es dazu mehr Arten als man sich vorstellen kann: alphabetisch, chronologisch, nach Ländern, nach Sparten. Spass macht jedoch auch das Sortieren nach Speisen: Gianna Nanninis Tutto live zu Pizza und Pasta, Tote Hosens Bis zum bitteren Ende zu Weisswurst und Bier, Bob Marleys Exodus zum Poulet créolienne oder Smiths Louder than bombs zu ein paar Guinness.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">In der Hoffnung, dass dies nun die letzte Grippe war verbleibe ich mit lieben Grüssen, Adrian&nbsp;</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 15 Feb 2017 10:49:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte Februar]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_c3c7n232"><div><b>Vorspeisen</b></div><div>Brioches salées</div><b><div><b><br></b></div>Hauptspeisen:</b><div>Buona Sera</div><div>Curry Pelati Poulet</div><div>Hummer an Court Bouillon<br></div><div>Januarloch (Susanns Spinatwähe)</div><div><br></div><div><b>Desserts:</b></div><div>Ananas mit Espressosauce</div><div><br></div><div><b>Basics:</b></div><div>Les verts</div><div>Zitronengrassauce</div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 07 Feb 2017 17:01:00 GMT</pubDate>
			<link>http://homeparadize.com/blog/?id=c3c7n232</link>
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			<title><![CDATA[Der Kalbsbraten, eine Hochzeit und andere Vorfreuden]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_9osi38vy"><div>  </div><div><span class="fs14">Nervös las ich nochmals diverse Rezepte zum Kalbsbraten. Erst kräftig anbraten, dann tatsächlich für zweieinhalb Stunden im Ofen bei 80 Grad braten und danach bei 60 Grad noch eine weitere Stunde (im erwähnten Ofen) warm halten. Soll genau das Richtige sein; schrieben jedenfalls die Rezepte. Ohhhhkay... Ich war nicht wirklich überzeugt, dass mir dies gelingen sollte. Obwohl wir dies ja in der Sonntagsküche vor ein paar Monaten bewiesen haben. Also; Adrian es bewiesen hatte, nicht ich. Meinen letzten Braten hatte ich vor gefühlt 321 Jahren gemacht, obwohl ich Braten ja eine ganz tolle Sache finde. Gut würzen, anbraten, dann in den Ofen und schon hat man wieder die Hände und den Kopf frei für die Beilagen. Klingt simpel, aber ich war dennoch sehr nervös, ob er mir gelingt oder zäh wird, wie Schuhleder.<br></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Meine Gäste trudelten ein, wir tranken gemütlich Apéro und verzettelten uns im Gespräch. Nachdem die letzten Tinto Nero Grissini aufgegessen waren, gingen wir zur Karotten-Ingwer-Suppe über. Diese löffelten wir gemütlich und es ging weiter im über Gott und die Welt reden. Nach dem Abräumen brauchte ich nochmals einen kurzen Moment in der Küche bis alle Beilagen nochmals warm bzw. heiss in der Pfanne brutzelten, köchelten, dämpften. Ich liebe es über mehrere Stunden zu kochen und alles vorzubereiten, um dann für die Gäste alle Zeit zu haben, wenn es sich um eine Einladung handelt. Bei der Sonntagsküche ist es was anderes; da koche ich zwar genauso viele Stunden lang, aber da setzen wir uns – wenn überhaupt - &nbsp;erst ganz am Schluss zu den Gästen.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Zurück zum Braten: Nun kam der spannende Moment. Mit entsprechender Nervosität schnitt ich mit meinem neuen Kai Santokumesser schöne Tranchen. Butterzart ging das Messer durch das gebratene Fleisch. Erst dachte ich natürlich an die Qualität dieses einzigartig tollen Messers, doch beim „Schnäfeli“ (probieren) jubelte ich innerlich. Das Fleisch war zart. Bei komplett verplauderter Zeit war er alles in allem fast drei Stunden im Ofen. Meine Gäste fanden ihn sehr lecker. Erleichtert und sehr erfreut bin ich selber über dieses gelungene Ergebnis. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Überhaupt Freuen. Das ist das Stichwort zur Überleitung. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Vor ein paar Tagen beschlossen Adrian und ich eine Reise nach Marrakech zu machen. Wir verreisen irgendwann im Frühling. Beide waren wir noch nie in Nordafrika und aus diesem Grund ist die Freude besonders hoch. Welch andere Mentalität, Kultur, Gewürze, Gerüche und Erlebnisse uns dort erwarten. Bereits die Vorfreude klingt in mir wie 1001 Nacht. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Wir werden 5 Tage dort verbringen und wer weiss, liegt vielleicht sogar noch ein kleiner Karawanenausflug in die Sahara drin. Ich freue mich bereits jetzt in der Vorstellung durch die rote Stadt zu ziehen, der 12km langen Stadtmauer entlang zu laufen, den Kamelmarkt zu sehen und den ehrfurchtsvollen Blick nicht vom Hohen Atlas abwenden zu können. Auf den Spuren von Yves Saint Laurent im Jardin Majorelle staunend zu versinken. In Erinnerungen an meinen Lieblingsmodemeister zu schwelgen. Ihm nachzuspüren, auf welche Kreationen er dort gekommen sein muss. Später den Schlangenbeschwörern fasziniert und mit leicht gesträubten Nackenhaaren zuzusehen. Den Gewürzmarkt von Ferne bereits zu riechen, um dann in den Düften zu ertrinken, wenn wir vor den grossen Töpfen und Tajines stehen, aus welchen diese Aromen strömen. Säckchenweise Marrakech nach Hause bringen und irgendwann eine Sonntagsküche mit dem Thema Marokko kochen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Doch bevor wir diese Reise unternehmen sind wir an eine Hochzeit ausserhalb Londons eingeladen. Sie findet in einem kleinen Manor (Herrenhaus) statt. Ich fragte heute die Braut per Email an, ob sie irgendwelchen Dresscode vorgeben. Ich würde ja zu gern Adrian im Frack und Zylinder sehen J Ich hoffe allerdings aber nicht, weil dies bedeuten würde, ich müsste dann eine Scheusslichkeit in Dottergelb oder Fliederfarben tragen. In Lang.</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Heut Abend nach der Arbeit ging ich nämlich kurz durch die Stadt, um mal Ausschau zu halten nach sogenannten Festtagskleidern. Leise wurde mir dabei schlecht. Alles mehr oder weniger Zahlbare war eine Fürchterlichkeit nach der andern. Eben Dottergelb und Flieder, Schlammgrün und Lachs. Mit Tüll, gerafftem Busen und Trägern. Okay; definitiv nicht meins. So wünsche ich mir insgeheim die Braut schreibt mir zurück, dass ich sehr gerne in meinem kleinen Schwarzen kommen dürfe J. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Später erlaubte ich meinem Geist eine Reise zu machen. Ich malte mir aus, was wohl die Damen vor 200 Jahren zu Hochzeiten trugen. Guipurespitzen besetzte Ärmel und Décolletées auf hellem ivoirefarbenem Leinen gestickt. Pastelliges Hellblau auf dunkelblauem Samt oder die ganze Variation in Karmesinrot, meinem Lieblingsrot. Oder schlichtes weisses Leinen-Mousseline. Die Haare hochgesteckt, die schweren Ohrringe aus Granat oder Rubin und duftend nach Veilchen- oder Rosenwasser. Die Samtschuhe, die keinen Matsch oder Regen vertrugen, schon gar kein Eis. Achja, dies die Kleider der „besseren Damen“. Die Herren im grauen, schwarzen oder dunkelblauen Frack mit Zylinder. Das dunkelrote Seidentuch zu einem Schmetterling um den Hals gebunden. Ein wenig steif erzählt der Brautvater schlechte Witze, während das Brautpaar keusch und betreten zu Boden schaut. Erst als der Vetter dritten Grades die Fiedel zu zupfen und dazu die Cousine des Bräutigams leicht unverschämt das Tanzbein zu schwingen beginnt, so dass die beiden Grossväter ihr Eau de Vie beinah verschütten, kommt endlich Leben in das Ganze. Schliesslich ist Hochzeit, Familien sollen zusammengeführt und ein schönes Fest gefeiert werden. Der Kalbsbraten gibt’s gleich fünf Mal, Entenbraten zweimal und der Ochse am Spiess nur einmal. Denn der ist ja schliesslich gross. Die Tafel biegt sich unter den Schüsseln mit dampfendem Gemüse und Pellkartoffeln. Die Stubenmädchen und Stallburschen fungieren als Küchenpersonal, das den Gästen die Teller und Gläser füllt. Später gesellen sie sich dazu, und wie die kecke Marie mit ihren 15 Jahren, das Häubchen vom Kopfe zieht, um ihre blonden Locken auszuschütteln, sind es wieder die beiden Grossväter, die ihr achtes Glas Eau de Vie verschütten. Die Brauteltern sind entzückt, die Eltern des Bräutigams pikiert. So verschieden doch die Menschen sind, aber steht gutes Essen und Trinken auf dem Tisch, sind alle glücklich. Stimmts? </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">A bientôt, Susann</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 25 Jan 2017 07:35:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte Januar]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_e023c5h8"><div><b>Entrées:</b></div><div>Buttemoschtsüppchen</div><div>Gratinierte Avocado mit Ei<br></div><div>Lachsröllchen</div><div>Olivenstengel</div><div>Pikante Lebkuchen</div><div><br></div><div><b>Hauptspeisen</b></div><div>Noel</div><div>Susanns Apfelwähe</div><div><br></div><div><b>Beilagen</b></div><div>Legumes perdu</div><div><br></div><b>Desserts:&nbsp;</b><div>Apfel Crumble (prov. Rezept)</div><div>Massepain</div><div><br></div><div><b>Cocktails:</b></div><div>14. Januar (Spezialeiswürfel)</div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 04 Jan 2017 20:07:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Weihnachtsgruss]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_060ui6t1"><div>  </div><div><span class="fs14">Liebe Freundinnen und Freunde der Sonntagsküche</span></div><div>  </div><div style="text-align: center;"><span class="fs14"><img src="http://homeparadize.com/images/comme-un-ange.jpg"  title="" alt="" style="width:496px; height: 720px;" /><span style="line-height: 25px;" class="cf1">&nbsp;</span></span></div><div>  </div><div><span class="fs14"><span class="cf1">Der Jahreszeit entsprechend wird man wieder mit Bettelbriefen und Weihnachtskarten von Verkäufern aller Art beglückt. Dass dies mittlerweile mehrheitlich elektronisch geschieht mag ökologische Vorteile haben, ist aber nicht im Interesse von Briefmarkensammlern wie Adrian. Diese Spezies ist allerdings mittlerweile rarer geworden als sorgfältig abwägende US President-elects oder vegane Metzgermeister und dementsprechend hat sie </span>ausserhalb der Post <span class="cf1">noch weniger Lobbyisten als die Asylanten an der Albisgüetli Tagung.</span></span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">Insofern waren wir zögerlich dieser Kakophonie noch einen weiteren Weihnachtsgruss hinzuzufügen. Anderseits haben wir beide das tiefe Bedürfnis uns herzlichst bei Euch für die Unterstützung im vergangenen Jahr zu bedanken.</span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14"><span class="cf1">Die Idee der Sonntagsküche wurde im Frühling 2016 geboren und war als Testlauf bis Ende 2016 angelegt. Wir waren in der Folge jedoch schlicht überwältigt über die Vielzahl der positiven Reaktionen, welche wir auf das Konzept erhielten. Besonders erfreulich war, dass diese nicht nur aus dem engsten Freundeskreis sondern teils von völlig unerwarteter Seite kam. Dies war uns Ansporn und Herausforderung zugleich: Es ist eine Sache die Familie und die ganz engen Freunde zu bekochen, aber eine ganz andere für „unbekanntere“ Bekannte gegen Entgelt zu kochen. Die Ansprüche sind zu Recht höher, die Fehlertoleranz tiefer und konsequenterweise unsere Pulsfrequenz höher </span><span class="cf1">J</span></span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">Besonderen Dank gebührt aber vor allem denen, welche nicht nur das Konzept gelobt sondern sich auch tatsächlich angemeldet haben. Es braucht doch auch etwas Mut sich in einem fremden Wohnzimmern mit teils unbekannten Gästen an einen Tisch zu setzen und sich von Leuten bekochen zu lassen, bei denen man noch nie gegessen hat. Dem Feedback nach den ersten vier Anlässen zu beurteilen, hat es bislang aber noch niemand bereut und wenn alle wiederkommen, die dies angekündet haben, so müssen wir uns keine Sorgen über die Auslastung im 2017 machen ;-)</span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">Wenn wir von unserem Projekt erzählen, so werden wir meist über unsere Motivation befragt, da es offenbar für Viele eine Last scheint „sich sowas anzutun“. Für uns ist dies hingegen kein Stress sondern Kraftfeld, Entspannung und Ausgleich vom Alltag. Einerseits haben wir Freude an guten Lebensmitteln und es ist für uns ein Lob an die Natur, wenn man diese veredeln und mit der geschickten Kombination von Gewürzen zu etwas Delikatem zubereiten kann. Weiter durchforsten wir gerne Kochbücher und Zeitschriften nach spannenden Rezepten oder vergleichen die verschiedenen Zubereitungsarten von Klassikern um daraus das schmackhafteste und einfachste Rezept zu destillieren. Manchmal lassen wir uns auch durch die Betrachtung der Gemüse und Früchte zu Eigenkreationen inspirieren. Die Suche nach interessanten Rezepten, gutem Fleisch, Gemüse und Wein zu vernünftigen Preisen und deren saisongerechte Zusammenstellung zu einem Menu ist eine wunderschöne und anregende Tätigkeit. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">Man könnte nun einwenden, dass man dies ja auch für sich alleine tun kann und nicht auch noch acht Personen dazu laden muss: True indeed, but: es macht uns viel grössere Freude, wenn wir damit anderen eine Freude bereiten und unsere Leidenschaft mit ihnen teilen. Die interessierte Zuhörerschaft und die gespannte Degustation der unterschied­lichsten Absinthes, das bewusste Essen und Trinken sowie die angeregten Gespräche und das fröhliche Lachen sind mehr als genug Lohn für den Aufwand. Hinzu kommt, dass wir wohl in den letzten vier Monaten Sonntagsküche ein Vielfaches an positivem Feedback für unsere „Arbeit“ erhalten haben als in unseren zusammengezählt 70 Jahren Berufserfahrung (obwohl wir dort gleich viel Herzblut investieren)…</span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">In diesem Sinne möchten wir uns ganz herzlich bei Euch für das Interesse und die Unterstützung im 2016 bedanken und freuen uns auf viele kulinarische Neuent­deckungen, spannende persönliche Begegnungen sowie Nebenprojekte. Wir sind bereits in der freudigen Planung für unseren ersten „externen“ Anlass im Frühjahr 2017 für welchen wir von einem Quartiertreffpunkt angefragt worden sind.</span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">Fröhliche Festtage und alles Gute im 2017!</span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">Susann und Adrian</span></div><div><br></div><div>  </div><div><br></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 04 Jan 2017 19:55:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Von Selbstversuchen, Schattenparkern und Weihnachtsgutzi]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_8bl57pwz"><div>  </div><div><span class="fs19">„es gibt nichts Gutes, ausser man tut es“ war eine der Devisen, welche mich durch die Kindheit begleitete. Die Folgen war meist positiv und auch im schlechteren Fall nichts, was sich nicht durch eine Schimpftirade der Eltern oder einen kurzen Besuch auf der Notfallstation wieder regeln liess.<br></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">„durch Schaden wird man klug“ hiess es, wenn ich mir mal wieder ein Loch im Kopf nähen lassen musste, weil wir auf der Baustelle im Quartier das SPQR Schild aus dem Asterix nachbauten und mir der krönenden SPQR Backstein auf den Hinterkopf gefallen war. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Diese Mottos scheinen jedoch ausgedient haben, wenn ich diese Woche in der Zeitung lese, dass man nun auf Traktoren die Gurtentragpflicht einführen will. Aber vielleicht habe ich die Medienberichte übersehen, welche über das unendliche Leid der abertausenden von verwaisten Bauernkindern berichten, deren Eltern bei Traktorunfällen ums Leben kamen, welche mit der Gurtentragpflicht hätten verhindert werden können? </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Diese (und andere) Überreglierungen provozieren die Bürger zu Selbstversuchen: so wurde z.B neulich in einem gross angelegten Selbstversuch eine Person in eines der wichtigsten politischen Ämter der Welt gewählt, welche weniger politische Erfahrung hat als der Gemeindepräsident von Bümpliz. Notabene per demokratisch legitimierten Volksentscheid ganz legal und zum Erstaunen und Ärger der Arrivierten.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Als kulinarisch Interessierter habe ich dieser Tage ebenfalls zwei – allerdings deutlich weniger gefährliche - Selbstversuche unternommen und zwar Tests von alkoholfreiem Bier resp. Weihnachtsgebäckrezepten.</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Früher reihte ich alkoholfreies Bier in die Kategorie Ski- und Velohelme, gore tex Motorradjacken oder „aufgrund des Wetterberichts den Schirm mitnehmen“ ein: nix für coole Typen sondern was für Gelbe-Ampel-bremser, Schattenparker, Nach-dem-Weg-Frager oder Gebrauchsanweisungsleser. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">In den letzten Jahren mehrten sich allerdings bei mir begleitende unerwünschte physiologische Symptome beim Genuss alkoholischer Getränke, weshalb ich neulich im Edeka das Regal der alkoholfreie Biere aufsuchte und von jeder Sorte eine Flasche mitnahm. Mit dem Degustationsblock in der Hand machte ich mich im Laufe der letzten Woche an die 14 Flaschen und verteilte Zensuren wie „riecht nach feuchtem Müllsack“ oder „schmeckt nach süsslichem Karton“. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Die negativen Bewertungen waren allerdings die Ausnahme und folgende fünf Biere waren richtig gut: Becks blue, Warsteiner alkoholfrei (beide Pils), Rothaus Weizenzäpfle, Franziskaner Weissbier alkoholfrei (beide Weizenbiere) und Franziskaner Weissbier Blutorange (eine Art Weizenbier mit Picon).</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Doch damit nicht genug mit Selbstversuchen: In den Ladengeschäften wurde ja schon vor Wochen die Sommerschlussverkauf-Dekoration durch „Ho-ho-ho“ grunzende Santa Claus abgelöst. Dies erinnerte mich daran, dass ich dieses Jahr nun endlich mal Weihnachtsplätzchen selber backen wollte. In Ermangelung von Familienrezepten, welche seit der Völkerwanderung mündlich überliefert wurden, konsultierte ich meine einschlägigen Kochbücher und habe dieses Wochenende die ersten Versuche durchgeführt. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Sehr zufrieden war ich mit dem Ergebnis bei den Brunsli und den Zimtsternen. Ziemlich gut fand ich auch die Spitzbuben, während die Mailänderli noch etwas Potential nach oben haben. In die Kategorie „interessant“ fiel hingegen die „Melonen-Sterne“ und direkt im Abfall landeten die „Grenadine Jellies“, welche geschmacklich und von der Konsistenz her eher an Fensterdichtungen mahnten. Die guten Rezepte sind nun auf der Webseite, die Verbesserungsfähigen mit einem EU-tauglichen Warnhinweis versehen und die untauglichen im Altpapier.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">In diesem Sinne wünsche ich allen eine erfahrungsreiche kommende Woche und den Mut und die Musse, wieder einmal etwas Neues zu probieren.</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Liebe Grüsse, Adrian &nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 20 Nov 2016 14:11:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Neue Rezepte November]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_4o2915qr"><div><b class="fs19">Vorspeisen</b></div><div><div>  </div><div><i><span class="fs19">-&nbsp;</span><span class="fs19 cf1">Kichersablés</span></i></div><div><i><span class="fs19 cf1">- Sesamringe&nbsp;</span><br></i></div></div><div><div><i><span class="fs19 cf2">- Tinto nero –Grissini</span><span class="fs19 cf2">&nbsp;</span></i></div></div><div><b><br></b></div><b>Hauptspeisen:</b><div><span class="fs19">-&nbsp;<span class="cf1">Jumeau</span></span></div><div>- Outlaw</div><div>- Quiche Susann</div><div><br></div><div><b>Beilagen und Basics:</b></div><div>- Buttemoscht<br></div><div><i>- Chévre Grenadine</i><div><i>-&nbsp;Kichererbsenbrötchen (glutenfrei)</i></div><div><i>- Languechiot</i></div><div><i>-&nbsp;Salsifis</i></div></div><div><br></div><div><b>Desserts:</b></div><div><div><i>- Apfelchutney</i></div><div>- Brunsli</div></div><div><div><i>-&nbsp;Chameau</i></div><div>- Mailänderli</div><div>- Melonen Sterne</div><div><i>-&nbsp;Mixage</i></div><div>- Pain d'épices et des fruits<br></div></div><div><div>- Spitzbuben</div></div><div>- Susanns Magenbrot</div><div>- Sweet Dreams 1</div><div>- Sweet Dreams 2</div><div><div>- Zimtsterne</div></div><div><div><br></div></div><div><b>Cocktails</b></div><div><i>- Margarita</i></div><div>- Sparkling Rose</div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 06 Nov 2016 16:36:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[About Roses]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_s9g905vn"><div>  </div><div><span class="fs14"><span style="line-height: 25px;">Von Adrian bekam ich allerhand schöne Geschenke zum Geburtstag. So zum Beispiel eine Sonderedition vom Geo zum Thema Jugendstil und Art déco. Diese Epoche ist für mich sehr wichtig. In meinem Blog über weisse Leinentischwäsche nahm ich euch schon mal vertiefter in diese Innenweltenbilder mit und zeichnete eine Szenerie aus dem Fin de Siècle. Was mich genau daran fasziniert, vermag ich bis heute nicht unbedingt mit Worten auszukleiden. Vielleicht am ehesten so: Ich fühle mich dieser Zeit sehr nah. Vielleicht ist es die Sehnsucht nach einer Zeit, in der es noch keine Hektik gab. Keine Dauererreichbarkeit, keine Schlagworte wie Entschleunigung oder Wohlstandsverwahrlosung, kein Fastfood, Easy Travelling und schon gar nicht die Fun-Gesellschaft. Alles heutige Zeitgeister, mit denen wir leben müssen oder es zumindest ansatzweise gelernt haben, damit umzugehen.</span><br></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Nun bin ich bei einem meiner „Lieblingswörter“ angekommen, dem Entschleunigen. Gegenpol zu Beschleunigen. Im Moment ist in Basel die Herbstmesse. Wenn ich als auf meine weiterführende Tram warten muss, komme ich an diesem Rummel vorbei. Sehe den Bahnen zu, die mir beim reinen Zusehen Übelkeit verursachen, weil sie rasend schnell sind. Meist kreisherum. Mein Magen dreht sich von alleine ohne darauf gesessen zu haben. Doch nicht nur das ist mein Gefühl, sondern der jährliche Wettbewerb noch schneller, noch höher, noch teurer. Die Menschen bezahlen dafür und schätzen sich danach einer Erfahrung reicher. Alles was zählt ist der Thrill. Okay, definitiv nicht mein Ding!</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Kürzlich las ich von Flaubert Madame Bovary. Was mich extrem berührte war die hörbare Stille. Von weither Pferdegetrappel, das Ticken der Wanduhr und Schlagen zur vollen Stunde, das Knarzen des Holzbodens und das Atmen des Gatten, lesend am Cheminée, während der Novemberwind um die Häuser fegt. Diese Szenerien gibt es heute nicht mehr. Fährt mal ausnahmsweise kein Auto auf der eigentlich ruhigen Quartierstrasse empfinden wir es bereits als „still draussen“. Ich versank mit Wohltat zurück in mein Buch und tauchte ab in die Stille. In diese gezeichneten Bilder einer Welt, die nicht mehr wieder kommt. Oder doch ? </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Ich erhielt von Adrian nämlich noch anderes Lesematerial. Für mich eine Kostbarkeit. Voller Juwelen und Edelsteinen. Nämlich das Kochbuch von Olivier Streiff. Es wurde am 6. Oktober 2016 veröffentlicht. Am 29. Oktober signierte er es in einer uns bekannten Buchhandlung in Beaune. Leider war das aber für uns doch zu weit an diesem Tag. Dies mindert jedoch in keinster Weise meine Freude daran. Ich nehme es dann einfach zum signieren mit bei unserm nächsten Besuch. Auf mein Thema zurückkommend: Fasziniert finde ich meinen Eindruck bestätigt, den ich euch im Blog „Dritter Versuch“ anfangs September schon erzählt habe. Oliviers guter Freund, nämlich Nicola Sirkis, schreibt im Preface zum Buch, dass die Ruhe und Stille, die Oliviers Küche verbreitet, äusserst bemerkenswert ist. Man könnte meinen, Nicola und ich hätten uns ausgetauscht. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Doch genau dies ist der Punkt. Für diesen meinen heutigen Blog. Die Ruhe, die Entschleunigung in der Küche. Genau an diesem baue ich auch. Zum Beispiel verwende ich deshalb sehr gerne die alten Gemüsesorten. Nun dürft ihr lauthals über mich lachen. Ich hab vor ein paar Tagen per Handy mit Adrian im Tram unser kommendes Menu zwecks Einkaufsliste besprochen. Ausgerechnet ich, die eigentlich äusserst ungern und nur im allerhöchsten Notfall in der Freizeit telefoniert… </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Vis-à-vis&nbsp; sass eine ältere Frau und ich konnte deren Stielaugen beobachten, wie ich von rotem Mangold, Schwarzwurzeln, Kürbis und erst noch selber kochen sprach. Offenbar sind solche Gespräche nicht mehr en vogue. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Jedenfalls erinnerte ich mich, wie an der vergangenen Sonntagsküche ein weiblicher Gast lobend zu mir sagte, dass ich die Messlatte sehr hoch für die Damen am Tisch setzen würde. Dies nachdem ich allen erklärte, wie ich den Rosengelee zubereitet habe: Eine liebe Kollegin kam von ihrem China-Urlaub zurück und drückte mir ein Beutelchen Teerosenköpfchen in die Hände. „Du weisst sicher was damit anzufangen“ meinte sie lächelnd. Zu Hause überbrühte ich sie dann mit heissem Wasser und vollendete sie mit arabischem Rosenwasser. Das exakte Prozedere des Rezeptes ist zu lesen unter Les deux Reines auf www.homeparadize.com unter Desserts. Was mir aber eine Gedankenreise auslöste waren die jeweiligen Schriftzeichen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Auf dem Rosenbeutel die Chinesischen und auf der Flasche die Arabischen. Dies reichte um in mir eine Gedankenreise auf der Seidenstrasse auszulösen. Ich zuckelte auf dem Rücken eines Dromedars unterhalb des mächtigen Himalayas in Richtung Sahara. Ich weiss, geografisch geht das nicht ganz auf, was ich schreibe, gefühlsmässig ja. Jedenfalls wechselte das Dromedar zu einem Kamel und ich kam an. Die Rosen, durch die lange Reise glühender Sonne und kalten Mondnächten ausgesetzt, verströmten einen paradiesischen Duft und erzählten von längst vergangenen Zeiten. Zogen mich in die Rosenarien alter Schlösser. Zu wilden Rosen, die sich alten Gemäuern entlangranken. Zeigten mir Madame Bovarys Hände, den Hochzeitsstrauss aus drei Rosen in den Händen haltend. Reisten mit mir zu den mittelalterlichen Kathedralen in ganz Europa verstreut, machten mich auf die Fensterrosen und Schlusssteine aufmerksam. Allesamt in der vollendeten Form einer Rosenblüte. Mir wurde bewusst, dass ich nicht zum ersten Mal in die Mysterien der Rose initiiert bin. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Weit weg von der Küche? Ja vielleicht. Doch nicht ganz, ich habe ja Rosengelee gekocht. Was das mit Entschleunigen zu tun hat? Nun es ist ein Rezept, das nur durch die Geduld und Weile gelingt. Aufkochen, über mehrere Stunden ziehen lassen, nochmals aufkochen, abkühlen und stehenlassen. Ein Prozess über ein, zwei Tage bis das Resultat vorzeigbar bzw. geniessbar ist. Was ich final damit meine ist, ich mag es über Tage verteilt zu kochen. So beginne ich jedes Mal, wenn wir eine Grosseinladung oder die Sonntagsküche haben, ein paar Tage zuvor mit den ersten Vorbereitungen. So zieht zB seit gestern der Kürbis im Safranbad und das Magenbrot trocknet seit 24 Stunden auf dem Blech. Was genau ich dann mit dem roten Mangold und den Schwarzwurzeln noch alles anstellen werde, weiss ich momentan noch nicht. Mein Herz wird es mir dann beim Schälen und schneiden sagen. Bei mir läuft das Kochen nämlich so, als ob sich eine Rosenknospe öffnet und das geht ja auch nicht ratzfatz sondern in Slowmotion. Wären wir also wieder am Anfang des Entschleunigungsblogs.</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 06 Nov 2016 15:36:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[von Nobelpreisträgern, Wildschweinen und Wahlkämpfern]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_b396ijcd"><div>  </div><div><span class="fs19"><span style="line-height: 25px;">Diese Woche wurde bekannt, dass „Mr. Tambourine Man“ Bob Dylan der Literatur-Nobelpreis verliehen werden soll. Daraufhin gingen in den einschlägigen Feuilletons die Diskussionen los, ob dies nun richtig sei und es wurde teils beklagt, dass man diesen Preis doch besser einem von der Intelligentia hochgeachteten aber der breiten Öffentlichkeit weitestgehend unbekannten Schreiberling hätte geben sollen.</span><br></span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Nun, wenn man im 2009 jemanden den Friedens-Nobelpreis verleihen konnte, dessen wesentliche Leistung zu diesem Zeitpunkt darin bestand, dass er trotz seiner Hautfarbe zum US Präsidenten gewählt wurde und dass er mit „yes we can“ einen eingängigen Slogan im Wahlkampf verwendete, so kann man wohl auch getrost Bob Dylan ehren. Letzter hat unvergessliche Personen geschaffen, wie etwa die hochmütige Dame im „Like a Rolling Stone“ welche vor dem Fall „used to ride on a chrome horse with your diplomat who carried on his shoulder a siamese cat“. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Aber eben „the timest hey are a changing“ und das Risiko, dass die aktuellen Kandidaten für das US Präsidentenamt einen Nobelpreis erhalten, erscheint überschaubar. Der diesjährige Wahlkampf fällt eher unter das Motto „Desolation Row“ &nbsp;und die Lieblingssongs des republikanische Kandidaten sind wohl am ehesten „I and I“, „License to kill“ oder „Don’t think twice, it’s alright“. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Letzte Woche wurden dessen „my back pages“ offenbar und wir wissen nun, dass sein Motto - im Gegensatz zum aktuellen Amtsinhaber – offenbar „yes, I can“ lautete. Dies löste einen globalen Shitstorm aus und Dylan Songs wie „Just like a woman“, „absolutely sweet Marie“ oder „Lay, Lady, lay“ sind offenbar nicht (mehr) Nobelpreis-würdig.</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Aber wechseln wir von den Höhen der Politik in die Höhen der Kulinarik. Hier haben wir das Glück, in unserem Bekanntenkreis einen vielfältig begabten Freund zu haben, welcher in seiner Freizeit als „Man in the long black coat“ gekleidet nächtelang „all along the watchtower“ im Wald von Bettingen nach Wildschweinen Ausschau hält und diese erlegt. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Gemäss dem 1988er Dylan Song „Death is not the end“ haben wir vorgestern am Txoko einen von ihm gejagten, exzellenten Wildschweinbraten &nbsp;zubereitet. &nbsp;Als Vorspeise gab es saisongerecht von „Maggie’s Farm“ eine Kürbissuppe mit Ingwer und Jakobsmuscheln.</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Den krönenden Abschluss machte „one more cup of coffee“ zusammen mit einem „knocking on heavens door“ himmlischen Tiramisu. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 23 Oct 2016 08:21:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte Oktober]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_k202223a"><div><span class="fs19"><b>Vorspeisen:</b></span></div><div><span class="fs19"><i>Kürbis-Ingwer-Suppe mit Jakobsmuscheln</i></span></div><div><span class="fs19"><i>Piroschki</i></span></div><div><span class="fs19">Randensuppe</span></div><div><br></div><div><span class="fs19"><b>Hauptspeisen:</b></span></div><div><div><span class="fs19">Filet mignons mit Meerrettich-Senf-Decke</span></div></div><div><span class="fs19">Herbstpastete</span></div><div><span class="fs19">Lamm-Curry-Tagliagta mit Kürbis und Stangensellerie</span></div><div><span class="fs19">Mangoldwickel</span></div><div><span class="fs19"><i>Wildschweinbraten</i></span></div><div><span class="fs19">Zitronen-Kalbsschnitzel</span></div><div><br></div><div><b style="line-height: 25px;">Basics und Beilagen:</b><br></div><div><span class="fs19">Bratkartoffeln</span></div><div><span class="fs19">Hokaido</span></div><div><span class="fs19">Joghurt-Salatsauce</span></div><div><span class="fs19">Spätzle</span></div><div><span class="fs19">Zwiebelsauce</span></div><div><br></div><div><span class="fs19"><b>Desserts:</b></span></div><div><span style="line-height: 25px;">Cantucchi</span><br></div><div><span class="fs19">Les deux reines Mary et Marie</span></div><div><span class="fs19">Heidelbeermuffin</span></div><div><span class="fs19"><i>Tiramisu</i></span></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 07 Oct 2016 13:22:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[von zu vielen Kilos, zu wenigen Lösungen, Goethe und Sonnenuntergängen]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_s8i19l5o"><div>  </div><div><span class="fs14">Heute betreten wir ein düsteres Kapitel der kulinarischen Erkenntnisgeschichte: gut essen ist mit der Zufuhr von Kalorien verbunden.<br></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Dies war für mich jahrzehntelang eine lapidare Erkenntnis, da ich ungeachtet der Art und Menge der eingenommenen Speisen und Getränke mein Idealgewicht beibehielt. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Aus unerfindlichen Gründen änderte sich dies vor ein paar Jahren und ich kam nicht umhin zu konstatieren, dass ich 0.005 Tonnen zu schwer bin. Dies tönt besser als fünf Kilo, ändert aber nichts an der Tatsache als solcher.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Daran ändern auch die Kommentare meines Umfelds nichts, wonach ich „für mein Alter“ durchaus nicht dick sei. (Danke für den zusätzlichen Tritt ans Schienbein…). </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Aber was tun? In der Buchhandlung sah ich einen Titel „Die Macht des Unterbewusstseins“ und meine erste Idee war, dass ich am einfachsten dadurch abnehmen würde, in dem ich meinem Unterbewusstsein mein Übergewicht regelmässig in Erinnerung rufen würde. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">So kaufte ich mir eine digitale Waage und stand jeden Morgen auf die Waage in der Hoffnung, dass die Kilos so auf&nbsp;wieder auf&nbsp;so wundersame Weise verschwinden würden, wie sie aufgetaucht waren. </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs14">Dem war leider nicht so, was ich in der Folge jeden Morgen mit auf 100g genauer digitaler Präzision erfahren musste. Also ehrlich gesagt, waren mir die analogen Waagen irgendwie sympathischer, wo man mit einer leichten Veränderung des Blickwinkels sich relativ einfach ein halbes Kilo leichter sehen konnte…</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Nun gut, dies wäre vielleicht tatsächlich etwas zu einfach gewesen. Also erwog ich mehr Sport zu treiben. Bei mir im Büro habe ich diesbezüglich ein leuchtendes Vorbild, welcher dank drei Mal Sport pro Woche innert weniger Monate sein Kampfgewicht deutlich erkennbar reduziert hatte. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Als ich jedoch neulich am Samstagmorgen auf meiner Terrasse den ersten Espresso trank, joggten ein paar mittelalterliche Herren vorbei. Diese waren gekleidet in modischen Turnschuhen, Fitness-Trackern, Lycra Hosen und Funktions-shirts deren Gesamtwert wohl das Monatssalär einer Aldi Verkäuferin locker überstiegen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">So weit – so gut.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Beim Näherkommen vernahm ich dann allerdings deren Keuchen, welches an einen defekten Laubbläser erinnerte. Die verzerrten Gesichtszüge waren unterlegt mit einer Farbe, welche deutsche Schlagersänger als „Sonnenuntergang in Capri“ besingen würden. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Anmutig und würdevoll sieht anders aus.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Ich musste mir jedoch eingestehen, dass ich mit meiner zehnjährigen Turnhose zwar sicher günstiger aber kaum eleganter unterwegs wäre und verwarf den Gedanken Sport zu treiben gleich wieder.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Nun, wenn der Mehrverbrauch von Kalorien keine Option ist, dann vielleicht am anderen des Prozesses, d.h. weniger Kalorien aufnehmen? </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Bis dato beschränkte sich meine Kenntnis von Diäten auf Garfields „seafood diet“ („every time I see food, I eat it“) resp. auf die Titelblätter der einschlägigen Magazine „in sechs Wochen zur Bikini-Figur“ oder „in 29 Tagen zum Six Pack“, welche bislang „warum ein Six Pack haben wollen, wenn man ein ganzes Fass haben kann“ kommentiert hatte. Da diese Artikel jeden zweiten Monat in den besagten Zeitschriften erschienen, hegte ich auch gewisse Zweifel an der Nachhaltigkeit der propagierten Massnahmen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Allerdings begleitet mein vorgenannter Arbeitskollege sein Fitnesstraining mit einer Monbazillac (oder so) Diät. Diese hat aber wenig mit dem gleichnamigen Süsswein zu tun. Ich sehe ihn jedenfalls selten über Mittag eine Foie Gras mit Sauternes verzehren, obwohl ich bei einer solchen Diät sofort mit dabei wäre…. Da der Erfolg bei ihm unübersehbar ist, erkundigte ich mich über diese Methode.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Er erläuterte mir, dass in dieser Diät die Kombination gewisser Speisen „nicht erlaubt“ sei. Damit war für mich dieser Vorschlag ebenfalls gegessen. Wenn ich koche oder esse, so sollen dies Speisen sein, die zusammen harmonieren und nicht solche, welcher irgendein selbsternannter französischer Diätpapst als miteinander kompatibel betrachtet!</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Ein mögliches Fazit wäre nun wie Goethe’s Faust zu erkennen „Da steh ich nun ich armer Tor, und bin so klug als wie zu vor“. Ich halte es aber eher mit Heinz Erhard, der feststellte „Das erste was man bei einer Abmagerungskur verliert ist die gute Laune“ oder Wilhelm Busch der schon vor Jahrzehnten konstatierte „Des Schweins Ende ist der Wurst Anfang“.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">In diesem Sinne: guten Appetit und bis bald, Adrian&nbsp;</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 15 Sep 2016 09:07:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Dritter Versuch]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_71p7418u"><div>  </div><div><span class="fs14">So; nun aber... Nicht umsonst sagt man ja „Aller guten Dinge sind drei“. Also hoffe ich, dass dieser Blog endlich im dritten Anlauf nicht wieder meiner eigenen Zensur zum Opfer fällt.<br></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Seit ein paar Wochen knoble ich an diesem Blog. Fühle die Worte in mir, doch sie wollen einfach nicht richtig raus. Es gibt vieles, was ich alles gleich auf einmal schreiben will und schon ist der Trichter wieder verstopft. Was rauskäme, wären kleine dünne Vermicellewürmchen, die zwar zum Essen fein sind, aber nicht sättigend wären... Ich will ja nicht in die Oberflächlichkeit abdriften, so mein Credo. Auch so eins übrigens. Und gleich noch ein viel Schöneres: Lasst mich ein wenig mit den Buchstaben austoben. Mal sehen was dabei rauskommt. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Unser Entschleunigungsurlaub mit dem Hausboot auf dem Canal de Nivernais in der Bourgogne war sehr schön. Tat uns beiden gut und ist noch sehr präsent. Lange Wasserstrassen, die wir im Schneckentempo von maximal 8 km/h befuhren. Dutzende Fischreiher, Eisvögel und Fluggänse über den Köpfen. Die vorausspringenden unsichtbaren Fische, für einen Wimpernschlag in schillerndem Silber sich uns zeigend als stete Begleiter. Dutzende Libellen und noch viel mehr Tagpfauenaugen, die sich auf dem Handrücken zu den Sommerfliedern in der nächsten Schleuse chauffieren liessen. Sie alle trugen zur Entschleunigung bei. Auch das Gewitter um Mitternacht auf dem Fluss. Weit und breit kein Haus oder Mensch, ausser uns. Der Alltag schien Lichtjahre entfernt und es gab nur noch Ruhe und Stille. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Schleusen, Seile auswerfen, Boot festmachen und irgendwann ankern. Danach kochen. Gut kochen. Sogar sehr gut. Der Gasherd arbeitete in dieser Zeit viel. Alle vier Platten übrigens. Das Wasser des Flusses löste neue Ideen aus und die sprangen dann in die Pfanne. Doch bitte fragt mich nicht, was ich alles gekocht habe. Ich weiss es nicht mehr. Dennoch jammert Adrian immer noch über seine paar Kilos zu viel. Man sieht sie ihm aber nicht an. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Wir entdeckten kleine französische Städtchen, fühlten uns wohl und zogen trotzdem weiter auf der Wasserstrasse, um eine gefühlte Ewigkeit später das Boot sicher im Hafen abzugeben. Riesige Bereicherung und unbedingte Wiederholung versprachen wir uns gegenseitig. Auch die vielen Liebeserklä­rungen ans französische Essen und den feinen Weinen kamen aus vollstem Herzen. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Nun kommt mein ganz persönlicher Ferienhöhepunkt. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Samstag, 16. Juli 2016, 1915h, 6 Rue Luis Véry, 21200 Beaune. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Le Relais de Saulx.</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Olivier et Nina Streiff</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Freundlich strahlend empfing uns Nina während mir das Herz bis zum Halse schlug und ich dennoch stilsicher auf Französisch unsere Reservation über die Lippen brachte. Sie wies uns einen Tisch mit Blick in die offene Küche zu. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Was mich gleich vom ersten Moment in Bann zog, war die meditative Ruhe, die aus der Küche ins Lokal strömte. Ich fühlte mich vollkommen wohl. Wie in eine warme Decke gehüllt. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Ich zählte sechzehn Stühle, das heisst zwei Vierer- und vier Zweiertische. Solide Holztische, fotografische Portraits von Trauben, dem Algentropfen und der halbierten roten Zwiebel. Ein Bücherregal mit klassischer Literatur, mit warmer Empfehlung des Hausherrns. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">An der Wand die grosse Schiefertafel auf der drei Vorspeisen, drei Haupt­speisen, drei Desserts und der l’Assiette de Fromage zu lesen sind. Nina erklärte uns das Prinzip und die Preise. Leicht verdattert schauten wir uns an, erstaunt und erfreut, dass der Gault Millaukoch sein Dreigangmenu und alles in Bio-Dynamischer Lebensmittelqualität für 32 Euro anbietet. Wir lesen ein Weilchen, weil jede Variante einen Höhenflug darstellt und sich alles mit allem wunderbar kombinie­ren lässt. Die Wahl fiel nicht ganz leicht. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Schliesslich entschied ich mich für den <span class="cf1">Tomaten-Mango-Gurken-Gaspacho zur Vorspeise. Adrian wählte den Lachs Carpaccio mit Fenchelsamen und Fenchelöl. Mein Gaspacho wurde in einem Teller aus Steingut serviert, der mit kleinen roten Rosetten aus Oliviers spektakulären Tomatenmark angereichert ist. Dieses verläuft auf der Zunge und damit entfalten sich die Gewürze wie Oregano, Majoran und Lavendel. Feines Meersalz und Piment nahm ich wahr. </span></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Im Messingpfännchen der gekühlte Gaspacho, den ich selber in den Teller verteilte. In der Farbe meines Lieblings Rot übrigens, dem samtenen Braunrot. In der Nase riecht er nach Gurke, auf der Zunge nach Mango und in der Kehle nach Tomate. Für mich ganz hohe Kochkunst. Dazu knabberte ich an einem salzigen Grissini mit Fenchelsamen und Chiliflöckchen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Mein Hauptgang bildete Oliviers Zucchetti-Chorizo-Risotto, den man tatsächlich hätte trinken können. Ein Kritiker lobte mal Oliviers Risotto; dass man den trinken könne, weil er so leicht und fliessend ist. Adrian wählte das Lammfilet mit diversen Kräutern und Sommergemüse. Zum Dessert assen wir dasselbe: Pistaziendiplomat mit warmen Aprikosen im Honig und hausgemachtes Lavendelglace. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Nachdem wir das Essen ausgewählt hatten, stellte uns Nina die Weinkarte vor. Adrian fragte sie nach einer Empfehlung und sie zeigte uns etwa 10 passende Rotweine aus diversen nahen Weinbergen rund um Beaune, in Nichtbio-, Bio- oder Demeterqualität. Mein Weinliebhaber wählte erstaunlicherweise einen Demeterwein aus. Lachend meinte sie: Ahhh; der vom Weingut meines Papas, also Oliviers Schwiegervater. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Während wir also dasitzen und sonst eigentlich immer viel miteinander plaudern, schwiegen wir dieses Mal. Versunken in dieser angenehmen Ruhe und gespannter Erwartung. Mein Blick wanderte erneut in die Küche und auf einmal stand er da. Mit dem Rücken zu mir allerdings. Dennoch unverkennbar. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Er sieht aus wie ein Vanillestängel auf zwei Beinen. Gross und schlaksig. Natürlich dressed in Black. Olivier Streiff- der Gothic Koch. Ich kann den Blick nicht von ihm lassen, mit welcher Anmut er mit dem Schwingbesen in einem Messingpfännchen irgendeine Köstlichkeit rührt. Ich kippe fast in Ohnmacht (jaja lacht nur ;-) wie er sich dann umkehrt und hochkonzentriert den Inhalt des Pfännchens in kleine Schälchen verteilt. Ich bin fasziniert über den in seiner inneren Kochwelt versunkenen Menschen, der mit ruhigen und höchst präzisen Bewegungen die Speisen auf die Teller drapiert. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Vorsichtig stellt Nina die wunderbar duftenden Speisen vor uns ab, erklärt was wir geniessen werden und überlässt uns dem Staunen. Aus dem komme ich kaum heraus. Bin begeistert. Das kleine Messingpfännchen scheint ein Zauber­topf zu sein und nie leer zu werden. Der Tag hat hundert Stunden und wir sitzen sicher schon drei Wochen dort. Irgendwann kommt der zweite Gang und auch dieses Schüsselchen wird nie leer. Soll es auch nicht. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Adrian und ich geniessen still und blinzeln uns immer wieder verliebt in die Augen. Ich will nicht mehr weg aus dieser wunderbaren Stimmung. Das Dessert schliesslich lässt mich beinah heulen, weil ich mir wie eine Biene vorkomme, die im Nektar ertrinkt. Ich liebe seit längerem Lavendel. Oliviers Lavendelglace schleudert mich quer durchs Land, direkt in die Provence. Grillenzirpen, gol­dene Gluthitze, blau violette Lavendelfelder, dröhnendes Bienengesumme und ein wenig weiter im Blickfeld das Meer. Mer Méditerranée. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Dieses himmlische Essen genossen und diese wundersame Stimmung erlebt zu haben, fasziniert mich bis heute. Berührt bin ich wie auch die beiden in einer uns gleichen Harmonie einander in die Hände arbeiten. Die gegenseitige Liebe die Arbeit durchdringt und die Gäste daran teilhaftig werden. Auch Oliviers meditative Ruhe steckte unglaublich an. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Mein Fazit gilt immer noch: Nach einer Woche auf dem Hausboot war dies das i-Tüpfelchen der Entschleunigung. Zu Recht nennt man Olivier Streiff in Frankreich Le poète du Goût. Zum Glück liegt Beaune nicht so weit von uns entfernt, der TGV fährt direkt hin. On reviens. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Nun aber haben Adrian und ich unsere Sonntagsküche am Samstag eröffnet und öffnen mit unsern Speisen Fremden ein wenig die Fenster zu unseren Herzen und Seelen. Am vergangenen Samstagabend jedenfalls sprangen die Begeisterungs­funken und unsere Gäste waren allesamt sehr angetan von unserer farbigen schönen Küche. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Während ich den Oregano auf die Teller zupfte und die getrockneten Lavendelblüten zwischen den Fingern verrieb, dankte ich den Göttern, dass ich mit diesen schönen Kräutern Farben und Bilder zeichnen vermag. Jedenfalls reiste ich damit direkt zu Streiffs, um ihnen nochmals zu danken für diesen Höhepunkt in meinem Leben. Dann zog es mich weiter hinab, direkt nach Marseille, wo ich Hand in Hand mit Adrian am Vieux Port stillversunken den Wellen lauschte. Dem ewigen Rhythmus von Kommen und Gehen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">A bientôt, Susann</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 09 Sep 2016 04:42:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte September]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_g2cecg52">Neu oder überarbeitet:<div><b>Vorspeisen</b></div><div>Grissini</div><div>Les septs</div><div><br></div><div><b>Hauptspeisen:</b></div><div>Beluga et vert, rouge, orange et un peu japonais</div><div>Filet mignons mit Kräuterfüllung</div><div><i>Kalbsbraten mit Portweinsauce</i></div><div><i>Pilz und Brot</i></div><div>Les portes du soir</div><div>Printemps orange et vert</div><div><i>Ragout mit Kalb, Quitten und Pilzen</i></div><div>Rindstagliata mit Zitronen und Oliven</div><div>Saltimbocca alla romana</div><div>Shay!!!</div><div><i>Susanns Sugo</i></div><div>Tüften</div><div><br></div><div><b>Basics und Beilagen</b></div><div>Drehbaguette</div><div>Les herbes de Susann</div><div><i>Kartoffelbohnen</i></div><div>Ofengemüse</div><div>Risotto piemontese</div><div><i>Spatzerl</i></div><div><i>Vollkornbrot</i></div><div><br></div><div><b>Desserts</b></div><div>Lemberger Brombeerkuchen</div><div><i>Panier</i></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 28 Aug 2016 07:07:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[White Linen]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_16rm5xye"><div>  </div><div><span class="fs14"><span style="line-height: 25px;">Für unsere Sonntagsküche haben wir den Anspruch nicht nur ausgezeichnet zu kochen sondern auch den Tisch schön zu decken. Natürlich tun wir dies auch für uns selber oder wenn unsere Freunde mitessen. Aber für „fremde“ Gäste ist es gleich nochmal was anderes. Der Blick in den Schrank zeigte umgehend, dass wir zwar jederlei schöne Tischwäsche haben, jedoch nicht für den ausgezogenen 1,20 x 220cm langen Tisch. Vor vierunddreissig Jahren lernte ich den Beruf der Textilverkäuferin, Spezialgebiet Tischwäsche und so erwachte eine alte Liebe.</span><br></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Damals lernte ich die Unterschiede der diversen Stiche und Stickereien auf Leinen, Halbleinen und Baumwolle kennen. Wusste, mit welchen Materialien die Klöppelspitzen, Guipurespitze, Hohlsäume gestickt bzw. hergestellt werden. Mich beeindruckte am Meisten die Handfertigkeit der Appenzeller Bauern­frauen, die in ihrer eher kargen Freizeit feinstes Leinen- oder Organzagespinnst mit zarten Stichen bestickten. Die Ornamente der Guipurespitze und deren spezielle Machart fasziniert mich bis heute. Allerdings konnte ich mir damals nicht vorstellen, dass mich dies nach vierunddreissig Jahren wieder neu begeistern könnte. Zudem lagen diese schönen Stücke fernab meines damaligen Lehrlingslohnes, als dass ich sie jemals meiner Mutter als Weihnachtsgeschenk hätte schenken können. Und fürs Sparen für die Aussteuer war ich eine Generation zu jung. Neuwertig liegen sie leider bis heute jenseits meiner finanziellen Machbarkeit, denn Leinen mit Handstickerei gehört zu den Luxusgütern; dies zu Recht, denn sie sind WUNDERSCHÖN. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Wie ich im vergangenen Winter den Haushalt meiner Mutter auflöste, hoffte ich vergeblich auf solch schöne Trouvallien. Ich fand zwar jede Menge weisse Leinenservietten von meiner Grossmutter und allerhand anderes, aber leider keine Tischdecken aus Leinen. Aber zum Glück gibt’s die Brocki.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Ich erinnerte ich mich nämlich, dass ich mal dort aus dem Augenwinkel Tischwäsche gesehen hatte. Gestern und heute suchte ich nun meine Lieblingsbrockenstube auf und wurde fündig. Gekauft, gewaschen und wenige Stunden später trocknen die drei frisch gewaschenen blüten-weissen und passend-grossen Leinentischtücher an der Wäscheleine. Eines davon hat eine Klöppelspitze, das andere einen Hohlsaum, das Dritte ist „ganz schlicht“. Nun muss ich sie nur noch durch die Mangel ziehen, dann sind sie für unsere Sonntagsküche im September bereit. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Als ich die Tischtücher vorhin zusammenlegte malte ich mir aus, wie viele Essende wohl zuvor an dieser schönen Tischwäsche Freude gehabt hatten. Wer was damals vor vielen Jahrzehnten darauf gegessen hatte. Denn es sind wirklich alte Tischtücher, die schon unsere Grossmütter gehabt haben müssen. Ich stellte mir vor, wie wohl meine eigene Grossmutter gekocht hat. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Auf einmal fühlte ich einen ganz zarten Duft eines Kalbsragouts mit Lorbeer in meiner Nase aufsteigen und natürlich den passenden Kartoffelstock. Vielleicht war sie ja so mutig wie ich und rieb eine Knoblauchzehe dazu. Vielleicht aber bin ich so mutig wie sie, weil sie darin Pionierin war und ich ja von irgendwoher dieses Koch-Gen haben muss;-) Ich weiss es aber nicht, weil ich sie nur meine ersten zwei Lebensjahre gekannt hatte; somit gar nicht. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Jedenfalls ging mein Traum weiter und ich sah das Rotkraut in einer Schüssel dampfen. Dieses himmlische Rotkraut, das unsere Männer im Txoko mal gekocht haben. Fragt mich nicht, weshalb ich ausgerechnet am 10. August von einem solch deftigen Winteressen träume. Vielleicht aber hat es mit der draussen herrschenden wenig sommerlichen Temperatur von 17,1 Grad zu tun. Oder eben mit der Leinentischwäsche. Sie betreibt nämlich eine ganz besondere Magie mit mir. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Adrian hat mit grosser Liebe und sehr fundiertem Knowhow die Absinthekarte auf www.sonntagskueche.ch zusammengestellt. Er weiss sehr viel über die Herstellung, Zubereitung, Verbreitung, Distillerien usw usf. Dies ist zwar auch spannend für mich, doch nicht ganz mein Thema. Meine Fantasie kommt ins Rollen bei der Verbindung des Absinthes zur Belle Epoque, dem damaligen Zeitgeist und den damit verbundenen Geschichten. Vor allem die Werbeplakate, die Flaschen­etiketten und vor allem die Mythen interessieren mich. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Doch darauf möchte ich heute nicht näher eingehen, sondern auf die Vorstellung, dass auf vielen dieser weissen Leinentischdecken sicher auch der eine oder andere Absinthebrunnen gestanden ist. Menschen am Tisch versammelt, auf ein Glas dazu eingefunden und einander zuprostend. Die Köchin die dampfenden Schüsseln in die Mitte auf den Tisch stellend. Aus dem Grammophon, in Mono und mit knarzender Nadel Debussys Claire de lune. Novembernebel und heisse Kürbissuppe. Absinthe und Rotwein. Die Dame des Hauses im dunkelbraunen Leinenkleid mit dem hellblauen Kragen und den Ärmeln aus Guipurespitze. Der Hausherr im Aubergine farbenen langen Kittel aus Chintz. Die Westminster Standuhr, die Stunde schlagend und vor dem Kamin der schlafende Dackel…</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Solches ging mir beim Wäscheaufhängen durch den Kopf. Mächtige Freude durchflutet mich, dass wir mit solch schöner Tischwäsche für die Sonntagsküche den Tisch decken verbunden mit wunderbarem <span class="cf1">Essen und Getränken, welche alle Dankbarkeit und Freude ausdrücken. </span></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Dankbarkeit, dass Adrian und ich, wir beide also, das Geschenk der Kreativität mitbekommen haben und diese auch übers Kochen ausleben. In allen leuchtenden Farben der ganzen Gemüse- und Früchtepalette, den Fischen und dem Fleisch, dem Brot und den Desserts soll sich unsere Freude auf den Tellern spiegeln.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Lasst euch überraschen; nicht nur der Absinthebrunnen sondern auch den der eigenen Kreativität sprudelt munter weiter. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">À bientôt, Susann</span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">&nbsp;</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 14 Aug 2016 13:59:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte August]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_o01o61cu"><b>Entrées</b><div>Butter</div><div>Gurken-Melonen-Gaspacho</div><div>Olivenflans</div><div>Peperonisalat</div><div>Petitpains</div><div>Pilzbaguette</div><div>Schinkenröllchen<br></div><div>Ungarisch gefüllte Paprika</div><div><br></div><div><b>Hauptgänge</b></div><div>Gefangene Eier</div><div>Gefüllte Tomaten</div><div>Kalbsfilet im Teig</div><div>Poulet créolienne</div><div>Ratatouille niçoise</div><div><br></div><div><b>Desserts</b></div><div>Feigenkuchen</div><div>Ingwer-Glacé</div><div>Schokoladekuchen</div><div>Schokoladenmousse</div><div><br></div><div><b>Beilagen und Basics</b></div><div>Auberginen-Gratin</div><div><br></div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 24 Jul 2016 09:53:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Talulla - .. et si tu veux, rève avec moi….oder: Über die Vorfreude, Teil II]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_96k31125"><div>  </div><div><span class="fs19">„… sicher nach Marseille?“ fragte mich heut Morgen ein Arbeitskollege nach meinen Ferienplänen. “Nein, einfach aufs Wasser. Auf den Fluss -zur Entschleunigung. Genauer gesagt auf die Yonne.“ „Ahh - ins Burgund!“ Ich freue mich heimlich, weil jemand von hier wusste, durch welches Département die Yonne fliesst. Ich vertraute ihm noch ein paar kleine weitere Reisedetails an. Wir verabschiedeten uns und jeder krempelte seine Ärmel kurz vor dem Sommerurlaub nochmals kräftig hoch.<br></span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Während ich in der Mittagspause Adrians Blog korrigierte, löste eine kleine Phrase in seinem Text meine Erinnerung an den Traum der vergangenen Nacht aus. Da sassen wir nämlich schon bei einem unseren tatsächlichen Ferienhighlights am Tisch. Nennt es pubertär oder Midlifecrises meinerseits; egal, ich bin alterslos. Deshalb gilt beides und ich bin weder über das eine noch andere betupft. Doch lest diesen Beitrag über den Link selbst: http://www.une-annee-en-cote-dor.com/lamour-ca-se-cuisine-tous-les-jours/. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Im Traum war also bereits der eine Samstagabend in unsern Ferien und wir beide sassen nun also bei Streiffs am Tisch. Mein hochverehrter Koch und seine Frau mit uns über diverseste Kräuter, alte Sorten Gemüse und Reben am fröhlichen debattieren. Auch welches Olivenöl nun das Mundigere sei. Solches und anderes war unser Tischthema als sich der Herr mit bis anhin dem Rücken zugewandt zu uns umdreht und wir in das altbekannte Gesicht von Nicola Sirkis blicken. Er nickt uns freundlich zu, fragt, ob er sich an der Diskussion beteiligen darf. Was wir ihm natürlich keinesfalls abschlagen. Zu neugierig was er zum Thema Kochen, Gemüse, Wein und Olivenöl und auch sonst alles zu erzählen weiss. Im Traum bekochten Adrian und ich dann Nicola, Nina und Olivier. Doch als ich auch endlich einen Bissen kosten wollte, bimmelte mein Wecker… </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Jaja, ich sags ja immer; der Mensch muss Träume haben. Und manche davon ins Leben holen und sie ausleben. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">So erfüllen Adrian und ich unser beider langer Traum: Die Sonntags-küche (www.sonntagskueche.ch). Nebst ausschliesslich unsere lieben Freundinnen, Freunde und Bekannte, Kinder und Verwandte zu bekochen, stellen wir uns ab August 2016 mutig jeden ersten Sonntag­abend im Monat an den Herd. Wir bekochen „Fremde Gäste“ mit einem saisonalen Dreigänger inklusive Wein, Wasser und Kaffee und Absinthe zum Auftakt für CHF 55.--. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Mittlerweile haben wir Menues für bis in den Dezember aus unserm beachtlichen Fundus zusammengestellt und an gewissen Orten schon Flyer verteilt. Freudig an vielen Stellen davon erzählt und dabei auf begeistert-freudiges Echo gestossen. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Doch vorab geht’s bald auf in die Entschleunigungsferien! Auftanken auf dem Wasser, irgendwo im Burgund. Essen und Trinken, was in der kleinen Kombüse zu kochen möglich ist. Kräfte und Ideen sammeln, sich treiben lassen, den kräuselnden Wellen, die das Hausboot hinterlässt nachblicken, mit dem Gequake der Frösche einschlafen, um ausgeruht am andern Morgen die Taue zu lösen, ein kleines Städtchen aufzusuchen, die Boulangerie und ein paar Croissants und Baquette zu kaufen. Früchte, Gemüse und Wein. Und Käse. Und die rote Zwiebel. </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Von der übrigens ein grosses Bild, um nicht zu sagen eine Hommage, im Relais du Saulx hängt. Ich sags ja schon immer, die grossen Köche kochen nur mit ihr. Doch als ich sie vor fast 19 Jahren kennenlernte, war ich noch im Traumland, wegen dem „irgendwann mal ein Wohnzimmer-Restaurant zu haben“. Und auch Sonstigem. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Doch aus manchen Träumen wurde Realität und heisst nun Leben. Meins. Quelle joie! </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19"><b><span class="cf1">Ferme les yeux, le temps s'en va</span></b><b><br><span class="cf1"> </span><span class="cf1">Et si tu veux, rêve avec moi</span><br><span class="cf1"> </span><span class="cf1">Nous deux sous les étoiles sur les montagnes</span></b></span></div><div>  </div><div><b class="fs19"><span class="cf1">Sous les étoiles</span><br><span class="cf1"> Ensemble hissons les voiles</span><br><span class="cf1"> Comme un signal</span><br><span class="cf1"> Hissons les voiles</span><br><span class="cf1"> Par milliers tes baisers te diront avec le vent, les oiseaux</span><br><span class="cf1"> Bonne nuit bonne nuit</span><br><span class="cf1"> Par millions les poissons te diront avec les vagues, les sirènes</span><br><span class="cf1"> Talulla Talulla</span><br><span class="cf1"> Lalalala</span></b></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf2">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Nicola Sirkis, Alice &amp; June, 2005</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Geniesst euren Sommer und das Geschenk, das Leben heisst.</span></div><div>  </div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">A bientôt, Susann</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 07 Jul 2016 17:33:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Vom Jassxit, Blasendruck und Thermomix]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_6kal026k"><div>  </div><div><span class="fs19"><span style="line-height: 25px;">Als ich neulich morgens erwachte, blieb ich zuerst einen Moment im Bett liegen. Waren die schauderhaften Vorfälle am Vortag tatsächlich passiert oder war alles nur ein schlimmer Traum gewesen? Ich fühlte mich wie David Cameron und Roy Hodgson in Personalunion nach ihrem jeweiligen Brexit.</span><br></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span style="line-height: 25px;">Schlaftrunken wankte ich in die Küche und wurde der Menge der nicht abgewaschenen Gläser gewahr: Definitiv kein Traum sondern ein Trauma: Der Jassxit hatte stattgefunden: mein Jasspartner und ich hatten gestern hochkant verloren. Unsere Geheimwaffe – der „geschobene Rückhand-Slalom“ – war so wirkungslos verpufft wie die Ermahnungen der Eltern pubertärer Kinder, sie sollen doch früh zu Bett gehen, damit sie am nächsten Tag in der Schule dem Französisch-Lehrer aufmerksam zuhören können.</span><br></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Immer noch diesen düsteren Gedanken nachhängend stieg ich in den Mietwagen, der mich zu einer Sitzung am anderen Ende der Schweiz bringen sollte. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Plötzlich hatte ich andere Probleme: Beim Rückwärtsfahren aus dem Parkplatz bimmelte es an allen Ecken und Enden. Ich kam mir vor wie im Spielsalon der 80er Jahre, wo der Flipperkasten unter Sirenenalarm fünf Zusatzbälle auf das Spielfeld spuckte, wenn man die Kugel am richtigen Ort versenkt hatte.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich hielt sofort an und studierte das Display, welches links und rechts Abstandswarnungen signalisierte und mir mitteilte, dass ich nun rückwärtsfuhr, weshalb an der Stossstange eine Art Überwachungskamera aktiviert werde. Ich dankte freundlich dem Hinweis, aber da vor mir eine Wand und links und rechts andere Autos standen, konnte ich leider nicht anders aus der Parklücke fahren. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich legte wieder den Rückwärtsgang ein, worauf das ganze Gebimmel von Neuem anfing. Leicht genervt fuhr ich zügig rückwärts um dem Unfug ein baldiges Ende zu setzen. Glücklicherweise hatten sich hinter dem Auto keine spielenden Kinder befunden. Diese hätte ich vor lauter Alarmsignalen sicherlich überfahren.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Bereits leicht verschwitzt stand ich am nächsten Rotlicht als unvermittelt der Motor abstellte. Eine Schockwelle durchfuhr mich. Ich erinnerte mich, wie ich als 20jähriger mit meiner Yamaha DT auf der Autobahn einen Lastzug überholen wollte, als mir mitten im Vorgang der Sprit ausging. Mit 122,5 km/h - Tendenz rapide sinkend - versuchte ich auf der Überholspur neben dem 40 Tönner hektisch den Benzinhahn unter dem Tank zu ertasten und auf Reserve umzustellen. Dass hinter mir im gefühlten Abstand von 20 cm ein hupender Deutscher in seinem BMW den Lastzug ebenfalls überholen wollte, machte die Situation nicht besser… Ich hätte allerdings nicht erwartet, dass mir das gleiche 25 Jahre später in einem Mietwagen wieder passieren könnte.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Die Ampel schaltete auf grün noch bevor ich weiter überlegen konnte, wo sich wohl in diesem Mietwagen der Benzinhahn befinden könnte. Reflexartig wechselte ich von der Bremse aufs Gas, worauf der Motor in wundersamer Weise wieder ansprang. Als ich die Geschichte am Abend meinen Kollegen erzählte erfuhr ich, dass dies kein Fahrzeugdefekt sondern eine Tribut an die EU- Abgasrichtlinien war. Mein Verständnis für den Brexit wuchs umgehend. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Der Mietwagen-Horror ging jedoch weiter: Als ich auf der Autobahn fuhr, hatte ich eigenartige Sehstörungen. In unregelmässigen Abständen von bloss wenigen Sekunden erschien ein merkwürdige Flackern links und rechts am Rande meines Blickfelds. Ich erinnerte mich im Wartezimmer meines Zahnarztes in einer Regenbogen-postille vor Jahren gelesen zu haben, dass dies die ersten Anzeichen von epileptischen Anfällen sind. Na prima: dies auf der Autobahn bei 150 km/h und ohne eine unterschriebene Patientenverfügung. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Mein Puls stieg rapide an und proportional dazu vergrösserten sich die Schweissringe unter meinen Achseln. Ohne Konsultation des 500 seitigen Handbuchs in 28 Sprachen hatte ich es leider weder geschafft in dem komplexen Menu des Bordcomputers die Klimaanlage einzuschalten noch den Sender von Radio Seefunk auf etwas für unter 80 jährige umzustellen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Als langjähriger Yoga-Praktiker vermochte ich mich unter Einsatz passender Atemtechniken wieder in den grünen Bereich zu bringen und die Lage zu analysieren. Dabei stellte ich fest, dass das Flackern nicht von meiner Grosshirnrinde sondern von den Aussenspiegeln ausging. Dort leuchteten jeweils irgendwelche Warnzeichen auf, wenn ich an anderen Autos vorbeifuhr. Am Abend erklärten mir meine Kollegen, dass dies ein Hinweis auf sich im toten Winkel befindende Objekte sei und dass man dies im eigenen Auto normalerweise unmittelbar nach dem Kauf abstellen würde.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">To make a long story short: verglichen mit meinen eigenen 10 resp. 20 Jahre alten Autos, scheinen die 2016er Modelle vollgestopft mit unnötigen Features zu sein, welche die Aufmerksamkeit des Fahrers von der Strasse und den anderen Verkehrsteilnehmern ablenkt. Das grossartigste in dieser Hinsicht fand ich die Anzeige des Reifendrucks im Display: ich nehme an als nächstes zeigt man den Füllstand der Blase des Fahrers an, mit dem Hinweis, dass er demnächst ein WC aufsuchen solle… </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Versteht mich nicht falsch: Ich stehe dem technischen Fortschritt grundsätzlich äusserst positiv gegenüber und bin normalerweise unter den First Movers, wenn es etwas Neues gibt: Allerdings vermag ich in den obigen Entwicklungen den Fortschritt nicht ganz zu erkennen. Diese Beobachtungen leiten nahtlos über zum kulinarischen Thema des heutigen blogs, dem Thermomix.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich werde regelmässig von meinen Freunden geneckt, weil sich in meiner Küche zahlreiche Utensilien befinden, die der Durchschnittshaushalt nicht unbedingt mehrmals täglich braucht: angefangen vom Trüffelhobel übers Parmesanmesser, das Ausbeinmesser bis hin zur Glacémaschine. Insofern wähnte ich mich durchaus in der Zielgruppe des Thermomix, dem neusten Küchentool, welches in Portugal beliebter als das iPad sei, obwohl er das Doppelte eines durchschnittlichen Monatslohn koste. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Gemäss den begeisterten Kundenmeinungen wird dieser offenbar vorwiegend von Leuten gekauft, die (vorher) nicht gerne kochten resp. die keine Zeit fürs Kochen haben. Die Begeisterung am Thermomix rühre daher, dass dieser nach einem vorgegebenen Rezept die Zutaten wiege, hacke, knete, rühre, mixe und koche und den entmündigten „Koch“ Schritt für Schritt anleite. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich habe zugegebenermassen noch nie einen Thermomix in Action gesehen, aber wenn man den Berichten im Internet Glauben schenken darf, so wirft man gemäss den Instruktionen auf dem Display Lebensmittel in den Kessel. Dieser rüttelt und schüttelt und knattert dann und irgendwann gibt es ein abschliessendes „BING“ – Essen ist fertig! Ein solches Treiben würde ich beim besten Willen nicht als Kochen bezeichnen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Bei der Nahrungsaufnahme unterscheide ich seit langem zwischen „essen“ und „verpflegen“. Beim Essen habe ich Zeit und Musse und geniesse die einzelnen Aromen und deren Zusammenspiel. Verpflegung ist hingegen das schlichte Befriedigen körperlicher Grundbedürfnisse etwa in der Kantine oder mittels Tiefkühlpizza. Diese Unterscheidung ist wertneutral und im Wesentlichen eine Frage der Umstände und Möglichkeiten. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Der Thermomix dient offenkundig einzig der Zubereitung von Verpflegung nicht jedoch von Essen. Wer essen will, kommt um kochen nicht herum: Dieses beginnt beim Pflücken der entsprechenden Kräuter im Garten (oder im Migros). Beim Waschen verströmen diese den ersten Duft und beim klein hacken erhalten wir ein Gefühl für ihre Konsistenz. Beim Erwärmen des Olivenöls ist es entspannend zu beobachten, wann dieses die richtige Temperatur hat, um die gehackten Zwiebeln und den gepressten Knoblauch anzubraten. Der Geruch dieser Dreifaltigkeit liebe ich jedes Mal aufs Neue. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Besondere Freude bereitet ebenfalls das Anbraten und Garen des Fleischs. Dieses sorgfältige Manövrieren mit der Temperatur in der Bratpfanne, dass es schön gebräunt ist und innen dennoch roh bleibt. Anschliessend das gemütliche Niedergaren mit dem steten Kontrollblick auf das Thermometer, dass ja die Idealtemperatur nicht überschritten wird.&nbsp;</span><span style="line-height: 25px;">Daneben den Wein zum dritten oder vierten Mal darauf hin überprüfen, ob er wirklich keinen Korken hat und den Tisch schön decken während sich im ganzen Haus der feine Essensduft ausbreitet:</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">DIES ist Kochen, meine lieben Wuppertaler Thermomix Ingenieure und nicht „Reinwerf-Rüttel-Bing“! </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Mein persönliches Wochenfazit: Sowohl bei den Autos wie auch den Küchengeräten ist nicht jede Weiterentwicklung ein Fortschritt. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">In diesem Sinne mein Schlachtruf: nicht nur Verpflegen sondern ab und zu auch Essen !</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">bis bald, Adrian&nbsp;</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 03 Jul 2016 19:01:00 GMT</pubDate>
			<link>http://homeparadize.com/blog/?id=6kal026k</link>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte Juli]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_1lx84gla"><b>Vorspeisen:</b><div><span class="fs14.25">- Apérolettes</span><br></div><div>- Salée - Sucrées</div><div><br></div><div><b>Hauptspeisen</b></div><div>- Salambo</div><div>- Pollato</div><div>- La Provence</div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 03 Jul 2016 18:55:00 GMT</pubDate>
			<link>http://homeparadize.com/blog/?id=1lx84gla</link>
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		</item>
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			<title><![CDATA[Et voilà]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_x64q8zpe"><div>  </div><div><span class="fs14"><span style="line-height: 25px;">Vergangenen Sonntagabend las ich Zeitung - während mein Lamm­ra­gout mit Auberginen, grünem Spargel, rotem und grünem Basilikum, abgelöscht mit Portwein - vor sich hinköchelte. Ich las von den Strassen­schlachten der Hooligans und den kriegsähnlichen Zuständen in Mar­seille und brach in Tränen aus. Eigentlich wollte ich mich nach dem Essen voller Freude und Begeisterung endlich an meinen Marseillerblog setzen, um euch ein paar Impressionen mitzuteilen. Doch meine Bestür­zung war sehr gross und der Alltag forderte in der vergangenen Woche seine volle Aufmerksamkeit. Also starte ich eine knappe Woche später, kurz vor dem letzten Spargelschälen für dieses Jahr, einen zweiten Anlauf.</span><br></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Für alle Blogeinsteiger wichtig zu wissen: Ich liebe Marseille. Aus vielen Gründen. Mein mehr oder weniger Dauerblogthema. Und nein, es ist auch kein verirrter Reiseblog sondern eine Wiedergabe meiner Impres­sionen. Doch lest selbst:</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Wir kamen am Freitagmittag vor Pfingsten an. Im Gegensatz zu letztem Jahr empfing uns diese Mal nicht der warme Mittelmeerwind sondern geich der Mistral. Er umschlang uns mit seiner ganzen Macht, blies die ganzen fünf Tage und bescherte aber 25 Grad und Sonnenschein. Einmal sogar setzte er mich mit seinen mehr als 50 kmh unvermittelt auf den Po. Ein anderes Mal deckte er am Cours d’Estienne d’Orves die gedeckten Tische der Restaurants ab und später fegte er Adrian und mich am MuCem beinahe weg. Ich liebe - und tat es schon immer - den Wind, doch der Mistral ist ein neues noch spannenderes Kapitel. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Nun also trotzten wir dem Mistral und suchten unser Hotel, das übrigens im Lodi liegt und nicht wie von mir zuvor vermutet im Le Panier oder Noailles. Zu sagen ist allerdings, dass Lodi direkt neben Noailles liegt und ich im Vorfreudeblog ein paar Wochen zuvor, immerhin nicht ganz falsch lag. Egal, wir trotzten dem Wind und fandens. Packten aus, wechselten die Schuhe und los gings. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Eigentlich wollten wir schnurstracks zum Vieux Port, doch der Hunger lenkte uns am Cours Julien in eines der vielen Bistros. Dort verdrückte ich meinen ersten Salat Nicoise mit frischem Brot und Weisswein aus der Region: Ich weiss nicht mehr, ob Cassis oder La Ciotat, aber jeden­falls weit im Süden. Blickte in Adrians Augen, lauschte dem Französisch rundherum, dunkle Wolken jagten dem Sonnenschein hintendrein, um erneut von den Sonnenstrahlen aufgefressen zu werden und war glücklich. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Wir bestaunten in den Strassen um den Cours Julien die vielen Graffitis an den Laden- und Hausfassaden. Die Stadt Marseille erlaubt nämlich in einzelnen Quartieren die Streetart. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Immer noch am Cours Julien blieben wir dann beinah drei Stunden am Bücherflohmarkt hängen. Praktischerweise lag gleich ums Eck unser Hotel; wir wollten ja unseren Bummel zum Hafen nicht mit ca. 8kg Büchern unter dem Arm machen. Eigentlich wollten wir ja direkt dorthin, doch verpassten wir die direkte Strasse. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Wir nahmen die nächste Querstrasse und schon standen wir in der Licorne Savonerie. Dies ist eine traditionelle Seifenfabrik und eine der grössten Marseilles. Ein kompetenter junger Mann lud uns ein zur Besichtigung und wir folgten brav den anderen Interessierten. Alles in allem spannend. Man fühlte sich etwa 150 Jahre zurückversetzt, denn die Seifenherstellung bei Licorne hat nichts mit Moderne zu tun. Später fanden wir heraus, dass wir immer noch am Cours Julien waren und um­geben von Restaurants. Kurzerhand reservierten wir in einem der kleinen, schmalen Bistros für 20 Uhr einen Tisch.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Vertraut durch die vielen Strassen gehend, in manche Schaufenster die Nase platt drückend, das erste Mal aus irgendeiner Küche gebrutzeltes Olivenöl mit Knoblauch riechend, kamen wir später dann doch noch zum Vieux Port. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Dann; ENDLICH !!! Der Blick aufs Mittelmeer. Das Riesenrad. Le Miroir. Arabische Trommeln dazu spontan tanzend zwei ganz kleine Kinder, Kräuter und Gewürze am Stand des Maghrebien, direkt am Stand bemalt werdende Keramik aus einer Potterie aus dem 9. Arrondissement, Seifen- und Gewürzgerüche alle direkt aus der Provence, Möwen­geschrei und Menschengelächter. Wellengeklatsche an den vielen Booten. Le Vieux Port. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Irgendwo der erste Kir, dem Treiben zusehend, lauschend, entführt in den Moment. Leben im Moment und nicht in der Vergangenheit oder der Zukunft sondern IM MOMENT. Das lehrte mich Adrian. Endlich kann ich es. Während dem Schreiben dieses Blogs bin ich aber vollkommen in meiner Bilderwelt und den vielen Erinnerungen an diese Tage versun­ken. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">An diesem Abend ass ich die für mich göttlichsten Fruits de Mer. Hübsch angerichtet ganz nach mei­nem Geschmack. Ganz kleine Pulpos, Cala­maresringe, Scampis, Peperoncini-Scheibchen, zer­pflückten Rucola, göttliches Olivenöl und Meersalz auf einem grossen Teigwarenblatt angerichtet. Als Dessert nahm ich ein Rosmarin-Pannacotta mit Zitro­nenmelisse. Dankbarer Pannacotta übrigens. Der lässt sich vielfältig anreichern. Lasst euch also überraschen, was mir alles noch an Rezep­ten in den Sinn kommen wird J</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Wir entdeckten viel Neues dieses Jahr und sahen sehr viel von Mar­seille. Begreift man das Terrassensystem ist es ein Leichtes sich zu na­vigieren. Irgendwann liefen uns die Tage davon und wir begriffen, wir haben noch lange nicht alles gesehen. Ein Grund mehr wieder­zukommen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Kaum zurück in Basel begannen wir die Serie Marseille mit Gerard De­pardieu zu gucken, die aus­schliesslich in Marseille gedreht wurde und beinah bei jeder zweiten Aussenaufnahme sagt einer von uns beiden, Ahhhh das ist doch dort, wo…</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Nur zweimal in Marseille und schon daheim. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Mais oui. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">À bientôt, Susann</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 26 Jun 2016 12:33:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte Juni]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_0hn867y2"><b>Vorspeisen</b><div>Tartinette<br></div><div><br></div><div><b>Hauptgang</b></div><div>Bella Italia</div><div>Boules de Marseille</div><div>Fava Salat</div><div>Filet Mignons mit Kräuterfüllung an Kräutersauce</div><div><br></div><div><b>Desserts</b></div><div>La Suzette</div><div>Parfait Grand Marnier</div><div>Rumtopf</div><div><br></div><div><b>Cocktails</b></div><div>Solaris</div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 17 Jun 2016 19:38:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte Mai 2016]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_z64w85xq"><b>Vorspeisen:</b><div><span class="fs14.25">Pilzbaguette</span><br></div><div><span class="fs14.25">Spargelsalat mit Pesto</span></div><div><br></div><div><b>Hauptspeisen</b></div><div>Meringues</div><div>Pistazienglacé</div><div>Rhabarberwähe</div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 29 May 2016 12:25:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Comme des héros - etwas über Helden]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_ep999i63"><div>  </div><div><span class="fs19"><span style="line-height: 25px;">Lasst mich hier ein wenig spinnen und austoben. Gedanklich! Kuli­narisch!</span><br></span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Es gibt „Berühmtheiten“, die mich ohne ihr Wissen schon lange auf meinem Weg begleiten. Mit denen ich liebend gerne mal am selben Tisch sitzen möchte und im Gespräch auf den Zahn fühlen und tausende Fragen stellen könnte. Für jeden der Erwähnten hab ich im Geist ein Rezept kreiert. Kommt; setzt euch mit an den Tisch und sperrt Ohren und Sinne weit auf. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf1">Dion Fortune 8.12.1890 – 8.1.1946, London, Rosenkreuzerin, Theosophin, Gründerin der Fraternity of the Inner Light, Autorin u.a. Die Seepriesterin (1938).</span></b></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf2">Mein liebstes Buch, das ich seit 32 Jahren einmal im Jahr lese und tiefverborgene Weisheiten darin finde. Für sie koche ich: </span></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf2">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">Dorade rouge an Cidre-Venus-Muschelsauce mit schwarzem Reis und Algen</span></b></div><div>  </div><div><span class="fs19">Die ganze Dorade lege ich in eine Gratinform, salze und pfeffere sie leicht, übergiesse das Ganze mit Cidre brut und schmore es bei 220Grad Umluft für ca. 25-35 Minuten im Ofen, je nach Grösse des Fischs. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Zwischenzeitlich koche ich 1 Kilo Venusmuscheln im Salzwasser und pule sie anschliessend aus der Schale. Das Muschelfleisch brate ich im Olivenöl mit einer kleinen feingehackten roten Zwiebel und einer Knoblauchzehe an. Würze es mit Chilisalzflocken und frischem Thymian und lösche es mit Cidre brut ab. Den Cidre lasse ich einkochen und giesse vor dem Austrocknen nochmals ca. 1 dl nach. Etwa 2-3 Minuten danach füge ich ca. 1dl Rahm hinzu. Ab dann die Sauce nur noch leise köcheln lassen.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Die frischen Algen gut durchspülen, salzen und pfeffern, mit ein wenig Zitronensaft und Olivenöl besprenkeln. Dies als kaltes Gemüse oder leicht angedünstet mitservieren. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Den schwarzen Reis weiche ich die Nacht zuvor ein und koche ihn dann im selben Wasser. Beim Kochen verändert er leicht seine Farbe und wird dunkel Violett. Somit wären wir bei Dions Geburtsnamen: Violet. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Sie würde ich u.a. fragen, wie es ihr mit der Seepriesterin gelang, das nicht ganz einfache Thema des Anima- und Animus-Komplexes in ihren magischen Roman so leicht nachvollziehbar einzuarbeiten. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf1">Yves Henri Donat Mathieu-Saint-Laurent, 1.8.1936 – 1.6.2008, Paris, Haute Couturier, Parfume Créateur. </span></b></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf4">Mein Liebling unter den Couturiers. Ich liebe ihn für die Aussage: Tragt Blau und Schwarz zusammen. Oder Rot, Pink und Orange. Ihn bekoche ich mit:</span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf4">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">Mariniertes Lachsfilet in Himbeer-Cassisvinagrette auf rotem Gemüsebett mit Risotto nero und Kornblumen</span></b></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf2">600g Lachsfilet mit Haut, salzen und pfeffern, mit ca. 1 dl Himbeer-Cassis-Essig marinieren und ein wenig ziehen lassen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf2">In Längstreifen geschnitten je eine bis zwei rote und orange Peperoni, eine ganze Chilischote und eine rote Zwiebel, zusammen in eine Gratin­form schichten und das marinierte Lachsfilet darauf legen. Bei 220 Grad Umluft während 20-25 Minuten schmoren. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf2">Die schwarze Tinte des Tintenfischs gleich nach dem Andünsten des Risottoreises dazurühren. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf2">Den Risotto koche ich wie folgt: Im Olivenöl die Knoblauchzehe und Reiskörner anbraten. Sind sie glasig, mit heissem Wasser ablöschen und mit Rühren beginnen. Weiterrühren bis das Wasser aufgesogen ist, dann erneut heisses Wasser beigeben und rühren. Diesen Prozess solange wiederholen, bis das Reiskorn weich wird. Dann mit ein wenig Rahm, Butter und viel Parmesan, Salz und Pfeffer vollenden. Den schwarzen Risotto mit getrockneten Kornblumenblüten bestreuen. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf2">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf2">Monsieur Saint Laurent würde ich zum Beispiel fragen, ob mein Lieb­lingsparfume von ihm eine Hommage an eine Droge der 20er Jahre ist oder was ihn dazu inspiriert hat. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf2">Erzählen würde ich ihm, dass ich zwar aus Liebe zu Paris regelmässig an seinen Pariser Hommagen rieche, aber nie eine kaufen werde.</span></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf5">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b class="fs19"><span class="cf5">Justin Sullivan, 8</span><span class="cf5">. April 1956, Bradford, britischer Musiker, Gründer, Leadsänger und Gitarrist von New Model Army</span></b></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf6">Er fiel mir erst wieder mit den beiden Alben Between Dog and Wolf und Between Wine and Blood auf. Die Musik geht zwar durch Mark und Bein, doch sinds die Pagan-Lyrics, die mich geistig erzittern liessen. Welch tiefes altes Wissen um die keltische und nordische Mythologie er da hineingepackt hat. Deshalb gibt’s für:</span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf7">Wildkräutersalat, Lammlachse mit jungen Kartoffeln und weissen Spargelköpfen</span></b></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf6">Etwa 200g frisch gepflückte Wiesen- und Küchenkräuter: Löwenzahn, Ruccula, Gundermann, Vogelmiere, Dost, Brennesseln, Sauer- und Blutampfer, Gänseblümchen, Kerbel, Brunnenkresse, Zitronenmelisse, Borretsch, Schnittlauch und Pfefferminz. Die frisch gepflückten Kräuter mit Cassisessig und Walnussöl mischen, salzen mit Chilisalz und Piment d‘Esplette. Mit schwarzem Sesam und Lavendelblüten bestreuen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf6">Die Lammlachse mit Senf, Salz und Pfeffer marinieren und scharf anbraten, anschliessend im Ofen bei 220 Grad Umluft, ca. 35-45 Minuten im Bratgeschirr weiterbraten. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf6">Die jungen Kartoffeln ungeschält in kleinere Stücke schneiden und mit Butter und Olivenöl knusprig in der Gusseisenpfanne anbraten. Mit schwarzem Salz und Piment d’Esplette oder Chiliflockensalz würzen. Frische Kräuter darüber streuen.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf6">Die weissen Spargeln schälen, in viel Salzwasser mit einem Löffel Butter und einem kleinen Löffel Zucker weichkochen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf6">Den Salat auf einem andern Teller anrichten wie das restliche Essen. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6">Meine Lieblingsvariante des Spargeln essen: Mit viel frisch geriebenem Pecorino beschneien, mit Kräutersalz gewürzt und grosszügig mit Olivenöl beträufelt. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6">Justin möchte zum Beispiel den Lyrics von Horsemen (siehe unten) befragen, wie er an dieses alte Wissen gekommen ist. Ob dies sogar die Quintessenz seines Nahtoderlebnis­ses ist oder jahrelanger Studien in keltischer und nordischer Mythololgie.</span></div><div>  </div><div><i class="fs19"><br></i></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6"><i>It is written and so shall be</i></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6"><i>That all things will come to an end</i></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6"><i>For if we have to go, then it’s all coming with us</i></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6"><i>Come hell and high water</i></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6"><i>It must be, it must be</i></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6"><i>That on the far horizon</i></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6"><i>They’re saddling up the horsemen</i></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6"><i>&nbsp;</i></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6"><i>By candlelight, by oil-light, by the light of computer screens</i></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6"><i>Hunched over tables and endless calculations</i></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6"><i>Then inscribed in beauty upon paper, upon velum</i></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6"><i>Engraved upon the stones</i></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6"><i>It must be, it must be</i></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6"><i>That on the far horizon</i></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6"><i>They’re saddling up the horsemen</i></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6"><i>&nbsp;</i></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6"><i>JUSTIN SULLIVAN, HORSEMEN, BETWEEN DOG AND WOLF</i></span></div><div></div><div><b class="fs19"><br></b></div><div><div>  </div><div><span class="fs19">Für zwei andere ganz wichtige Frauen, F und M, die mich schon sehr lange Zeiten real begleiten, die mich jede auf ihre Art inspireren, möchte ich folgendes kochen: </span></div><div></div></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf7">Apfel-Carpaccio mit Kapern, Malvenblüten und Walnüssen, gerollte Kalbschulter im Cidre mit Frischkäse und Wildkräuter-Füllung, grüner Spargel mit Datteltomaten</span></b></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf6">Zwei knackige Braeburnäpfel, fein gerädelt und entkernt, mit den Kapern, gehackten Walnüssen und den Malvenblüten bestreuen, würzen mit Chilisalz oder persischem Blausalz. Mit Olivenöl und Himbeeressig grosszügig besprenkeln, damit die Äpfel nicht anlaufen. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6">1kg magere Kalbsschulter, dieser der Länge nach eine tiefe Tasche für die Füllung einschneiden. Mit nach­folgendem Gemisch füllen und anschliessend gut mit Küchenschnur zusammenbinden. Alles scharf anbraten und im Bratgeschirr mit Cidre übergiessen und während 50-60 Minuten schmoren lassen.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf6">Für das Gemisch: 300g Frischkäse nature, eine kleinere rote Zwiebel und Knoblauch­zehe, Schnittlauch, Ruccula, Pimpinelle, glatte Petersilie, Giersch, Gundermann, Salz und Pfeffer. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf6">Den grünen Spargel in drei Teile schneiden und im Butter und Olivenöl mit Bohnenkraut und Pfefferminz in der Bratpfanne brutzeln, salzen und pfeffern. Die der Länge nach halbierten Datteltomaten nur ca. 5 Minuten mitbraten, damit sie nicht zerfallen.</span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span style="line-height: 25px;" class="cf6">Ein Sprichwort sagt, man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist. Das tue ich demnächst; aber es gibt weitere wichtige Personen in meinem Leben. Solche, von denen ich die Bücher seitenweise beinah fresse, oder vor deren Bildern und Kunstwerken ich staune und bewegt bin, oder deren Musik ich sehr gerne höre </span><span style="line-height: 25px;" class="cf6">(</span><b style="line-height: 25px;"><span class="cf6">es gibt ja nicht nur Indo und NMA;-)</span></b><span style="line-height: 25px;" class="cf6">.</span><br></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf6">So würde ich beispielsweise Jo Nesbö fragen, weshalb er mit seinen Büchern in solch grauenhafte Abgründe der Menschenseele dringt. Oder von Nicola Sirkis, wie er es überlebt ohne seinen Zwillingsbruder oder eher Seelenzwilling zu leben. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf6">Oder an meine heiss geliebten Expressionisten wie beispielsweise Kirchner, Modigliani, Kandinsky, Chagall, Macke, Pechstein, Franz Marc usw. usf. deren Bilder und Holz­schnitte ich sehr gerne mag, hätte viele verschiedene Fragen. Von Kirchner beispielsweise würde ich gerne wissen, weshalb er und auch die andern täglich mit Morphium und Opium hantierten. Ob nur so die künstlerische Aussagekraft zustande kam. Oder war es deshalb, um ihre unsägliche Armut zu betäuben, um daraus den Sinnenreichtum zu erfahren. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6">Mittlerweile mag ich die Impressionisten genauso gern im Speziellen Monet, Renoir, Degas, Manet. Diese Herren würde ich nach der Stille befragen. Der Stille und Harmonie, die von Monets Seerosenbildern ausgeht. Ihn würde ich fragen, ob er den Tag in seinem Farbenspiel beobachtete und daraufhin die Farben mischte für dieses faszinierende Bild. Oder ob er sich eines schönen Tages einfach hingesetzt hat und diese Stimmung aus dem Innersten heraus wiedergab.</span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6">Von Gustave Flaubert und Guy de Maupassant möchte ich erfahren, ob es diese beiden starken Frauenfiguren, Madame Bovary und die Gräfin de Guilleroy (aus Fort comme la Mort) in der Realität gegeben hatte. Oder ob sie diese zwei eigenwilligen, emanzipierten Psychogramme aus ihren Erzählungen selbst zum Leben erweckten. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf6">Solches und noch viel würde mich reizen „meine Helden“ zu befragen. Zum Dank für die ehrlichen Antworten würde ich sie bekochen. Dies als meine Ergänzung zum Gespräch bzw. der Beflügelung aller. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf6">Und immer sitzt mein Liebster als Zuhörer und Mitesser auch mit am Tisch. Der Mensch, der mich mit seinem lieben Wesen ermutigt, solche Blogs auf unsere Homepage zu setzen und damit ein klein wenig die Tür zur Welt öffnet.</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 29 May 2016 11:00:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Un ange a ma table]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_653s4ws2"><div>  </div><div><span class="fs16">Un ange à ma table</span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Zugegeben dies ist der Titel eins meiner Lieblingslieder von Indochine. Am liebsten natürlich die Liveversion aus dem SDF am26. Juni 2010 in Paris. 80000 Fans tanzend und mitsingend. Es soll aber jetzt nicht über meine eine Lieblingsband gehen, sondern einmal mehr um ein Lebensgefühl. Nämlich dem der Vorfreude. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Die bricht bei mir nämlich jedes Mal aus, wenn ich dieses Lied höre. Geistig sitze ich da nämlich immer im TGV und fahre Paris entgegen. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Oder Marseille.</span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Genau! Dorthin gehen Adrian und ich schon bald. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Fünf Tage lang Marseille. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Ahhh; C’est le Paradise.</span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Nun also stellen wir die Stadt zum zweiten Mal auf den Kopf, wahrscheinlich eher umgekehrt. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Ich fühle schon jetzt das nervöse Pulsieren in meinen Venen, wenn der TGV endlich nach Aix-en-Provence, dem letzten Stopp vor Marseille, zum Schlussspurt ansetzt und weiterrast. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Fühle wie das Meer bereits nach mir ruft. Blicke sehnsüchtig aus dem Zugfenster, um ja den Moment nicht zu verpassen, wenn er dann endlich Saint Charles erreicht. Steige aus und werde von einer warmen Woge umarmt. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Einer Umarmung, welche mir die warme Luft und das Meer zur Begrüssung schenkt. Mein Blick verschwindet im Nirgendwo; in der Ferne glitzern das Mittelmeer und der Horizont, beide blau. Beides sieht man nämlich vom Bahnhof aus, denn Marseille ist ziemlich hügelig. Wir müssen also hinab, wenn wir in die Stadt wollen. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Dort irgendwo in diesem Wirrwarr aus Strässchen, Gassen und Hauptstrassen werden wir unser Hotel finden. Irgendwo zwischen den Quartiers Noailles und Le Panier liegt es. Ich freue mich jetzt schon meinen Koffer hinter mir her zu ziehen und alle Eindrücke, die ich während dem Fussmarsch zum Hotel sammle, gierig aufzusaugen. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Einzusaugen diese Stadt, die in mir das Meer, die warmen südlichen Kochgerüche und somit Sehnsüchte auslöst. Dem raschen Französisch der Marseiller zu folgen, um in noch leicht gehemmten Brocken Französisch am Vieux Port den ersten Crème oder Kir zu bestellen. Je nach Ankunftszeit. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Ich freue mich jetzt schon auf die vielen kleinen Geschäfte, von denen ich mir wünsche, eines wäre mit Le Produits d’Homeparadize angeschrieben. Das wäre nämlich unser eigenes. Dort stünden in kleinen Gläsern unsere Confits, die in einem milden Essig eingelegten Gemüse und verschiedene Terrinen direkt neben dem selbstgemachten Ziegenkäse. Natürlich würde die ausgesuchte Sammlung von diversen Salzen nicht fehlen. Ebenso die Kräutermischungen in allen Gustos. Drei kleine Bistrotische mit 6 Stühlen, im Büchereck mit der ausgewählten kleinen Bibliothek, fabulierende Gäste. Unsere Gäste. Wir servieren eine kleine aber feine Karte mit unsern diversen Spezialitäten. Guter Wein darf nicht fehlen, ob rot oder weiss, ebenso wenig wie Marseiller Bier. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Die typischen Marseiller Seifen brauchten wir nicht selber zu verkaufen, denn die starken Düfte bringt sowieso der Wind vom Geschäft zwei Häuser nebenan rüber. Laut das Geschrei der Möven wenn früh morgens oder spät nachmittags die Fischkutter am Vieux Port anlegen und die Marseiller mit dem Einkaufen beginnen. Ein paar Stunden später bereitet sich eine feine Wolke über Stadt aus; in Olivenöl gedünsteten Rotbarben, Dorades und andern Meerfischen. Es riecht nach Plats du mer, Risotto noir, Knoblauch in Olivenöl und Bouillabaisse.</span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Wahrscheinlich werde ich dieses Jahr mal endlich eine essen. Dazu einen schweren und dunklen Rotwein aus Bandol trinken und mich im Paradies fühlen. Auch weil visàvis am Tisch mein geliebter Mann sitzt und wir zusammen diese schönen Momente erleben. Sind wir also zurück an den Ursprung dieses Blogs gekehrt mit dem Titel: Un Ange à mon Table. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Aber noch nicht am Ende des Blogs. Es geht ja um die Vorfreude. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Ich hatte vorhin schön Zeit meine seit vergangener Woche angeschwollene Vorfreude endlich auszuleben. Noch eine andere. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Vor ein paar Tagen las ich das Rezept <em><b>Fave alla poverella</b></em><em> </em>von Claudio di Principe, Kochbuchautor und einer meiner Lieblings-Kochblogger( Anonyme Köche). Wie ihr wisst lese ich Rezepte sehr gerne. Finde alles toll und spannend, aber in der Praxis kann ich mich einfach nicht an deren Umsetzung halten. Als Einkaufszettel klar und praktisch, in der Ideenküche unverzichtbar. Aber sie werden nie so, wie sie jemand geschrieben hat. Am Schluss wird immer irgendein „Meins“ draus. Eine meiner Eigenarten oder Freiheiten, wie mans nimmt. Anyway beim Lesen seines Rezepts begann mir bereits das Wasser im Mund zusammenzulaufen. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Er schreibt, dass sie nun endlich auf dem Markt seien, die ganz jungen, grünen Böhnchen aus Italien. Zu meiner Schande musste ich gestehen, dass die mir komplett unbekannt waren. Erst wie ich dann Fave gegoogelt hatte, erfuhr ich, dass dies „unsere“ Saubohnen sind. Mit meinem Bauchgefühl, dass die nicht beim Grossisten zu finden sind, lag ich richtig und fand sie erfolgreich im Alimentari Italiani. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Ein warmes Ciao zwischen der Ladenbesitzerin und mir und ich fühlte mich wie damals in der Cinque Terre auf dem Markt. Ich spreche zwar kein Wort Italienisch behaupte ich bis heute, doch beim Einkaufen oder in der Pasticceria fabuliere ich munter drauf los. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Jedenfalls kaufte ich heute Mittag glücklich mein erstes Kilo Fave, eine Schote Peperoncini, frischen Pfefferminz und Knoblauch, ein Sack Trafilatura al Bronzo (grosse dicke Pastaröhren) und ein grosses Stück Pecorino Cosu, den Rezenten der Pecorino Sardo’s. Das alles sollen mein Sohn und ich nun abends essen. Er ist mal wieder mein Testesser und geht in dieser Rolle komplett auf; was bedeutet; er geniesst es. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Mit den Faves hatte ich nun zwei Stunden Vollprogramm. Tatsächlich stellte ich mich ein wenig unbeholfen an, weil noch nie damit gekocht noch sonst verwendet. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Die Schoten sind sehr fleischig und mindestens 15cm lang. Sie mit dem Messer zu rüsten war für mich von Anfang ein NoGo; sie lassen sich nämlich mit ein klein wenig Fingernagel sehr gut öffnen. Aus der Schote gepult purzeln dann meist um die 5-6 kleinere Bohnen heraus. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Irritierend fand ich allerdings das Schlammgrün, der im Salzwasser während 10 Minuten lang zu siedenden Bohnen. Komplett gegenteilig zu den Grasgrünen auf Claudios Bild. Irgendwann kam mir die glorreiche Idee mal in eine zu beissen. Die Haut war zäh. Leichter Zweifel an der Begeisterung für das Rezept trat auf, doch während dem Kauen entdeckte ich plötzlich die Veränderung des Genusserlebnisses. Hrrmm; die „wahren Bohnen“ mussten erst befreit werden. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Ich pulte also nochmals eine Stunde lang. Das Ergebnis: Erbsengrüne kleine GÖTTLICHE Böhnchen. Die wurden dann mit dem Gemisch aus dem geriebenen Käse, frischen Pfefferminz, Zitronensaft, Pecorino, Peperoncini, Semmelbrösel, Salz und viel gutem Olivenöl vermengt. Seit etwa drei Stunden riecht es in meiner Küche wie am südlichsten Zipfel in Apulien. Das Haus direkt am Meer mit dem Garten nach hinten. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Während meine Hände fröhlich vor sich her gearbeitet hatten, flog mein Geist nach dieser kleinen Reise zurück nach Marseille. Und damit zu den mich demnächst in der Realität in Wonne versetzenden Kochdüfte aus dem warmen Süden. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Hier trocknet die milde Abendsonne gerade die von erneuten Regengüssen durchnässte Terrasse und in Marseille scheint die Sonne bei 23 Grad mit Windboen aus Nordwest von 69 km/h. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Es scheint mir für einen klitzekleinen Moment grad so, als hätte mich dieser Wind von hier weggerissen und ich schwebte schon über der Stadt am Meer.</span></div><div>  </div><div><span class="fs16">In mir drin herrscht unbändige Vorfreude. </span></div><div>  </div><div><span class="fs16">Nur noch 10 Tage bis Marseille…</span></div><div>  </div><div><span class="fs16">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs16">A bientôt, Susann</span></div><div>  </div><div><span class="fs16">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs16">3.5.2016</span></div><div>  </div><div><span class="fs16">&nbsp;</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 08 May 2016 19:20:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte April 2016]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_1wc9nwa8"><b>Vorspeisen</b><div>Petit pois<br></div><div><br></div><div><b>Hauptspeisen</b></div><div>Filet-pfännli (überarbeitet)</div><div>Menuette</div><div>Paquette</div><div>Lasagne alla carota</div><div>Randen-Lauchsalat mit Rucola und Walnüssen</div><div>Shepherd Pie</div><div><br></div><div><b>Desserts:</b></div><div>Childhood</div><div>Crêpes mit Portweinfeigen&nbsp;</div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 10 Apr 2016 18:23:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Ascheregen und amerikanische Weltansichten]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_5x4188s3"><div>  </div><div><span class="fs19"><span style="line-height: 25px;">„Am Anfang war das Feuer“ oder auch nicht. Meine Beziehung zur Verwendung des Feuers zum Kochen ist durchaus ambivalent und begleitet von diversen Traumas.</span><br></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Diese reichen zurück in die Kindheitstage. Auf den Schulausflügen in der Primarschule gab es in meiner Klasse glücklicherweise ein paar geschickte Pfadfinder, welche nicht nur in der Lage waren, im Wald passendes Holz zu finden sondern auch daraus innert kürzester Zeit ein Feuer zu entfachen. Hätte man diese Verantwortung damals mir übertragen, so würde meine Klasse wohl heute noch mit kalten Cervelats um ein kläglich rauchendes Häufchen Äste sitzen und auf die Glut warten….</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Damals herrschte auch in den Küchen noch die traditionelle Rollenteilung. Eine der seltenen Ausnahmen war das Grillen. Dies war gefährlich und ergo Männersache und wurde bevorzugt an Sonntagen oder bei Einladungen vorgeführt. Die Hausfrauen bereiteten stundenlang Gemüse, Marinaden sowie aufwändige Beilagen, Vorspeisen und Desserts zu. Der gesamte Verdienst für das tolle Essen gebührte jedoch stets dem Hausherrn, welcher fachmännisch im Schweisse seines Angesichts die Glut im Grill entfachte und das Steak zweimal drauf wendete ohne es zu verbrennen. Ehre wem Ehre gebührt.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Einige Jahre später zog ich mit meiner damaligen Freundin in die erste gemeinsame Wohnung im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses. Diese hatte einen grossen Balkon, weshalb wir uns den ersten Kugelgrill anschafften. Da wir beide wohlbehütet in Einfamilienhäusern aufgewachsen waren, verschwanden wir keine Gedanken auf die Wechselwirkung von Grillen und Nachbarn. Diese sollten wir jedoch bald kennenlernen.</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Wie bereits erwähnt, zählt das elegante Entfachen eines Feuers nicht zu meinen Kernkompetenzen. Dementsprechend war das Grillen anfänglich mit etwas Rauch verbunden. Glücklicherweise wehte ein guter Westwind, welcher diesen von unserem Balkon wegzog. Die Folge war jedoch ein ostentativer kollektiver Asthma-Anfall begleitet von Fuss-Stampfen und Fenster zu knallen vom Nachbarsbalkon. Wir entschuldigten uns freundlich am nächsten Tag und erklärten dies mit Anfänger-Pech.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Die Woche darauf war ich bemüht, es besser zu machen. Dem damaligen Zeitgeist und einem Zeitungsartikel aus dem „wir Brückenbauer“ folgend, wollte ich die indirekte Grillmethode anwenden. Zwecks Vermeidung unnötigen Rauchs liess ich während des Anfeuerns den Deckel auf dem Kugelgrill. Die genaueren physikalisch-chemischen Vorgänge, die sich in den folgenden Minuten abgespielt haben müssen, sind mir bis heute unklar. Als ich jedenfalls nach einer Viertelstunde den Deckel hob, schoss eine meterhohe Stichflamme heraus und eine Wolke mit grossen Aschenteilchen entwich schlagartig in Richtung Nachbarbalkon. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Die Folge waren ein paar schwarze Kringel an der Decke unseres Balkons und ein ausgedehntes „Hueregopferdammisiechnomol“ und ein Zuknallen der Fenster und Türen unmittelbar gefolgt vom Klingeln an unserer Haustüre. Davor stand unser Nachbar dessen Gesichtsfarbe und pulsierenden Stirnadern auf eine ungesunde Erhöhung des Blutdrucks hinzuweisen schienen. Bevor ich ihn auf die gesundheitsfördernden Vorteile einer salzarmen Diät hinweisen konnte, legte dieser los. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Offenbar malte er in seiner Freizeit Ölbilder und tat dies im Sommer auf dem Balkon. Sein aktuellstes Werk – ich hatte in der allgemeinen Aufregung vergessen, nach dessen Titel zu fragen – war beinahe fertig gewesen, als von unserem Balkon eine Wolke voller Ascheteilchen angeflogen kam, welche sich auf dem noch feuchten Bild festsetzten. Im Interesse der gutnachbarschaftlichen Beziehung unterliess ich den Hinweis, dass dies dem Bild ja durchaus eine stilistische Eigenheit geben konnte, welche andere Künstler nicht ohne weiteres kopieren könnten. Damit war diese Grill-Phase beendet.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Einige Jahre später erworben wir dann unser Einfamilienhäuschen und ich unternahm den nächsten Grillversuch. Im Garten stand ein Grillhäuschen aus den 50er Jahren. Dies hatte durchaus einen gewissen Charme, jedoch diverse technische Unzulänglichkeiten. Anfangs habe ich darin gelegentlich gegrillt, war aber mit den Ergebnissen regelmässig unzufrieden. Aufgrund der fehlenden Einstellungsmöglichkeiten war ich zwar halbwegs in der Lage eine Wurst zu grillen, nicht aber ein gutes Stück Fleisch punktgenau auf die richtige Kerntemperatur, geschweige denn diesen Prozess mit dem Zeitpunkt des Essens zu synchronisieren: entweder war die beste Glut eine halbe Stunde bevor wir essen wollten oder aber wir sassen hungrig neben dem Grill und warteten, bis das Zeugs endlich aussen verbrannt und innen roh war.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Diesen Frühling war es jedoch wieder soweit und ich wollte nochmals einen Versuch wagen. Von guten Freunden schlecht beraten habe ich zuerst die Anschaffung eines Gasgrills erwogen. Rational-objektiv sind diese unbestreitbar den Holzkohlegrills überlegen. Aber Spass und Freude im Leben gründet eben nicht auf Vernunft sondern auf Emotionen. Aus diesem Grund fahre ich auch mit Lederkleidung Motorrad, obwohl die Goretex-Textiljacken funktionaler und sicherer sind. Dementsprechend leide ich auch gelegentlich darunter, dass mein 911er einen Allradantrieb hat, weil eigentlich ein reiner Sportwagen einen Hinterradantrieb haben sollte.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Anfangs Woche habe ich mir nun einen Holzkohle-Kugelgrill eines renommierten amerikanischen Herstellers gekauft. Allerdings beschlichen mich erste Zweifel an dessen Renommee als ich die Gebrauchsanweisung las. Der Inhalt bestand im Wesentlichen aus Warnungen, die mich in Grossbuchstaben anbrüllten. Ich fragte mich ernsthaft, was für ein Menschenbild ein amerikanischer Verfasser von Gebrauchsanweisungen haben muss: ICH würde mich jedenfalls nicht mehr aus dem Haus getrauen, wenn ich davon ausgehen würde, meine Mitmenschen seien alle derart debil. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Das Highlight der Gebrauchsanweisung war allerdings dessen Titelseite. Als allererster Satz stand dort „Entsorgen Sie den Grill nicht“! Kommt es denn in Amerika regelmässig vor, dass Leute für ein paar Hundert Franken einen Grill kaufen, um diesen umgehend mit einer Abfall-Vignette versehen der Kehrrichtabfuhr mitzugeben? Klärung brachte die Lektüre des englischen Originaltexts, der schlicht lautete „Do not discard“, was sich allerdings auf die Gebrauchsanwei­sung und nicht den Grill bezog…</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Das erste Schweinskotelett auf dem neuen Grill war ein Hochgenuss, aber vielleicht auch nur Anfängerglück. Ich werde euch gerne im Herbst berichten, ob der diesmalige Grillversuch nun nachhaltig erfolgreich war, oder ob man auf ebay einen wenig gebrauchten Kugelgrill günstig erstehen kann.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Liebe Grüsse, Adrian</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 28 Mar 2016 17:11:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte März 2016]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_09ljb330"><div><span class="fs19"><b>Vorspeisen</b></span></div><div><span class="fs19">La vie en rose</span></div><div><span class="fs19">Printemps jaune</span></div><div class="fs19"><b><div><br></div>Hauptspeisen</b></div><div><span style="line-height: 25px;">Au revoir l`hiver</span><br></div><div><span class="fs19">Fusili-Chorizo-Paprika-Auflauf (überarbeitet)</span></div><div><span class="fs19">Pasta Gratin mit geröstetem Gemüse (überarbeitet)</span></div><div><span class="fs19">Tomatenziegenkäsekuchen (überarbeitet)</span></div><div><span class="fs19">Un peu de carottes et gingembre</span></div><div><span class="fs19">Vers printemps</span></div><div><span class="fs19">Waldemar</span></div><div><br></div><div><span class="fs19"><b>Desserts:</b></span></div><div><span class="fs19">La douce</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 13 Mar 2016 11:22:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Fascination Street oder die Dumbo-Krake]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_dvhvoc2w"><span class="fs14"><img src="http://homeparadize.com/images/dumbo.jpg"  title="" alt="" style="width:620px; height: 349px;" /></span><div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;<br></span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Ich hab mich heute Morgen verliebt. So was ähnliches jedenfalls. Ich lese gerne die NZZ online und da stolperte ich im Zusammenhang mit einer neuen Ausstellung im Naturhistorischen Museum in Neuchâtel <i>„</i><i><span class="cf1">Abysses; Wundersame Welt der Tiefsee“ </span></i><span class="cf1">über dieses schöne Bild. </span></span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs14"><span class="cf1">Es handelt sich um eine Dumbo-Krake aus der Gattung der </span><span class="cf1">Grimpoteuthis</span><span class="cf1">, die in ca. elftausend Metern Tiefe am Marianengraben rumschwimmt. Keine Bange; ich werde keinen zoologischen Blog oder Vortrag halten, sondern über das Thema Faszination schreiben.</span></span></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">Es gibt Vieles was mich fasziniert, begeistert, interessiert und so auch diese kleine Krake. Für mich sieht sie aus wie ein Vogelfisch oder ein Fischvogel oder eine halbierte Khaki Persimon mit Schnabel. </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">Faszination und Begeisterung kann ich vielem abgewinnen. Vieles will ich irgendwann mal machen, einiges setze ich davon auch tatsächlich um, anderes bleibt in der Vorstellung für irgendwann mal. Dies stressfrei mir selber zu erlauben hat mit einer guten Entwicklung zu tun. Früher glaubte ich mit grossem Pflichtbewusstsein in Siebenmeilenstiefeln durch die Welt gehen zu müssen, um ja nichts unerledigt zu haben. Doch diese Einstellung hat sich seit ein paar Jahren und prägenden Erlebnissen radikal verändert. </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">Nun gönne ich mir Ruhephasen, bei denen ich tatsächlich nichts anderes tue, als auf dem Sofa liegend den Bäumen im Wind zuzusehen. Oder ich entdecke immer noch auf Anhieb in den Wolken Tiere oder Schattentheaterfiguren. Eine solche „Auszeit“ nahm ich mir in dieser Woche. Musste ich mir nehmen allerdings. Mit einer Grippe, Fieber und üblem Schluckweh angeschlagen lag ich auf dem Sofa und blickte aus dem Fenster. Bis auf die körperlichen Symptome ging es mir gut. Mental jedenfalls. Irgendwann bekam ich dann doch noch Hunger und verspürte eine unbändige Lust auf Curry. </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs14 cf1">Ich hatte noch von der asiatischen Gemüsemischung im Tiefkühler und erhitzte sie mit etwas Kokosnussmilch und drei Esslöffeln grüner Currypaste! Seither habe ich weder Schluck- noch Ohrenweh. Sogar das Fieber reduzierte sich. Es faszinierte mich einmal mehr, wie mein Körper mit einer Essenslust die richtige „Medizin“ gefunden hatte. Damit sind wir nun also beim Thema Faszination und Ernährung angelangt. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Während der Schwangerschaft mit meiner Tochter hatte ich immerzu Lust auf getrocknete Aprikosen. Ich liebte die Dinger. Ass sie pur oder mischte sie mir ins Birchermuesli und in den Salat, sogar den Lamm- oder Kalbsragout versüsste ich damit. Ich erfuhr dann während einer Schwanger­schaftskontrolle, dass ich einen Eisenmangel habe und mein Körper deshalb mit hoher Essenlust von getrockneten Aprikosen reagierte. Später fand ich heraus, dass der Eisengehalt von 100g getrockneten Aprikosen bei 5,2 Milligramm liegt. Beachtlich und für mich die Lust auf diese getrockneten Früchte erklärend. Sie brachten mich zum beigefütterten Eisen zusätzlich wieder ins Plus des Eisenhaushalts.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14"><span class="cf1">Ein weiteres Beispiel welche der Körper bei Mangelerscheinungen reagieren kann. Diesmal während der Schwangerschaft mit meinem Sohn hatte ich nachts häufig Wadenkrämpfe. Über die Essens­gelüste von Seezungen zeigte sich mein Magnesium­mangel. Ach wie liebte ich sie. Packte sie in Alufolie mit einem Löffel Butter und frischen Kräutern, Salz und Pfeffer. Die Päckchen kamen für ca. 12 Minuten in den Ofen, bei 220 Grad Umluft. Sie liefern pro 100 Gramm </span>49 Milligramm Magnesium<span class="cf1">. Übrigens; dazu ass ich am liebsten Bananen! Ein anderer hoher Magnesium­lieferant übrigens und die Wadenkrämpfe, die ja auf Grund von Magnesiummangel entstehen, waren bald weg. </span></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Ich könnte die ganze Palette weiterer Lebensmittel auflisten, die uns die Mängel im Blut und Organismus ausmerzen helfen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">Faszinierend finde ich am Ganzen, wie der Körper dem Unterbewusstsein die richtigen Signale sendet. Wer auf seinen Körper hört und die Zeichen richtig deutet, kann beinah therapeutisch kochen bzw. sich ernähren. Spannend finde ich auch, dass wenn ich für meine Leute koche, die ja „mein Defizit“ mitessen müssen. Meistens passts und es schmeckt ihnen. Ob es nun einfach an der Zubereitung liegt, an den Farben, die mir auf dem Teller ganz wichtig sind, meiner geflügelten Kochphantasie oder einer „Mangelerscheinung“ des eigenen Organismus kann ich nicht sagen. Vielleicht ists von allem etwas. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14"><span class="cf1">Mein Vitamin C Speicher ist wegen der Erkältung noch nicht ganz aufgestockt, denn ich könnte durchaus noch eine zweite Grapefruit verdrücken. Doch abends gibt’s einen weiteren hohen Vitamin C Lieferanten: Kartoffeln. Ich koche Bratkartoffeln mit Salat und selbst gemachten Fleischkäse. Gut, was der Letztgenannte mit Vitaminen zu tun haben soll ist mir schleierhaft. Selbstgemachter Fleischkäse schmeckt halt einfach gut und egal warum </span><span class="cf1">J</span><span class="cf1">. Macht nichts; man muss ja nicht immer alles erklären können. Es reicht, wenn man ab und zu über etwas fasziniert ist. So wie ich es absolut begeisternd finde auf den Körper zu hören. Er signalisiert korrekt, was ihm fehlt und verlangt über die Essensgelüste die „richtigen“ Lebensmittel und das finde ich einfach nur toll.</span></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14 cf1">A bientôt, Susann</span></div><div></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 12 Mar 2016 16:18:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Von Tarte Tatin bis  Cevapcici Geri Müller]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_7h70c49w"><div>  </div><div><span class="fs14">Am letzten Txoko kochten wir den Rehrücken „Waldemar“. Dies regte mich an, die Hintergründe zu Speisen mit Eigennamen wie Pizza Margherita, Tarte Tatin, Filet Wellington oder Boeuf Stroganoff etwas auszuleuchten.<br></span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs14">Namen wecken automatisch Assoziationen hervor. Dies spiegelt sich auch in der Entwicklung der Vornamen wieder. Vor rund fünfzig Jahren war Kinder-haben noch eine normale gesellschaftliche Tatsache. Dem entsprechend haben wohl auch die meisten Eltern nicht wahnsinnig viel Energie und Kreativität für die Wahl des Namens ihres Nachwuchses aufgewendet. In meiner Schulzeit hiessen folgerichtig die meisten meiner Kollegen Andreas, Lukas oder Michael und die Mädchen hiessen Nicole, Kathrin oder Petra.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Dies hat sich grundlegend geändert seit Kinder-haben ein von den doppelberuftätigen Eltern minutiös geplantes Projekt ist. Als ich neulich im Tram fuhr, haben sich auf der Bank vor mir zwei werdende Mütter über das Thema ausgiebig unterhalten und mir Facetten des Themas aufgezeigt, auf die ich nicht gekommen wäre. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Ich fand es noch irgendwie einleuchtend, dass man sich Gedanken macht, ob sich der Name in den gängigen Weltsprachen gut aussprechen lässt. Schon etwas schwieriger fand ich, dass man offenbar auch beachten sollte, ob der Name in der Umgangssprache nicht eine andere Bedeutung hat. An dieser Anforderung sind schon einige Grossfirmen gescheitert. So bedeutet Nescafe auf Portugiesisch „ist kein Kaffee“ (n’es café) oder der Toyota MR2 ist in Frankreich ein kleiner Scheisser (merdeux) und die Siemens Robotertechnik Sirotec taugt in den englischsprachigen Ländern nicht viel (zero tech).</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Höhere Mathematik war dann für mich die Überlegung der beiden Damen, dass man dem Kind für eine allfällige wissenschaftliche Karriere auch den zweite Vornamen mit Bedacht zu geben habe, damit es ein wohlklingendes Kürzel gebe. Zum Glück musste ich an der nächsten Haltestelle aussteigen, bevor ich ein noch schlechteres Gewissen bekam, was ich sonst noch alles bei der Namensgebung von Robin nicht bedacht hatte. Beruhigend war einzig, dass offenbar meine Eltern bei der Namensgebung auch nicht soweit gedacht hatten. Ansonsten würde mein zweiter Vorname wohl nicht Roland lauten, was im Falle einer Forscherkarriere das Kürzel A.R.SCHaub ergeben hätte....</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">All die guten Intentionen scheitern aber dann manchmal auch an der Realität. So mag etwa der Name Chantal wohlklingend verführerisch klingen, wenn Alain Delon diesen in das Ohr seiner Gespielin flüstert. Etwas weniger romantisch klingt er jedoch, wenn der deutsche Skitourist zu seiner Tochter quer durch das Bergrestaurant brüllt „Schantall, willst du auch ne Pommes?“</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Dies bringt mich zum eigentlichen Thema, der Namensgebung von Essen. Am letzten Txoko bereiteten wir den Rehrücken nach einem Betty Bossi Rezept aus den 70-er Jahren zu, welches „Rehrücken Waldemar“ hiess. Ich habe leider trotz intensivster Recherchen nicht ausfinding machen können, welcher Waldemar damit gemeint war. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Dafür habe ich herausgefunden, dass der Legende nach die Pizza Margherita nach der Gattin vom Kaiser Umberto dem I. von Italien benannt ist. Dieser sei 1889 die erste „moderne“ Pizza in den Farben der italienischen Flagge (rote Tomaten, weisser Mozzarella und grüner Basilikum) serviert worden. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Die Tarte Tatin sei von zwei betagten Schwestern namens Tatin zufällig erfunden worden, als diesen ein für Gäste gebackener Apfelkuchen aus den Händen gefallen sei, worauf sie die Äpfel&nbsp; schnell wieder in die Form legten, mit einem neuen Teig bedeckten und nochmal buken. Non e vero e ben trovato !</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Die Crêpe Suzette soll nach dem Namen der Begleiterin des späteren englischen Königs Edward VII benannt worden sein. Auch hier soll der Zufall Pate gestanden sein, da bei einer Sylvesterfeierlichkeit im Café de Paris in Monaco, dem Kochlehrling bei der Saucenzubereiteung versehentlich ein Likör Feuer fing. Dieser tauchte in seiner Verlegenheit den Pfannkuchen darin und erklärte dem König, dass dies ein neues Rezept sei. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Etwas unklarer sind die Bezüge des Filets zum namengebenden Feldherrn Wellington. Dieser liess sich immerhin nach seinem Sieg über Napoleon in der Schlacht von Waterloo noch auf dem Schlachtfeld ein Steak servieren. Noch dünner sind die Bezüge beim Boeuf Stroganoff oder beim Bismarckhering, wo schlicht und ergreifend auf das entsprechende russische Adelsgeschlecht resp. den deutschen Reichskanzler verwiesen wird und dass es damals üblich gewesen sei, alles mögliche nach den aktuellen Herrschern zu benennen.&nbsp; &nbsp;</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Die Idee &nbsp;den Speisen Namen zu geben gefällt mir sehr. Allerdings sollten diese einen nachvollziehbaren Bezug zur Speise haben. Der Fantasie für passende Namen sind dabei keine Grenzen gesetzt: So könnte man etwa für den Fernsehabend einleitend eine in Rotwein eingelegte Leber „Harald Juhnke“, gefolgt von einem Hackbraten nach der Art des Sylvester „Rocky“ Stallone oder Chicken Wings à la Methode Heidi Klum servieren. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Als Menu für die nächste Parteiveranstaltung böte sich das Mini-Cevapcici Spiessli „Geri Müller“ gefolgt von einer Schweinelende auf gemischtem Junggemüse à la Methode Berlusconi an und zum Dessert ein Vogelnestli à la Donald Trump. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Liebe Grüsse, Adrian&nbsp;&nbsp; &nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 06 Mar 2016 16:26:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Pimpernelle und co]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_6y2f6h48"><div>  </div><div><span class="fs19">Kürzlich ärgerte ich mich über einen Artikel in der NZZ, bei dem es um die „Erziehung des Gastes“ durch den Wirt ging. Kurz zusammengefasst strafen die Beizer ihre Gäste ab, wenn diese lediglich auf eine Vorspeise oder etwas Kleines </span><span class="fs19">&nbsp;</span><span class="fs19">Appetit haben und nicht auf einen opulenten Hauptgang. Die Wirte überlegen sich allen Ernstes, ob man künftig auch die Serviette und das Gedeck mit CHF 17.50 (sic!) dem Gast in Rechnung stellen soll. Ich ärgere mich über diese Frechheit, die an Wucher grenzt. In einem solchen Lokal werde ich bestimmt nie essen gehen. Wohin triftet denn die Gastronomie ab frage ich mich einmal mehr. Das ewige Gejammer der Beizer, dass sich kein Mensch in ihre Kochtempel verirrt und sie Abend für Abend leere Tische hätten, ist demjenigen der Basler Ladenbesitzer über den Einkaufstourismus nicht unähnlich. Es fehlt hüben wie drüben an der Einsicht in die Notwendigkeit des Umdenkens betreffend </span><span class="fs19">&nbsp;</span><span class="fs19">zusätzliche Dienstleistungen erbringen, Anpassung des Preis-Leistungsverhältnis </span><span class="fs19">&nbsp;</span><span class="fs19">oder mit Innovation neue Ideen auszuhecken.</span><br></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Da lobe ich mir das Restaurant im Bottminger Schloss! Jeden Dienstagabend kann ein Diner Surprise für CHF 99.-- genossen werden. Man wählt aus der saisonalen Menukarte Vorspeise, Hauptgang und Dessert aus zu welchem der jeweils passende Wein kredenzt wird. Ausgesprochen kompetent und freundlich das Personal. Dies nenne ich Innovation. Die haben es in meinen Augen „begriffen“.&nbsp; Als Freizeitköchin mit dem romantischen Traum eines eigenen Restaurants, habe ich noch weitere ladenfüllende Ideen, die ich aber momentan noch nicht verraten will. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Nun nach längerer Pause vom kreativen Kochen und Schreiben, fühle ich mich wieder erstarkt in meiner Phantasie und in meinen Fingern beginnt es wieder zu kribbeln. Gestern setzte ich mich intensiv mit dem Kochbuch von Olivier Streiff, meinem Lieblingskoch, auseinander. Nahm ein zweites hinzu und begann in Gedanken den diesjährigen Gemüse- und Kräutergarten bei Adrian zu gestalten. Sah geistig die vielen kleinen Terracottatöpfchen, aus denen verschiedenste kleine grüne Kräuter spriessen werden. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Beim nochmaligen Lesen der Rezepte verstand ich auf welch hohem Niveau sie zubereitet werden. Ich rede hier im Speziellen von den natürlichen Condiments und Vinaigrettes, mit denen die Teller verziert werden, um die gezauberten Gemüse-, Fleisch- und Fischkombinationen harmonisch zu drappieren. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Dieses Jahr werde ich mich besonders mit der Veredelung meiner Rezepte und neuen Eigenkrea­tionen beschäftigen. Mein Bestreben ist es noch schönere Teller zu servieren, indem ich das Gemüse anders schneide und verschiedene Sorten zusammen kombiniere. Aus Kräutern wie zum Beispiel Ruccula oder Pimpernelle möchte ich meine eigenen Condiments fabrizieren und dazu auch vermehrt den Mörser einsetzen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich sehe und rieche bereits das von Adrian scharf angebratene Lammfiletstück auf Schnittlauch-Pimpernelle-Piment Esplette-Frühlingskartoffelbeet mit jungen Kefen. Doch noch ist Winter und die Küche entsprechend kräftiger. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Heute Abend zum Beispiel werde ich Rindsfiletspitzchen mit Shitakepilzen an einer Estragon-Tomatensauce mit ca. 2cm dicken Fettuccine kochen. Welch Glück in diesen Worten steckt. Welch Lebensfreude für mich im Kochen liegt. Traurig denke ich dann an all die Menschen, denen diese Freude genommen wurde. Aus Gründen des Kriegs, Terror und Angst. Ich danke den Göttern, dass ich als Mensch des Westens mich in diesem Wohlfühlstatus aufhalten darf. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Mein Haupt-Kraftwerk liegt im Kochen nebst meinen andern Kreativitäten, meiner Familie und Freunden. Hätte ich dies alles nicht, wäre ich um ein Vielfaches ärmer und die Welt sähe für mich trist aus. Doch ich bin unendlich dankbar, dass man mir die Freude, andern mit meinem Kochen Freude zu bereiten, in mein Herz gelegt hat. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Und so gehe ich bald aus dem Büro, um bei Adrian die Pfannen auf den Herd zu stellen und mit den &nbsp;Keramikmessern zu schnipseln. Bald zieht der göttliche Duft des erwärmten Olivenöls mit den Zwiebelchen und Knoblauch durchs Haus. Mit denen beginnt nämlich meine Sauce und damit mein Wochenende.</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">A bientôt, Susann&nbsp;</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 28 Feb 2016 12:09:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte Februar 2016]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_d378h62f"><b class="fs19">Vorspeisen</b><div><span class="fs19">Avocado Brotsalat mit Ziegenkäse<br></span></div><div><span class="fs19">Kaltes Roastbeef mit Karottenpüree</span></div><div><span class="fs19">Randen-Wintersalat mit Seitlingen</span></div><div><span class="fs19">Safran Kürbis-Persimon-Suppe</span></div><div><span class="fs19">Strudelteigtürmchen mit Wintergemüse</span></div><div><br></div><div><b class="fs19">Hauptspeisen</b></div><div><span class="fs19">Kalbssteak mit Morchelsauce und Risotte</span></div><div><span class="fs19">Kartoffelchips</span></div><div><span class="fs19">Rehrücken</span></div><div><span class="fs19">Rotkraut</span></div><div><span class="fs19">Tikka Masala - Winteredition</span></div><div><span class="fs19">Zitronenpoulet mit Bohnen</span></div><div><br></div><div><b class="fs19">Dessert</b></div><div><span class="fs19">Gefrorene Schokomousse mit Randen-Cranberry-Mus und Persimon</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 28 Feb 2016 12:05:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Soulfood]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_t7t2m3zq"><div>  </div><div style="text-align: center;"><b><span class="fs19 cf1">GESEGNETE ZEIT</span></b></div><div>  </div><div style="text-align: center;"><!--[if gte vml 1]><v:shapetype  id="_x0000_t75" coordsize="21600,21600" o:spt="75" o:preferrelative="t"  path="m@4@5l@4@11@9@11@9@5xe" filled="f" stroked="f">  <v:stroke joinstyle="miter"></v:stroke>  <v:formulas>   <v:f eqn="if lineDrawn pixelLineWidth 0"></v:f>   <v:f eqn="sum @0 1 0"></v:f>   <v:f eqn="sum 0 0 @1"></v:f>   <v:f eqn="prod @2 1 2"></v:f>   <v:f eqn="prod @3 21600 pixelWidth"></v:f>   <v:f eqn="prod @3 21600 pixelHeight"></v:f>   <v:f eqn="sum @0 0 1"></v:f>   <v:f eqn="prod @6 1 2"></v:f>   <v:f eqn="prod @7 21600 pixelWidth"></v:f>   <v:f eqn="sum @8 21600 0"></v:f>   <v:f eqn="prod @7 21600 pixelHeight"></v:f>   <v:f eqn="sum @10 21600 0"></v:f>  </v:formulas>  <v:path o:extrusionok="f" gradientshapeok="t" o:connecttype="rect"></v:path>  <o:lock v:ext="edit" aspectratio="t"></o:lock> </v:shapetype><v:shape id="Grafik_x0020_1" o:spid="_x0000_i1025" type="#_x0000_t75"  style='width:346.5pt;height:462pt;visibility:visible;mso-wrap-style:square'>  <v:imagedata src="file:///C:\Users\Adrian\AppData\Local\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image001.jpg"   o:title="2015 christmascard"></v:imagedata> </v:shape><![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]--></div><div>  </div><div><b><br></b></div><div><b><span class="fs19 cf2">Ich wünsche euch allen eine gesegnete und geruhsame Adventszeit. Zugleich möchte ich allen fürs Lesen und Loben der Blogs danken. </span></b></div><div>  </div><div><b><br></b></div><div><b><span class="fs19 cf1">Weil ich sehr gerne Geschichten fabuliere wurde dieser etliche Seiten umfassende Blog zum Wintermärchen, den ich unter meinem Pseudonym geschrieben habe. </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf2">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><span class="fs19"><b><span class="cf2">Frohe Weihnacht euch allen et à bientôt,</span></b><span class="cf2"> </span><b><span class="cf1">Susann</span></b><span class="cf1"> </span></span></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">&nbsp;</span></b></div><div><b class="fs14.25"><span class="fs19 cf3">Soulfood - A Winters Tale</span></b><br></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf3">Roisin Murdoch blickte verdutzt in das Schaufenster, um den Titel des Kochbuchs nochmals zu lesen. „Soulfood“ von Roisin Murdoch. Ein Kochbuch im Riesenformat, kaum zu blättern . Sie fragte sich wie ihre Namensvetterin bloss auf ein solch unhandliches Format hatte kommen können. Sie überlegte einen Moment lang, ob sie weitergehen sollte und betrat dann doch die Buchhandlung. Gespannt vor allem auf das Autorenfoto. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">„Madame geht es Ihnen besser oder soll ich einen Arzt rufen?“ fragte der erschreckte Buchhändler während er ihr Luft zufächelte. Langsam setzte ihre Erinnerung wieder ein. Der Schock sich selber auf der Innenklappe als Autorin zu erkennen, einem Buch das sie nie geschrieben hatte. Danach kippte sie um. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19"><span class="cf3">Monsieur Renard kauerte besorgt neben ihr am Boden und kratzte sich nervös an der Glatze. Seltsam, dass die Autorin beim Anblick ihres eigenen Werkes in Ohnmacht gefallen war. </span><span class="cf3">&nbsp;</span><span class="cf3">„Madame trinken Sie einen Café mit mir, danach wird es Ihnen gleich besser gehen“ bot er der immer noch bleichen Frau an. Anstelle von Café brachte er ihr einen Cognac und allmählich kehrte Farbe in ihr Gesicht zurück. </span></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Sie verkündete ihm, dass ihr Name Roisin Murdoch sei. Sie schreibe zwar sehr gerne für den Haus­gebrauch, sei aber unmöglich die Kochbuchautorin; denn sie könne nicht mal Zwiebeln schneiden, ohne sich die Finger in Einzelteile zu zerkleinern. Dann ging ihr ein Licht auf. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19"><span class="cf3">Schon längere Zeit drängte sie ihr Bruder ihre Lebensgeschichte niederzuschreiben und zu veröffentlichen. „Das was wir beide erlebt haben, gehört erzählt“ meinte er. „Nein, das klingt nach Kitschroman“ weigerte sie sich standhaft. Nicht, dass das wahr gewesen wäre, aber sie wäre sich blöd vorgekommen, ein solches Buch zu veröffentlichen. Geistig sah sie ihr Buch im Regal zwischen irgendwelchen schrecklichen Liebesdramen und Lebenshilfen angesiedelt. Sie musste zugeben, sein Trick war clever. Mit diesem Werbefeldzug in ihrem Namen und mit ihrem Bild ein Kochbuch zu veröffentlichen, um ins Gerede zu kommen war nicht schlecht. „</span><i><span class="cf3">Oh du hast das Kochbuch von Roisin Murdoch gekauft! Ich dachte die macht nur Modezeichnungen. Dass die so toll kochen kann, wo die doch so eine verworrene Lebensgeschichte hat“.</span></i><span class="cf3"> Oder: „</span><i><span class="cf3">Wusstest du nicht, dass diese Frau neben dem Kochbuch jetzt auch noch ihre Lebensgeschichte veröffentlicht hat.“</span></i><span class="cf3"> So wahrscheinlich hatte er sich das ausgemalt.</span></span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Nach dem Cognac bei Monsieur Renard kehrte sie in ihr kleines Appartement am Boulevard Haussmann zurück und fuhr den PC hoch während dicke Schneewolken den Himmel von Paris bedeckten.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Roisin Murdoch wurde an einem sonnigen Frühlingsmorgen vor 54 Jahren in Ulster, Nordirland, als Jüngstes von acht Kindern geboren. Mutter Alkoholikerin, Vater unbekannt. Roisins älteste Schwester, die 12-jährige Sharon zog auch sie gross. Niemand schien für die Murdoch Kinder verantwortlich zu sein. Weder Verwandte noch Freunde. Nur freundliche Nachbarn, die zusammen das Geld für die Miete aufbrachten. Aus Menschenliebe. Dennoch bekam irgendwann das Jugendamt davon Wind und liess alle Kinder in fremde Familien aufteilen.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">F</span><span class="fs19 cf3">ür Roisin begann damit eine Odyssee. Mit sechs Jahren lebte sie bereits bei der dritten Familie. Diese war genauso wie die leibliche Mutter dazu nicht im Stande. Bei einem der Kontrollbesuche des Jugendamts wurde entschieden, Roisin in ein von katholischen Schwestern geführtes Kinderheim zu stecken. Ihr Leben besserte sich allerdings nicht. Arbeit, Gebete und schlechtes Essen beherrschten ihren Alltag.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Mit zwölf riss sie aus und ging nach Belfast. Keiner machte sich je die Mühe nach ihr zu suchen. Von nun an lebte Roisin als Obdachlose und Bettlerin in Abbruchhäuser. Für sie bedeutete dies Freiheit. Die Siebziger Jahre waren die Zeit des Umbruchs und Revolution innerhalb der gesamten Gesellschaft. Die Jugend rebellierte erfolgreicher denn je gegen die Eltern, die Gesellschaft und den Staat. Die Troubles in Nordirland erreichten ihren Höhepunkt. Obwohl Roisin auf der Strasse lebte, hatte sie immer mehr Pennies im Sack als die andern Bettler. Sie stahl nicht, sie trank nicht, sie prostituierte sich nicht. Die Menschen schienen zu ihr einfach freundlicher.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Irgendwann entdeckte Roisin ein Plakat, das den Gig einer der grössten Bands ankündigte. Sie wollte unbedingt an diesem Tag vors Stadium tigern, um die mal live zu hören. Sie bettelte, was das Zeugs hielt. Tatsächlich sammelte sie bis zum Tag des Gigs 58 Pfund. Davon kaufte sie sich auf dem Flohmarkt ein langes weinrotes Samtkleid und einen schwarzen Kajalstift. In der Notschlaf­stelle duschte sie, schminkte sich stark und sah viel älter als fünfzehn aus.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">An diesem Abend war sie zum ersten Mal in ihrem Leben zugekifft und erinnerte sich nur noch schwach, wie der Sänger der Band sie aufgegabelt hatte. Am andern Morgen als sie ihn neben sich nackt schlafen sah, kamen ihr ein paar Bilder hoch. Mein Gott dachte sie beschämt, suchte ihre Kleider zusammen, um leise wegzu­schleichen. Als ob er ihre Gedanken gehört hätte, erwachte er und lächelte sie an. „Hej Kleines. Keine Panik! Brauchst dich für nichts zu schämen. Ich will dich mit auf Tournee mitnehmen. Wir fliegen noch heute nach Kalifornien. Wenn du willst, kannst du bei mir bleiben.“ Sie rieb sich die Augen und konnte das Gehörte kaum fassen. Weg! Weit weg. Endlich Flucht aus ihrer Armut und dem Schmutz. „Sagst deinen Eltern besser nix“ meinte er noch. Dass sie über die sowieso nichts wusste verschwieg sie. Auch, dass sie auf der Strasse gelebt hatte.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">So kam es, dass Roisin, eine 15-jährige Ausreisserin aus Ulster und ohne gültigen Pass, in einem Privatjet als neueste Freundin des Sängers nach Kalifornien flog. Es interessierte niemand, dass sie keine Papiere hatte. Der Sänger schlug ihr vor, sie auf der Stelle noch zu heiraten, dann sei das Problem gelöst. Was tatsächlich dann auch stimmte. Für eine gewisse Zeit jedenfalls. Für Roisin begann ein Luxusleben. Seit der Blitzhochzeit hatte sie auf einmal sehr viel Geld, sehr viele Freiheiten und viele neue Freunde. Freunde? Heute schüttelt sie darüber den Kopf. Nein! Freunde waren das keine. Schmarotzer höchstens. Alle zusammen meist auf irgendwelchen Drogen und Parties. Sie bekam vieles nicht richtig mit. Auch nicht, dass ihr Ehemann sie bereits einen Monat nach der Hochzeit zum ersten Mal betrog. Erst als es ihr andere unter die Nase rieben, dass er sie ständig betrügen würde, begann sie hellhörig zu werden. Es war zwar die Zeit der Liberation, doch in ihrem Innersten war Roisin Katholikin geblieben. Sie verzieh es ihm nicht.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Die Scheidung wurde etwa im gleichen Hauruckverfahren durchgezogen wie die Heirat. Gestrandet in einem fremden Land, wo sie eigentlich kaum jemand kannte. Mit ihrem beinah letzten Geld buchte sie einen Flug nach NYC und packte ihren Kram zusammen. Schloss die Türe hinter sich. Fest entschlossen sich dem Leben erneut zu stellen.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">„Was hast du dir alles angetan, Roisin?“ fragte sie sich an diesem kalten Morgen im Dezember. Der Schnee lag über einen Meter hoch an der Upper East Side. Der Verkehr war erlahmt, die Stadt in dickes Weiss getaucht. Von ihrem Apartment aus sah sie direkt auf den Central Park. „Dieser Anblick fasziniert mich immer noch jeden Tag aufs Neue“ dachte sie glücklich. „Mein Gott! Aus der tiefsten Gosse bin ich emporgestiegen und bin nun am Höhepunkt meines Lebens angelangt. Aber ist das alles? Reicht dies alles?“ Die Fragen, die sie sich stellte, waren keine einfachen. In der Rückblende auf die vergangenen zehn Jahre hatte sie sich allerhand Fürchterliches eingestehen müssen.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Zum Beispiel wie sie vor langer Zeit in NYC ankam und erstmals strandete. Sie erlebte Rudi Giulianis Härte gegen Penner, Bettler und Kriminelle am eigenen Leib. Zählte sie zwar nur zu den beiden erstgenannten, doch blieb der Makel lange Zeit an ihr haften.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Der erste Winter in Manhattan war der Schrecklichste in ihrem Leben. Nicht nur die Temperaturen waren eisig, auch die Menschen. Sie hatte an es an einem Nachmittag geschafft, in der Suppenküche bis zum Eindunkeln bleiben zu können. Doch dann schickte man sie in die Kälte zurück. Sie ging auf der Fifth Avenue bis zum Bryant Park. Blickte ein wenig neidisch in die Schaufenster der teuren Geschäfte. Beobachtete eine Frau, die Kinderschuhe auswählte. Das Paar bestimmt um 300 Dollar. Einen Mann der ein sich ein funkelndes Saphirarmbandzeigen liess. Ob für die Ehefrau oder Freundin konnte sie nicht herausfinden. Es war ihr auch egal. Schliesslich fror sie so erbärmlich, dass sie in die U-Bahnstation hinab stieg, um sich unten aufzuwärmen.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Dann geschah etwas Schreckliches. Sie sah eben noch wie ein Schwarzer von einem Weissen niedergestochen wurde, welcher dann flüchtend die Treppen hoch rannte. Sie anrempelte und zu Boden riss. Sie schrie laut um Hilfe, doch er entkam. Menschen liefen zusammen. Jemand schien Arzt zu sein und versuchte nun den Schwarzen zu retten, während jemand anders den NYPD und die Rettung rief. Kurze Zeit später wimmelte es in der U-Bahnstation von Uniformierten. Roisin sass die ganze Zeit über regungslos und geschockt neben dem schwerverletzten Mann und hielt seine Hand.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Der rothaarige NYPD-Officer riss sie aus ihrem Schock und begann ihr Fragen zu stellen. Erstaunt stellte sie fest wie respektvoll er sie behandelte. Später auf dem Polizeirevier gab sie ihre Zeugenaus­sage nochmals zu Protokoll. Schwierig wurde es erst, als der Polizist ihren Pass begutachtete und sie nach ihrer Adresse fragte. Zum ersten Mal schämte sie sich Jemandem einzugestehen, dass sie auf der Strasse lebte. Sie schämte sich dafür es einem ihrer alten Landsleute anvertrauen zu müssen. An seinem Dialekt hatte sie erkannt, dass er nach Ulster klang, wie sie.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Ob sie Verwandte in Irland habe wollte er wissen „Keine Ahnung. Ich wurde als kleines Kind von meinen Geschwistern getrennt. Ich weiss nicht was aus ihnen geworden ist.“ Sie erzählte ihm von der schrecklichen Zeit bei den Nonnen im Kinderheim. Etwas in ihm wurde hellhörig und so bat er sie, sich mit ihm nach Feierabend im Coffeeshop um die Ecke zu treffen, was sie nach längerem Zögern zusagte. Tatsächlich hielt er Wort und traf sie ein paar Stunden später.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">„Heisst du wirklich Roisin?“ fragte er sie später. In ihrem bei der Heirat ausgestellten Pass stand nämlich Rosmary, eine weitere Lebenslüge. Sie antwortete „So rief man mich jedenfalls all die Jahre, an die ich mich erinnern kann.“ Als sie endete hatte sie ihm beinah ihre ganze Lebensgeschichte erzählt. Shane, der NYPD-Polizist, schwieg lange und überwand dann endlich sein Zögern. „Könntest du dir vorstellen, dass wir vielleicht Geschwister sind?“ verblüfft starrte sie ihn an. „Was? Wir Geschwister?“ die Worte blieben ihr im Hals stecken. „Wie kommst du denn darauf?“ „Ach ich weiss auch nicht recht, bloss so eine Vorstellung. Vielleicht weil ich ebenfalls für eine gewisse Zeit von einem Kinderheim ins Nächste wanderte. Hab keine Ahnung, was aus meinen acht Geschwistern wurde. Meine Mutter soll sich zu Tode gesoffen haben. Das habe ich irgendwann mal herausbekom­men. Aber was aus den Geschwistern wurde, fand ich bis heute nicht heraus.“ Nach diesen Worten schwiegen beide lange. „Weshalb kamst du nach NYC ?“ unterbrach Roisin irgendwann das Schweigen. Er be­gann zu erzählen.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">„Ich erinnere mich als wärs gestern gewesen! Jeden Morgen um 6 Uhr riss man mich sonst fürs Bodenschrubben aus dem Schlaf. Doch an diesem Morgen war alles anders. Man brachte mich direkt ins Büro des Abts. Ich hatte grässliche Angst, was mich erwarten würde. Am Tisch sassen der Abt und ein Mann im schwarzen Anzug und einem Zylinder auf dem Kopf. Der Fremde machte mir anfänglich ein wenig Angst, doch als er zu sprechen begann verflog sie. Gütig fragte er mich mit leichtem amerikanischen Akzent wie ich heisse, wie alt ich sei und ob ich in New York City leben möchte. Der Abt habe ihm erzählt, dass meine Eltern tot seien und man nicht wisse, wo meine Geschwister leben würden. Mir schlug das Herz bis zum Hals. New York City. Ob ich dort leben möchte. Mein vor Freude und Glück überwältigtes Ja kam allerdings stammelnd.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Mr James Sinclair war reich. Sehr reich sogar. Seine Frau Maureen und er führten eine glückliche, aber kinderlose Ehe. Du kannst dir deshalb vorstellen, dass ich als kleiner sechs Jähriger nach Strich und Faden verwöhnt wurde. Ich lebte im Paradies. Sie liebten mich wie ihr eigenes Kind. Ich erlebte zum ersten Mal in meinem Leben Liebe, Güte und Geborgenheit.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Wir lebten direkt am Central Park an der Upper East Side. Im Winter konnte ich den Schlittschuh­läufern auf dem Reservoir von meinem Fenster aus zusehen. An Weihnachten, wenn meine Verwandten zu Besuch kamen, teilte ich das Zimmer mit Pitty, der mich schnell wie einen eigenen Bruder liebte. Stundenlang drückten wir gemeinsam die Nase am Fenster platt. Wir bettel­ten lange Zeit bis uns Audrey, seine Mutter, jedem von uns ein paar nagelneue Schlittschuhe schenkte, die wir dann noch am gleichen Tag einweihten. Stundenlang kurvten wir auf dem Eis herum bis wir blau vor Kälte waren. Der Butler stand am Rand und erwartete uns mit dampfender heisser Schokolade und Ingwerkeksen.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Stell dir ein solches Leben vor. Es war ein Leben voller Bücher, Schachpartien, Klavierstunden, Schlittschuh­fahren, schönen Gesprächen und Liebe. Ich kniff mich jeden Morgen in den Arm um zu wissen, dass ich nicht träumte und alles wahr ist.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Die dritte Weihnachten kam und mit ihr Pitty, Audrey und Sean, Mr Sinclairs Bruder. Liebevoll nannte ich ihn so, obwohl er wollte, dass ich ihn Sean nannte, so wie ich Maureen und die andern beim Namen rief. Pitty und ich waren nun mittlerweile fast zehn Jahre alt als es geschah. Das Unfassbare. Das Grauenvolle, das mich Polizist werden liess.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Pitty und ich kurvten wie immer um den armen schlotternden Butler herum, der wie jedes Mal mit Proviant auf uns wartete. Pitty sagte mir, dass er auf mich bei der Trauerweide warten würde und wir dann ein Wettrennen machen. Sieger war, wer am schnellsten beim Butler ankam. Weil sich meine Schnürsenkel geöffnet hatten, die ich erst wieder zubinden musste, sah ich ihm nicht nach. Dann hörte ich Pitty schreien. Grauenhaft schreien. Dann verstummten auf einmal seine Schreie. Ich weiss nicht was grauenhafter war; die plötzliche Stille oder seine Schreie. Nie werde ich diesen Anblick vergessen, als ich ihn fand. Der Butler schlitterte neben mir übers Eis und landete Gesicht voran in Pittys Blut. Jemand hatte ihm die Kehle durchgeschnitten.“</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Shane verstummte. Tränen liefen über sein blasses Gesicht. Roisin war geschockt. Was für eine fürchterliche Tragödie! Nie zuvor hatte sie so etwas Schreckliches gehört. Einem Kind die Kehle durchzuschneiden schien ihr das Grauenhafteste. „Hat man den Täter gefunden?“ fragte sie ihn, doch er schüttelte den Kopf. „Nein, bis heute nicht. „Weisst du, dieses furchtbare Erlebnishaben wir alle nie richtig verkraftet. Vielleicht ging ich deshalb zum NYPD.“&nbsp;</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Shane schwieg erneut. Wieder war es Roisin, die das Schweigen durchbrach. „Was macht dich glauben, dass wir Geschwister sein könnten, Shane?“ „Sieh mal dein Gesicht im Spiegel an, dann meins“ beantwortete er ihre Frage. „Zudem kann ich fühlen, wie du denkst!“ schloss er.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Nach diesen Worten brachen sie gemeinsam auf in seine geschmackvolle und teuer eingerichtete Wohnung am Central Park. „Was geschah dann weiter?“ „Erstaunlich ist die Tatsache, dass mir niemand aus der Familie die Schuld dafür gab. Bis zu ihrem Tod vor ein paar Jahren blieb ich ihr geliebtes Kind. Meine inneren Schuldgefühle aber blieben. Erst eine umfassende Psychotherapie half mir, die Schuld ein wenig abzubauen und mich mit mir zu versöhnen“ endete Shane. Das Schweigen dauerte dieses Mal noch länger.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Viele Gedanken gingen Roisin durch den Kopf. Bis zu dem Moment, wo sie Zeugin eines Verbrechens wurde, schien ihr Leben mit ihr gnädig umgegangen zu sein. Gut, die Erfahrungen auf der Strasse waren auch nicht ohne; aber wie er jahrelange Schuldgefühle herumzuschleppen, kannte sie zum Glück nicht. Er tat ihr leid.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">„Shane, wie geht es nun weiter mit uns? In mir fühle ich tief, dass wir Geschwister sind, doch wissen tun wir es nicht. Du bist Polizist, ich eine Obdachlose. Du lebst in einem schönen Apartment, ich auf der Strasse. Bin auf die Münzen anderer Leute angewiesen, damit ich mir einmal im Tag etwas Warmes zu essen kaufen kann. Du verdienst regelmässig dein Geld und lebst behaglich. Hattest das Glück, dass dich gute Menschen aufnahmen und dich liebten, trotz all dem Schmerz, den diese Leute erfahren haben. Mich vermisst niemand. Keiner.“ Bei diesen Worten traten zum ersten Mal seit langem Tränen in ihre Augen. „Wohin würdest du gehen, wenn ich dich zurück auf die Strasse stellen würde?“ fragte sie Shane. „Paris oder Marseille; ich weiss es nicht so genau“ antwortete sie spontan.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">„Meinst du nicht, dass wir versuchen sollten, dir ein anständiges Leben zurück zu geben?“ „Wie tun wir das Shane? Ich habe noch nie gearbeitet. Lange Zeit nahm ich Drogen und gab mich mit Menschen ab, die genau gleich waren wie ich. Beziehungsaufbau gab es nicht. Auf der Strasse gilt es bloss zu überleben. Nur der Stärkste gewinnt“ „Naja, so viel anders ist das auch nicht im Berufs­leben“ grinste er sie an. „Warum bleibst du nicht eine Zeitlang hier? Gehst aufs College oder machst eine Ausbildung. Das Gästezimmer mit eigenem Bad steht dir zur Verfügung. Zudem kann ich auf dich aufpassen und wäre auch nicht immer alleine. Ich kann dir helfen, ein Leben zu führen, das dir vielleicht immer gefehlt hat. Miete brauchst du mir keine zu bezahlen, denn ich verdiene nicht schlecht und meine Familie hinterliess mir sehr viel Geld. Was denkst du?“. Sie konnte nur nicken. Das war vor exakt neun Jahren an einem Wintertag kurz vor Weihnachten gewesen.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Ein paar Wochen später schickte sie aus purer Neugierde über ihr wieder gefundenes Zeichentalent einem Modeverlag ein paar Probezeichnungen zu. Das Echo war erstaunlich; man liess sie diverse Kleiderentwürfe zeichnen, war begeistert und stellte sie ein. Roisin verdiente nun ihr erstes eigenes Geld.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Die Menschen dort waren sehr freundlich und staunten über ihr Naturtalent. Sie wollten ihr auf den Zahn fühlen, wo sie es denn über so lange Jahre hatte versteckt halten können. Doch sie hielt sich bedeckt und gab über ihre Vergangenheit nichts preis. Zu tief steckte in ihr immer noch die Scham über ihre Vergangenheit als Bettlerin und Süchtige. Zwar hatte sie die Vergangenheit abgeschlossen; dennoch wähnte sie sich in einem Märchen. Sie war abergläubisch genug zu glauben, dass dieses durch die Schatten der Vergangenheit enden könnte. Deshalb schwieg sie. Es ging ihr gut, materiell und emotional. Der Chefredaktor eines berühmten Modemagazins, dem sie damals ihre Zeichnungen als ersten vorgelegt hatte, war in sie verliebt. Schon bald turtelten sie durch die Redaktion und ihr Leben war glücklich. Mit ihren Zeichnungen begann sie sehr viel Geld zu verdienen. Bald kaufte sie sich ein eigenes kleines Appartement an der West Side auf den Central Park. Durch ihre Liebes­beziehung kam sie mit sehr wichtigen Persönlichkeiten aus der Modewelt in Berührung. Ihr Bruder war über ihren Auszug auch nicht ganz unglücklich. Er heiratete kurz darauf seine schwangere Freundin und das Platzproblem war gelöst.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Roisin arbeitete gerade an einem Entwurf für Donna Karan als ihre Assistentin ein Anruf aus Paris durchstellte. Am andern Ende war Monsieur Yves St. Laurent persönlich, der sie nach Paris einlud. Ihre Zeichnungen würden ihn begeistern.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Eine Woche später landete sie in Paris. Das Taxi brachte sie direkt nach La Villette. Dort in einem schönen alten Haus lebte der Mâitre. Galant empfing er sie im violetten Salon. An den Wänden hing moderne Kunst mit alten Meistern gemischt und überall gab es Spiegel. Sie traute sich kaum auf einen der purpurnen Diwane hinzusitzen. Er war sehr freundlich und lobte ihre Zeichnungen aufs Höchste. Er liess ziemlich unverblümt durchblicken, dass er sie in seiner Entourage aufnehmen wollte. Darauf stiessen sie mit Kristallgläsern an.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Ein halbes Jahr später kaufte sie sich ein Appartement am Boulevard Haussmann und lud ihn mit seinem Freund zum Diner ein. Zwinkernd und ein wenig nuschelnd flüsterte er dann später vertraulich , dass er sie schon damals in ihrem Strandhaus an der Küste von Kalifornien für ihre Zeichnungen bewundert hatte. Entsetzt starrte sie ihn an. Doch er versprach ihr, dass niemand über ihre Vergangenheit auch nur ein Sterbenswort erfahren würde. Er hielt dieses Versprechen.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Am andern Tag sprach sie mit nur einem einzigen Menschen darüber, ihrem Bruder. Shane wollte unbedingt, dass sie ihre Lebensgeschichten niederschrieb. Doch sie war noch immer unschlüssig.</span></div><div><br></div><div><span class="fs19 cf3">Der Himmel war wolkenverhangen. Schneewolken über Paris. Roisin war glücklich. Yves St. Laurent hatte ihre neuen Entwürfe angenommen und die Näherinnen und Stickerinnen begannen mit ihrer Arbeit. Sie beschloss einen kleinen Spaziergang rund um die Madeleine zu machen, betrachtete die Schaufenster und kam an einer Buchhandlung vorbei. Verdutzt hielt sie inne, um den Titel des Kochbuchs nochmals zu lesen. „Soulfood“ von Roisin Murdoch. Ein Kochbuch im Riesenformat, kaum zu blättern . Sie fragte sich wie ihre Namensvetterin bloss auf ein solch unhandliches Format hatte kommen können und ging hinein.....</span></div><div>  </div><div><span style="line-height: 25px;" class="cf3">&nbsp;</span><br></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf3">Sionnach, Dezember 2015&nbsp;</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 13 Dec 2015 13:24:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte Dezember 2015]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_z6xr3pv8"><div>  </div><div><span class="fs19">Vorspeisen:<br></span></div><div>  </div><div><br></div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">-&nbsp;<!--[endif]-->Provenzalische Blätterteigsticks</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">-&nbsp;<!--[endif]-->Susanns Kürbissuppe</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">-&nbsp;<!--[endif]-->Ungarisch gefüllte Peperoni</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Hauptspeisen:</span></div><div><br></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">- Apfel-Maronen-Schinkenbeilage (oder Truthahnfüllung)</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">- Cranberry Sauce</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">- It’s wintertime</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">- Kartoffelstock tricolore</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">- Notfall Tomatensauce</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">- Roasted Turkey</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">- Roses et Pommes de terre</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">- Roulette</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">- Sabato</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Desserts:</span></div><div><br></div><div><span style="line-height: 25px;">- Le monde est ronde</span></div><div>  <span class="fs19">- Tarte Tatin</span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 13 Dec 2015 13:23:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Aromat: Das Offiziersmesser unter den Gewürzen]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_3ei9dnex"><div>  </div><div><span class="fs14">Im letzten Blog lobte ich die Vielfalt. Diese hat allerdings auch Schattenseiten und verstellt manchmal den Blick auf das Wesentliche. Dies ist etwa der Fall im Bereich der Gedenk- und Jubiläumstage und –jahre.<br></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Obwohl sich 2015 bereits zu Ende neigt ist, es wohl an einem Grossteil der Bevölkerung relativ unbemerkt vorübergegangen, dass dieses von der UNO zum Jahr des Lichts und der Böden erklärt würde. Dies liegt wohl daran, dass bei der Themenauswahl politisch korrekt vorgegangen wurde und kontroverse Themen aussen vor gelassen wurden. Ich denke der UNO wäre mehr Aufmerksamkeit zu Teil geworden, falls sie 2015 stattdessen zum Jahr der Dunkelheit und der Blöden erklärt hätte. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Ebenso wenig erbaulich ist die Liste der offiziellen UNO Gedenktage, welche von Gutmenschentum triefen: Diese reicht vom Welttag der Aufklärung über den Albinismus (13.6.), den internationalen Tag des Sports im Dienste von Entwicklung und Frieden (6.4.) über den Welttoilettentag (19.11.) bis hin zum Tag der Handhygiene (5.5.). Warum letzterer nicht näher beim Toilettentag ist, wissen wohl nur die zuständigen Beamten (deren Welttag übrigens am 23.6. ist). </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Dieses Jahr erinnerten wir uns an grosse historische Ereignisse wie die Schlachten bei Marignano, Morgarten oder das Ende des zweiten Weltkriegs. Letztes Jahr war der Beginn des ersten Weltkriegs in allen Medien präsent. Im 2013 wurde jedoch völlig zu Unrecht in der Berichterstattung über Ereignisse der Weltgeschichte das sechzig jährige Jubiläum der Erfindung des Aromats – der Allzweckwaffe auf dem schweizerischen Esstisch - ignoriert! </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Dieser Meilenstein der Kulinarik wurde wie auch Stocki kurz nach dem zweiten Weltkrieg in der schweizerischen Zweigniederlassung des deutschen Knorr Konzerns erfunden. Dies geschah im Bemühen, aus dem Schatten des Mutterhauses herauszutreten. Aus heutiger Sicht ein durchaus bemerkenswerter Vorgang. Ich denke in der Zentrale in Wolfsburg wäre heute die Überraschung beträchtlich, wenn VW Schweiz dieser Tage die Lancierung eines neuen Auto Modells ankünden würde…</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Es ist kein Zufall, dass das Offiziersmesser unter den Gewürzen in der Schweiz erfunden wurde. Denn das Aromat steht sinnbildlich für die Kultur des Kompromisses und des Ausgleichs. „Gutschweizerische“ Lösungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie für alle passen, aber für niemanden die beste Lösung sind. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Dadurch unterscheidet sich der Schweizer auch in der Küche von den umliegenden Ländern, zu deren Küchen-Spezialitäten stets eine Prise Extremismus gehört. In der italienischen Küche findet sich etwa das Parmesanmesser, welches sich für wenige andere Tätigkeiten eignet. Am ehesten könnte es noch als Hilfsmittel verwendet werden, falls man beim Eistauchen das Ausstiegsloch nicht mehr findet. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">In der französischen Küche finden sich ebenfalls Spezialitäten, auf welche die Welt nicht unbedingt gewartet hat. So servieren etwa die Franzosen ihren Gästen in ihrer unnachahmlichen Mischung aus Arroganz und Ignoranz Tiere als Spezialitäten, welche hierzulande in den Schrebergärten im Salatbeet mit Hingabe bekämpft werden oder Innereien, die bei uns selbst fein gehackt in der Cervelat nicht erwünscht wären. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Das Aromat hat allerdings in der heutigen Küche selbst in der Schweiz einen schweren Stand und ist verpönt als „Single-Männer-Haushaltsgewürz“. In der vertraulichen Umgebung des Beichtstuhls oder des Wiederholungskurses der schweizerischen Armee hört man häufig, dass es eines der einschneidensten Tage im Leben junger Männer war, wenn in der ersten gemeinsamen Wohnung die Freundin in der Küche das Aromat durch Fleur de Sel, Himalaya-Salz, Aceto balsamico, kaltgepresstes Olivenöl und anderen chi-chi ersetzt hatte.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Als Kind liebte ich Blevita Kekse mit viel Butter und noch mehr Aromat als Zwischenmahlzeit. Heute verwende ich dieses allerdings relativ selten. Eine der wesentlichen Eigenschaften des Aromats ist, dass es den Eigengeschmack der Lebensmittel komplett überdeckt. Dafür bin ich in Kantinen oder Restaurants manchmal äusserst dankbar, nicht aber wenn ich selber koche. Dort würze ich meistens nur mit Salz und Pfeffer sowie zwei, drei Kräutern mit prägnantem Geschmack wie etwa Rosmarin, Basilikum oder Thymian. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Dies tue ich allerdings völlig wertneutral gegenüber dem Aromat und lediglich weil mir persönlich die Schlichtheit und Erkennbarkeit der einzelnen Aromen wichtig ist. Ich habe nichts dagegen, wenn einer meiner Gäste sein Not-Aromat aus der Hosentasche zieht und damit nachwürzt: de gustibus non est disputandum!</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Liebe Grüsse und bis bald, Adrian </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 29 Nov 2015 20:05:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Vanillaroasted Coffee oder der East River liegt gleich dahinter]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_0g2ct3mt"><div>  </div><div><span class="fs14">In der Dunkelheit des heutigen Morgens fuhr ich in die Stadt zur Arbeit. Ich kam den Hügel hinab und mein Blick fiel auf den hell erleuchteten neuen Tower eines Basler Pharmakonzerns und damit wurde eine Erinnerung wach.<br></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Vor exakt fünf Jahren war ich eben erst ein paar Tage von NYC zurück. Zehn lange Kurzgeschichten zur Verarbeitung meiner Eindrücke und zum Teil realen Erlebnissen prägen bis heute meine Erinnerungen. Eine davon ist der Vanillaroasted Coffee. Ihn trank ich täglich in unserm selbsternannten Hauscafé an der 34. West, Ecke 5th Avenue. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Sass dort mit meinen Kindern am Fenster und blickte hinaus auf die Welt, die an mir vorbeilief: Fasziniert über die Vielfalt der Menschen spekulier­te ich über deren eigentlichen Herkunftsländer und ihre Geschichten, die sie wohl mitbringen. Der Vanillaroasted Coffee unterstützte meine Bilder und hallte in starken Geschichten wider. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Glücklich testete ich ein paar Jahre später im Nespresso Shop den Vanillecafé. Doch welch Enttäuschung! Dieser vermochte keinerlei Bilder in mir auszulösen. Ich trank die Tasse leer, genauso leer blieb aber auch meine Innenwelt. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Andere Gerüche jedoch, wie zB die der frisch kleingeschnittenen roten Zwiebel in Olivenöl angebraten, katapultieren mich umgehend nach Marseille. Auch ein Ort an dem viele Kulturen zusammenlaufen. Ich mag solche Orte, wo zu den eigentlichen Geschichten noch weitere wachsen. In einem andern Blog gab ich bereits einen kleinen Einblick meiner „Reiseimpressionen“ über den Duft von Tee und Kaffee. Daran will ich aber nicht anknüpfen. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Sondern an die Leere, die mich die letzten Wochen umgab. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Meine Mutter war lebensbedrohlich krank. Täglich sass ich an ihrem Krankenbett auf der Intensivstation und hatte viel Zeit fürs Denken. Doch war es nicht kreatives Denken. Es waren Sorgen um sie. Hoffen und Bangen und vieles mehr. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Ich durchlebte eine ähnlich schreckliche Zeit, wie damals, als ich meinen Geruchssinn verloren hatte. Nun war ich dabei meine Kreativität zu verlieren. Was aber zum Glück nicht ganz stimmte; jedoch hatte ich nicht mehr genü­gend Kraft, meine Kochphantasien auszuleben geschweige denn etwas davon umzusetzen. Ich gab in dieser Zeit meine Energie beinah alle meiner Mutter, die sie bitter nötig hatte. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Dennoch stimmte mich diese kreative Leere sehr traurig. Hätte Adrian und der Txoko in dieser Zeit nicht eines nach dem andern göttlichen Essen gekocht, wäre ich innerlich fast verhungert. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Vor etwa drei Wochen als sich bei meiner Mutter der Umzug ins Alters- und Pflegeheim vollzog, trank ich in einer kleinen Durchschnaufpause einen Café der nach Vanille duftete. Dieser brachte eine innere Lawine ins Rollen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Auf einmal fühlte ich mich zurückversetzt nach NYC und verspürte Sehn­sucht nach den Bildern, wie Menschen unterschiedlichster Nationen auf engem Raum zusammen leben vermögen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Nach dieser „heilen Welt-Vorstellung“ ging es mir irgendwie wieder gut und fühlte Energie in mich zurückkehren. Was mir noch viel wichtiger ist; meine Phantasie erhielt neue Flügel. Leise zeichneten sich neue Rezepte im Kopf ab. Ideen für Blogs und langen Kurzgeschichten drangen wieder nach oben. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Ganz besonders stark war die Empfindung vergangenen Freitagabend als der Txoko das wunderbare spanische Essen auf die Teller zauberte. Während unsere Männer kochten freute ich mich einer Freundin meine „NYC Tales and more“ zu schenken. Wir hatten zuvor mal über innere Bilderwelten gesprochen. Wie dann die Vorspeise zu Tisch gebracht wurde stellte ich freudig fest, dass ich wieder über Gerüche von wunderbarem Essen, neue Bilder in mir sah. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Der eine Meisterkoch des Abends erzählte, dass er die frischen Oliven, den iberischen Schinken und die Sardellen direkt auf dem Markt in Barce­lona wenige Tage zuvor gekauft habe. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Gedanklich schlenderte ich über den Markt, stellte mir das rege Treiben vor, in welchem ich mich an die Stände stellte und Grosseinkauf für mein imaginäres Essen machte... </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Beinah wären mir die Tränen darüber gekommen. Reiste ich einmal mehr ich über das Essen an Orte, die mich schon lange mal reizen oder an denen ich tatsächlich schon war. So lüftete sich das Vakuum und nun stellt sich in mir langsam die Weihnachtsküche ein. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Vorfreudig bin ich geistig jetzt schon am Weihnachtsgutzi backen, Vor­speisen und Hauptgänge zusammenstellen. In mir ist wieder der Duft von angebratenen roten Zwiebeln, das leuchtende Rot der Riesen­scampis mit Tinto Nero Pennes mit Algen garniert, cremigen Risotto gerührt, Rosenkohl zart verfeinert mit Himbeer­pfeffer dazu rosaroten Kartoffelstock und violettem Kalbsragout, Kürbiscurrysauce mit Basmatireis.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Dies alles angekurbelt und die Gedanken wieder schwirrend durch die heutige Tramfahrt. Dem leuchtenden Tower und der Vorstellung, dass gleich dahinter der East River und damit NYC liegt.</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Alors on-y-va! </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">A bientôt, Susann</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">26.11.2015</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 29 Nov 2015 20:03:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte November 2015]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_hk9stlu1"><b>Hauptspeisen</b><div><br></div><div>Dernier cri</div><div>Filet-Pfännli</div><div>Fusili mit Speck und Erbsen</div><div>Lapin d' automne</div><div>Pasta Gratin mit geröstetem Gemüse</div><div>Spinatstrudel</div><div><br></div><div>Desserts:</div><div>Crème brûlée</div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 08 Nov 2015 10:21:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Kapselkaffee und Stinkbomben]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_42a3cbgk"><div>  </div><div><span class="fs14">Gerüche nehmen uns mit auf Reisen. Dies kann wie in Susanns Blogs in ferne Länder sein, oder aber auch zurück in die Kindheit.<br></span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs14">Eine meiner Erinnerungen ist etwa der penetrante Geruch von faulen Eiern, welcher in Schwaden durchs Schulhaus zog, wenn mal wieder in der Primarschule ein Fünftklässler eine Stinkbombe in das Zimmer der Erstklässler geworfen hatte. Heute sind diese Scherzartikel wegen der Verletzungsgefahr durch Glassplitter verboten. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Sehr gut kann ich mich auch noch an den würzig-metallischen Geruch erinnern, der eine Batterie „Frauenfürze“ angezündet in Nachbars Briefkasten verbreitet hatte. Aber auch dies gehört der Vergangenheit an: die Produktbezeichnung ist nicht mehr politisch korrekt und das Knallen nicht mehr im Einklang mit den Gehörschutznormen. Letzteres Schicksal ereilte auch die Munition für die Käpseli-Pistolen, welche dieser Tage eher das metallische Abzugsgeräusch dämpfen als Eltern und Tanten erschrecken. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Es scheint lediglich eine Frage der Zeit zu sein, bis der Gesetzgeber zu unserem Selbstschutz auch Wein und Pommes Chips verbieten werden, weil wir unseren Lebern allenfalls durch deren Verzehr Schaden zufügen könnten. Würde Paracelsus heute leben, so würde ihm wohl die EU Bürgerschaft wegen Verbreitung von Irrlehren aberkannt. Aber zum Glück kommt jetzt bald die kalte Jahreszeit und ich werde einen der langen, dunklen Winterabende nutzen, um mal die Gesetzessammlungen nach den Begriffen „Augenmass“ und „Selbstverantwortung“ zu durchsuchen – dies könnte länger dauern…</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Während diese Gerüche somit wohl für immer in der Vergangenheit bleiben, so habe ich zumindest neulich EINEN Geruch wieder re-aktivieren können. Dies ist der Geruch von frisch gemahlenem Kaffee. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">In meiner Kindheit war es üblich, dass man im Supermarkt den Kaffee in Bohnen kaufte. Nach der Kasse befand sich auf einem separaten Tisch eine Mühle, welche in Form und Grösse an R2-D2 aus Star Wars erinnerte. Das Gerät machte einen Lärm, bei dem heute die Besitzer von Laubbläsern vor Neid erblassen würden und dessen Benutzung nach heutiger Gesetzgebung wohl nur mit doppeltem Gehörschutz (Ohropax plus PAMIR) zulässig und für Kinder unter 16 Jahren zwecks Vermeidung von Langzeitschäden generell verboten wäre, zumindest solange keine wissenschaftliche Doppel-Blindstudie nicht das Gegenteil bewiesen hat. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Ich erinnere mich noch gut, wie mir die Bedienung dieser Kaffeemühle als Kind grossen Spass bereitet hatte. Es brauchte nämlich einiges Fingerspitzengefühl um den frei-schwebenden Kaffeebeutel unten an der Maschine zu fixieren, damit dieser nicht mitten im Mahlvorgang runter und der ganze Inhalt auf den Boden fiel. Zudem durfte man nicht vergessen den Mahl Grad richtig einzustellen ansonsten der Kaffee zu Hause entweder wässrig wurde oder die Filtertüten verstopfte. Und dann der Lärm und der Geruch: einzigartig!</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Dieses Erlebnis hat mir in der Welt der lustig bunten Kaffeekapseln gefehlt. Ich hatte rund 10 Jahre eine Kapsel-Kaffeemaschine und konnte mich nicht über die Qualität des Kaffees beklagen. Mir missfiel aber zusehend die technische Sterilität, welche nichts mehr mit einem LEBENS-Mittel zu tun hatte. Die Verabschiedung von der Welt der Kaffeekapseln wurde mir durch die Marketing-Abteilungen der betreffenden Firmen erleichtert. Statt Arabica negro oder Robusta africa gab es nun „Grand Crus“ und „Limited Editions“ mit exotischen Namen, die normalerweise Badesalze oder Duschmittel zieren. In Anlehnung an die Wein-Experten wurde nun auch bei den Kaffeekapseln der Geruch angesengter Backhandschuhe als „kräftige Röstnoten“ angepriesen und wässriger Kaffee als „elegante Leichtigkeit“ schön geredet.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Ausgestattet mit gesundem Selbstbewusstsein fing ich bei der Suche nach Alternativen zunächst beim top end der Siebträgermaschinen an. Bald realisierte ich aber, dass mit diesen Geräten die Herstellung eines Kaffees komplizierter als das Ausfüllen der Steuererklärung ist. Die Wassertemperatur muss exakt zwischen 93 und 95 Grad Celsius sein und der Mahl Grad der Bohnen, die Dosierung des Pulvers und der Andruck des Kaffees im Sieb müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein, ansonsten der Kaffee nicht schmeckt. Ich fand dies alles hoch interessant und notierte mir dies auf meine geistige „to do Liste“ für nach der Pensionierung. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Für das hier und heute entschied ich mich jedoch für einen sogenannten Vollautomaten mit eingebauter Mühle und einem externen Milchbehälter. Mit letzterem lassen sich ausgezeichnete Cappucinos auf einfachste Weise zubereiten. Die Reinigung ist nicht aufwändiger als bei einer Kapselmaschine und das Aufschäumen der Milch ist nicht zu vergleichen mit den früheren Milchschaumdüsen, welche zumindest bei mir regelmässig nicht funktionierten und einen unverhältnismässigen Reinigungsaufwand verursachten.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Befreit von der Kapsel hat sich mir eine neue Kaffeewelt eröffnet, die sich mit dem Entdecken der Weinwelt vergleichen lässt. Wie bei den Reben hat auch hier jede Bohnensorte ihren eigenen Geschmack und die gleiche Sorte schmeckt unterschiedlich, wenn sie an einem anderen Ort unter unterschiedlichen klimatischen Bedingungen angebaut wurde. Ebenfalls hat man die Wahl zwischen sortenreinem Kaffee, in welchem die typischen Eigenschaften der Bohne stärker hervortreten, oder einer assemblage, in welcher aus verschiedenen Bohnen eine harmonische Mischung mit abgerundetem Geschmack geschaffen wird. Beides hat seinen Reiz. Ähnlich wie beim Wein der Ausbau in der Barrique eine ganz andere Note verleiht, so ergeben unterschiedliche Röstungen dem Kaffee ganz unterschiedliche Geschmacksnoten.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Ich bin erst am Anfang meiner Kaffee-Entdeckungsreise, die mir aber viel Freude bereitet. So habe ich mir bereits zur Angewohnheit gemacht, bei der Vorbereitung von Reisen nicht nur die 2nd Hand Plattenläden sondern auch die Kaffee-fachgeschäfte herauszusuchen. Eine gute Adresse ist etwa in Marseille das Maison Debout (46 rue Francis Davso) oder in Freiburg im Breisgau Tee Peter Kaffee (Schusterstrasse 17).</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Liebe Grüsse, Adrian&nbsp;</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 08 Nov 2015 10:18:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Lieber Bier als Patriotismus]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_9w442j6n"><div>  </div><div><span class="fs19">Ich würde mich nicht als grossen Patrioten bezeichnen. Meine Kenntnisse des Texts der schweizerischen Nationalhymne gehen nicht über die ersten drei Worte hinaus und ich kann deren Melodie nur knapp von den dumpf-klagenden Totengesängen der Apachen in den Winnetou-Filmen unterscheiden.</span></div><div><br></div><div><span style="line-height: 25px;">Das Beste am Nationalfeiertag finde ich das Feuerwerk und dass es einen guten Grund gibt, Familie und Freunde zum Essen einzuladen. Mein Patriotismus geht aber immerhin doch so weit, dass ich "aus Liebe zur Schweiz" diejenigen Volksvertreter nicht wähle, welche mit diesem Slogan auf Stimmenfang gehen.</span></div><div><br></div><div><span class="fs14.25">Ich wohne sehr gerne in der Schweiz. Der Hauptgrund dafür ist die Vielfalt auf kleinstem Raum. Palmengesäumte Lidos an südlichen Seeufern im Tessin, schroffe Gebirgsketten in den Alpen, pulsierende, urbane Kreativ-Zentren in der Deutsch- und Welschschweiz und vor sich hin dämmernde marode Industriestädtchen im Jura liegen nicht mehr als ein paar Stunden auseinander.</span></div><div><br></div><div><span class="fs14.25">Dieses Jahr habe ich die Vielfalt der Schweiz neu entdeckt, in dem ich an einer 100 Pässe Fahrt teilnahm. Deren Zweck besteht darin, mit dem Motorrad die Vielfalt der Schweiz im wahrsten Sinne des Wortes zu erfahren. Dabei überquert man Pässe mit wohlklingenden Namen wie Chilchzimmersattel, Staffelegg, Pierre-Pertuis oder Schafmatt. Mittels Selfie von Fahrer, Motorrad und Strassenschild wird das Ganze fotografisch minutiös dokumentiert.</span></div><div><br></div><div><span class="fs14.25">Dabei kam ich an wunderschönsten Gegenden wie etwa der Biosphäre Entlebuch oder Orten mit klingenden Namen wie Welschenrohr vorbei, die ich sonst nie gesehen hätte. Faszinierend ist auch die Befahrung von Pässen, die für den modernen Autoverkehr bedeutungslos geworden sind (wie z.B. der Weissenstein) und wo die Strassenbreite noch dem Standard der Vorkriegszeit entspricht.</span></div><div><br></div><div><span class="fs14.25">Leider wird diese landschaftliche Vielfalt nicht in den Getränken widerspiegelt. Ich bin normalerweise kein Verfechter von antikapitalistischen Werten, aber was der Kapitalismus in den letzten Jahrzehnten der Biervielfalt der Schweiz angetan hat, ist ein grober Frevel. Vor einem halben Jahrhundert spiegelten die Biere noch die lokale Kultur und Unterschiede wider und waren ein Abbild der schweizerischen Vielfalt. Heute ist das ganze Land von einer tristen Einheitsbrühe überzogen.</span></div><div><br></div><div><span class="fs14.25">Die aus Marketinggründen beibehaltene Etikettenvielfalt mag nicht darüber hinwegtäuschen, dass überall das gleiche Bier aus der gleichen Abfüllstation mit dem gleichen Wasser drin ist. Die Aussagen der Marketing-Abteilungen von Heineken und Carlsberg, wonach die lokalen Rezepte beibehalten wurden, erscheinen so glaubwürdig wie die Abgas- und Benzinverbrauchswerte der Autohersteller.</span></div><div><br></div><div><span class="fs14.25">In Anlehnung an Asterix hat diese Entwicklung in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Lokalbrauereien auf den Plan gerufen, welche an den rebellischen Instinkt und den Lokalpatriotismus appellieren. Leider handelt es sich bei diesen lokalen Bieren jedoch meistens auch um ein ziemlich uniformes „unfiltriertes“, amberfarbiges Gebräu. Neben den überhöhten Preisen zeichnen sich diese Biere in der Regel durch versteckte qualitative Mängel aus, welche dazu führen, dass man regelmässig nach dem Genuss von zwei Stangen am kommenden Morgen ein stechendes Kopfweh hat.</span></div><div><br></div><div><span class="fs14.25">Ein andere Reaktion auf die Bier-Misere sind die Badwannenbrauer. Dies ist derzeit bei „originellen“ Enddreissiger als ausgleichendes Hobby oder bei frisch Pensionierten als Beschäftigungstherapie in Mode gekommen. Abgesehen vom „speziellen“ Geschmack wird der Genuss dieser Biere dadurch erschwert, dass man dazu die technischen Ausführungen des „Braumeisters“ über die Unterschiede von obergärig, untergärig usw anhören muss.</span></div><div><br></div><div><span class="fs14.25">Ganz anderes in dieser Hinsicht die Situation in Grossbritannien. Dies erstaunt insofern, als dass man nicht intuitiv die britische Kultur als Leitkultur in kultureller oder kulinarischer Hinsicht empfindet. Aber in den britischen Pubs herrscht eine Biervielfalt von welcher, der Rest der Welt nur träumen kann. Im Gegensatz zur Schweiz – wo man dankbar sein muss, wenn man neben dem Lagerbier noch ein Weizenbier zur Auswahl hat - besteht diese nicht in der Etiketten-Vielfalt, sondern es handelt sich um komplett unterschiedliche Getränke, welche man je nach Aussentemperatur, Tageszeit oder Laune passend sind.</span></div><div><br></div><div><span class="fs14.25">An einem Hitze Tag im Sommer passt am besten ein sprudelnd erfrischendes hellgelbes Lager, welche erfreulicherweise teils deutlich weniger Alkohol und dennoch mehr Geschmack als die schweizerischen Biere haben und somit durchaus auch tagsüber bei hohen Temperaturen genossen werden kann.</span></div><div><br></div><div><span class="fs14.25">Nach getaner Arbeit und als Einleitung in den Feierabend bietet sich ein Bitter an. Dieses hat keine Kohlensäure und wird von Hand langsam aus dem Tank gepumpt. Im gleichen langsamen Tempo wie sich das Glas füllt, fällt auch der Ärger des Arbeitsalltags in sich zusammen und man fühlt sich schon besser, bevor man den ersten Schluck genommen hat.</span></div><div><br></div><div><span class="fs14.25">In der kälteren Jahreszeit oder nach dem Eindunkeln ist schliesslich der ideale Zeitpunkt für ein wunderbares, dunkles stout Bier gekommen, welches auch gut und gerne an Stelle eines Abendessens treten kann.</span></div><div><br></div><div><span class="fs14.25">Aber statt über die schweizerische Bier-Einfalt zu jammern, sollten wir uns vielleicht über die globale Vielfalt freuen und dass wir deswegen einen guten Grund haben, ab und zu eine Grossbritannien Reise zu unternehmen.</span></div><div><br></div><div><span class="fs14.25">Liebe Grüsse, Adrian</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 17 Oct 2015 07:21:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte im Oktober 2015]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_l3983dz5"><div><b class="fs14.25">Vorspeisen:</b></div><div><b><div><!--StartFragment --></div></b><div>Dip d’Inde</div><div>Rote-Bete-Feta-Smushi</div><b><div><!--EndFragment --></div></b></div><div><b class="fs14.25"><br></b></div><div><b class="fs14.25">Hauptspeisen:</b><br></div><div>Alibaba</div><div><!--StartFragment --></div><div>Chou fleurs d’Inde</div><div>Coleman</div><div>Dahl</div><div>Fusili-Chorizo-Paprika Auflauf</div><div>Grüner Hummus</div><div>Ocra speciales</div><div>Ossobucco<br></div><div>La promesse</div><div>Rouges et Vertes</div><div>Scampino</div><div>Wolfsbarsch in Grünteesalzkruste</div><div>Zuccalino</div><div><br></div><div><b>Desserts:</b></div><div><span class="fs14.25">Fruitpie</span><br></div><div><div>Fruits d’automne</div><div>Massepain</div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 03 Oct 2015 10:27:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Entschleunigung]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_iit4b556"><div>  </div><div><span class="fs19">Ohhh dies ist mir durch die Lappen gegangen!<br></span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Ohhh ich hätte noch kurz nachprüfen sollen, ob … </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Ohhh ich vergass die Wäsche aus der Maschine zu holen...</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Ohhh der Monitor im Büro läuft auch noch. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Ohhh ich sollte meine Gedanken dringend bündeln und an meinem neuen Blog schreiben….&nbsp;</span></div><div><br></div><div><span class="fs19">Soll ich das mit meiner Ohnmacht und dem Grauen hinschreiben, oder mal richtig Dampf ablassen über diesen lieblosen Hype „Heute machen wir einen auf Betroffenheit und heissen die Flüchtlinge willkommen, weil morgen interessieren sie mich eh nicht mehr“. Der nächste Hype gärt sicher bereits schon irgendwo auf den Datenautobahnen unserer Big Brothers wie Facebook, Twitter, Google und Co. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Ohhh ohhh ohhh......</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Erschöpft sitze ich mit einer Tasse Tee am PC. Erschöpft über die vielen „ich sollte, ich müsste“. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich trinke weissen Jasmintee mit Mango und Zitrone. Er sollte mich ein wenig aufpäppeln und die Müdigkeit von mir nehmen. Müde bin ich nicht nur physisch, eher Alltags-Kräfte beraubt. Der Tee schaffte nicht, was er versprach. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ein kurzer Sonnenstrahl zwischen den Regenwolken und ich setzte mich aufs Velo. Vielleicht wirkt ja das. Fahre eigentlich für etwas ganz anderes zur Brockenstube und um den müden Kopf aufzuwecken. Ich mag Brockis, weil jedes einzelne Stück dort seine eigene Geschichte erzählt. Solches ist für mich eine wahre Fundgrube und meine Phantasie springt voll an. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Mein Blick blieb auf feinstem Teeporzellan haften. Filigrane Zeichnungen eines chinesischen Teezeremoniells mit goldenen, roten und schwarzen Strichen darauf verewigt. Ein Liebespaar welches in grösster Harmonie und Liebe Tee aus kleinsten Tassen trinkt. Stumm erzählten sie mir ihre Geschichte.</span></div><div><br></div><div>        </div><div>  </div><div><span class="fs19 cf1">Über Nacht war es bitter kalt geworden. Heulender Wind fegte um das kleine Haus von Tian und Xia. Dichtes Schneegestöber. Knisternde Holzscheite knarzten im Feuer in der kleinen Feuerstelle. Wenigstens warm hatten sie. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf1">Tian ging heute nicht mit den Männern auf den Jangtsekiang, wo er sonst jeden Tag zum Fischen hinausfuhr. Sein Leben verbrachte. Den Lebensunterhalt verdiente. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf1">Jede Biegung des Flusses kannte er auswendig. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 cf1">Jeden Fischgrund. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf1">Die dunkelvioletten Wasserstellen, das Herbstlicht reflektierend. Das zarte Hellgrün des Wassers im Frühling, nachdem die Berge die letzten Schneereste freigegeben und geschmolzen waren, welche sich in sattes Gelb des Sommers veränderten. Das Lichtspiel von schiefergrau bis hellblaugrün in der Wintersonne für ihn tanzend. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf1">Er liebte den Fluss zu jeder Jahreszeit.</span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf1">Xias Wehen steigerten sich in der Nacht. Das Kind konnte jeden Moment zur Welt kommen. Ihr erstes Kind. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf1">Freudig und Bange erwarteten sie dieses Geschenk. Xias Fingernägel bohrten sich in seine Handflächen wenn wieder eine Wehe kam. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19"><span class="cf1">Tian begann sich die Zukunft auszumalen. Das Kind auf den Fluss mitnehmen und ihm das Fischen beibringen. Zusammen weite Reisen unternehmen. Tief in den Westen Qinghais, dort wo der Fluss entspringt. Ihnen die g</span><span class="cf1">rosse Biegung von Shigu zeigen, den Ort seiner Heimat. </span></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf1">Xias spitzer Schrei riss ihn aus seinen Träumereien. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19"><span class="cf1">Eine kräftige Wehe erschütterte Xia noch einmal. Das wunderbare kleine Geschöpf kam zur Welt.</span><span class="cf1"> </span></span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf1">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf1">Goldener Flaum zierte das kleine Köpfchen, deshalb taufte er seine Tochter Jinjin, was die Goldene bedeutet. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19 cf2">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Die Sonne schien und ich fühlte die Sehnsucht nach meinem Liebsten und einer gemeinsamen stillen Tasse Tee. Die Ruhe begann sich langsam auf mich zu übertragen. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Mein Blick glitt weiter zu einem andern Teeservice aus schwarzem Porzellan. Goldene chinesische Papageien auf Bambus sitzend. Filigran die Federn, beinah so, als ob der Wind durch sie ging. Im Hintergrund ein schneebedecktes Gebirge irgendwo im alten China. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Das Gebirge trug Schneeluft zu mir hinüber und ich sehnte mich nach einem heissen grünen Bambusblättertee. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">In meiner Phantasie wurde mir dieser Wunsch erfüllt. Der Wind trug mich erneut fort zu einem Bambushain und erzählte mir folgende Geschichte.</span></div><div><br></div><div>        </div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">Li Mau, wo versteckst du dich denn? Ich mag es nicht, wenn du ständig davon läufst und ich dich nicht finden kann. Li Mau, komm sofort hier her! </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><span class="fs19"><b class="fs14.25"><span class="cf3">Mai Lee war verärgert. Li Mau wusste genau, dass sie ihn nicht so schnell finden konnte. Manchmal schien es ihr, als ob er sie auslachen würde.</span></b><br></span></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">Ja sie war anders als gleichaltrige Mädchen. Sie hatte langes glattes schwarzes Haar um das sie viele Mädchen beneideten. Dies wusste sie schon ganz genau mit ihren erst elf Jahren. Ein hübsches Gesicht würde sie später mal haben sagte ihre Tante. Aber auch, dass sie halt anders als die andern sei. </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">Irgendwann schien sie das nicht mehr zu stören. Sie war dennoch glücklich. </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">Am liebsten mochte sie, wenn Schneeflocken auf ihr Gesicht tanzten. Sie glaubte dann immer, es seien kleine Schmetterlinge, die sie streicheln würden. </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">Sie mochte es sehr, wenn man sie streichelte. Oder wenn sie Li Mau streichelte. Dies fühlte sich einfach schön an. </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">Doch nun war dieser Kerl mal wieder durchgebrannt und sie musste ihn finden bevor es dunkel wurde. </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">Li Mau komm her, mein Kleiner! Wir müssen ins Haus bevor es Nacht wird hatte sie gesäuselt. Das hatte gewirkt. </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">Artig kam er zu ihr gestapft. Legte seinen Kopf an ihre Beine und liess sich von ihr streicheln. </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">Dann zogen sie heimwärts. </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">Raus aus dem Bambuswald. </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf3">Der Panda und das blinde Mädchen.</span></b></div><div>  </div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Keine Ahnung wie viel Zeit ich in der Brocki zugebracht hatte, als mir die beiden Geschichten in den Sinn kamen, die ich Adrian letztes Jahr zu Weihnachten geschrieben habe. Die beiden älteren Damen tuschelten jedenfalls lauthals wie ich beinah aus einem langen Winterschlaf erwachte. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Schnippisch meinte die eine; Und? haben Sie endlich etwas aus­gesucht? Nein liebe Dame; war meine Antwort. Dennoch habe ich etwas gefunden. So; was denn ? Ruhe und inneren Frieden. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Verdutzt starrte sie mich an, besann sich aber darauf nichts mehr zu sagen. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Ich wollte gerade die Brocki ohne etwas gekauft zu haben verlassen, als mein Blick erneut hängen blieb. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ausgebreitet wie eine Schlange lag er da. Der indische Silbergürtel mit den Edelsteinen. Yaspis, Opal, Karneol, Rhodonit, Bernstein, Jade, Malachit, Mondstein, Lapislazuli. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Immer vier Steine eingefasst in ein quadratisches Silberbett verziert mit kleinen Ornamenten. Drei mal drei Zentimeter jede der zwölf Ketten­glieder. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Magisch angezogen nahm ich ihn die Hände und schon glitt ich in eine Geschichte, die ich vor fünf Jahren schrieb und in den New York Tales festhielt.</span></div><div><br></div><div>        </div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">Lautes wütendes Gehupe. Ein mit schweren Tee- und Gewürzekisten bepackter Elefant blockiert die Autos auf der Strasse. Verärgertes Gehupe und Geschrei der Fahrer. Doch weder stört das den Elefanten noch sein Besitzer. Sahid träumt. Aus seiner Kindheit sind Bilder aufgestiegen. </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">Vage erinnert er sich an das karge Land und den Yamuna, dem langen Fluss. Einen Nebenarm des Ganges. An Menschen, die er vor langer Zeit zurückgelassen hatte. Einer in der Familie sollte Geld verdienen. Und das war er. Er war noch klein wie er den braunen Fluss vor vielen Jahren verlassen musste. Verkauft von seinen Eltern aus finanzieller Not. </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">Der Elefant war ein Geschenk der Götter. Alle sprachen von einem Wunder. Geduldig wartete der neben der kleinen Hütte auf Sahids Geburt. Trompetete die Freude über das Neugeborene heraus. Die Menschen des Dorfes erzählen noch heute diese Geschichte. Denn keiner weiss bis jetzt, woher der Elefant gekommen war. Vom Himmel sei er gefallen. Der Elefant, der dann mit dem Jungen davon zog und ihn für immer beschützen sollte. </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">Doch nun war Sahid unterwegs. Sein Heimweh war aber manchmal so mächtig, dass er die Ohren des Elefanten zum Trocknen seiner Tränen brauchte. Das Tier, sein einziger Verbündeter in einer harten Welt, in der nur die Stärksten überleben. </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">Erst schuftete er in einer Schneiderei. Dort lernte man ihm, wie man Jeans im Akkord näht. Oft 14 Stunden am Tag ohne Pause und kargem Essen. Lange Stunden für einen Achtjährigen. </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">Eines Nachts riss er mit dem Elefanten aus. Meile um Meile legten sie zurück bis zur nächsten Stadt. Dort landete er in einer Turnschuhfabrik. Lernte, wie man solche mit Schnürsenkeln herstellt. Stanzte die Löcher dazu im Akkord. Sein Arbeitstag hatte nun 15 Stunden. Da war er noch nicht mal zehn.</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">Nie sollte er von einer Frau erfahren, die eine Mutter im blauen Sari beobachtete. Die direkt vor ihr stehen bleibt und ihrem kleinen Kind die Turnschuhe binden muss. Ihre eigenen Bilder von Indien sieht; aber nichts weiss von den schwer arbeitenden Kindern in der Turnschuhfabrik. </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">Mit elf riss er erneut aus und ging in die Grossstadt. Dort heuerten er und der Elefant auf einem Schiff an. Seither bringen sie die mit Tee und Gewürzen gefüllten Kisten quer durch die Stadt hinunter zum Hafen. Bringen sie den Händlern, die damit die Welt beliefern. </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">Nachts beginnt er zu träumen. Von Ländern, die hinter dem Horizont liegen. Was dort die Kinder den ganzen Tag machen? Ob sie auch so hart arbeiten? Was sie essen? Indischen Curry, dazu Tee aus Assam? Ob sie Turnschuhe tragen, solche mit Schnürsenkeln? </span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">Seine Erinnerungen kehren zurück. Heim! Ins Dorf seiner frühen Kindheit. Seinen Eltern und Geschwistern. Und wieder trocknet der Elefant seine Tränen.</span></b></div><div>  </div><div><b><span class="fs19 cf4">&nbsp;</span></b></div><div>  </div><div><span class="fs19">Ein kleiner Geldschein wollte die andere Dame dafür, die mir weise ins Gesicht lächelte. Wahrscheinlich hatte sie meine Geschichten und Träume verstanden. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Stimmt! Dieser Blog hat nicht so viel mit Kochen zu tun. Dafür mit Gerüchen, Düften, Tee, Steinen, der Welt und inneren Bildern. Die sind für sehr wichtig für mich. Denn ohne diese Innenwelt kann ich nicht kochen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Deshalb kremple ich meine Ärmel wieder nach hinten und stelle meine farbige Küche erneut unter das Thema „Kochen für die Menschen und die Welt“. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Losgelöst von allem Elend möchte ich die Welt kochen lernen. Möchte von jedem Land Rezepte sammeln. Am liebsten mit einem Menschen aus dem entsprechenden Land, der mir ein Rezept aus seiner Heimat verrät. Weil in die vielen Länder alle zu reisen, ist mir äusserlich leider nicht möglich. Wohl aber innerlich. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Und über Entschleunigung habe ich auch geschrieben. Ohhh ! </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;<br></span></div><div>  </div><div><span class="fs19">A bientôt, Susann&nbsp;</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 20 Sep 2015 08:47:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte im September 2015]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_54a1z9aw"><div><!--StartFragment --></div><div><span class="fs19"><b>Entrées</b></span></div><div><br></div><div><span class="fs19">- chèvre maigre</span></div><div><span class="fs19">- chèvre gras</span></div><div><span class="fs19"><span style="line-height: 23px;">-&nbsp;</span><span style="line-height: 23px;">Garbanzo Kichererbsensuppe</span></span></div><div></div><div><br></div><div><span class="fs19"><b>Hauptspeisen:</b></span></div><div><span class="fs19">- Après l’été</span></div><div><span class="fs19">- Kaninchenschlegel</span></div><div><span class="fs19">- Rösti méditerranée</span></div><div><br></div><div><!--EndFragment --></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 14 Sep 2015 19:59:00 GMT</pubDate>
			<link>http://homeparadize.com/blog/?id=54a1z9aw</link>
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			<title><![CDATA[Kochen ist besser für die Freiheit als das Internet]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_fsm258xb"><div>  </div><div><span class="fs19 ff1">Es gibt Konzepte, die auf den ersten Blick einleuchten, sich jedoch bei näherer Betrachtung ins Gegenteil verkehren. Andere Konzepte erscheinen auf Anhieb überzeugend und sind dann in der Umsetzung sogar noch besser als erwartet. Zur ersten Gruppe zählt die Überlegung, dass das Internet die Meinungsfreiheit fördere. Zur zweiten Gruppe das Koch-konzept Txoko.</span><br></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 ff1">Dank dem Internet haben wir heute unendlich mehr Informationen schneller und einfacher zur Verfügung als noch vor wenigen Jahren. Man hätte erwarten können, dass dadurch die Meinungsvielfalt und die differenzierte Argumentation gefördert und bessere Entscheidungen gefällt würden. In der Realität ist genau das Gegenteil eingetreten: anstatt des Meinungspluralismus bestimmen heute einfachste, uniforme Haltungen die öffentliche Meinung.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 ff1">Ein einziges Bild (zB. eines französischen Premiers um Mitternacht auf dem Roller auf dem Weg zur Geliebten), ein kurzer Filmclip (z.B. der Bundeskanzlerin, welche ein abzuschiebendes Flüchtlingskind zum Weinen bringt) oder eine fünfzeilige Meldung (z.B. die Bemerkung eines deutschen Politikers über den Füllungsgrad eines Dirndls) werden viral verbreitet und hunderttausendfach ge-liked. Die inhaltliche Richtigkeit der „Berichterstattung“ wird nicht hinterfragt, insbesondere wenn damit bestehende Klischees bedient werden. Der Kontext und alternative Sichtweisen werden – da die Klarheit der message störend – willentlich ausgeblendet. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 ff1">Auch der nicht zu Paranoia neigende Zeitgenosse wundert sich doch manchmal darüber, wie Bilder und stories zu einem für gewisse Kreise doch sehr passenden Zeitpunkt auftauchen. Manchmal drängt sich der Verdacht auf, dass gezielt naive Gutmenschen vor den Propandawagen der im Hintergrund bleibenden spin doctors gespannt werden. Ein Blick zurück auf die dem Führer zujubelnden Bevölkerungsmassen im Deutschland der dreissiger Jahre des letzten Jahrhunderts zeigt, dass dies keine neue Erscheinung ist.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 ff1">Einmal losgetreten ist solch eine Meinung oder neudeutsch „shit storm“ nicht mehr aufzuhalten. Die Vertreter einer Gegenmeinung resp. die „Opfer“ haben nicht die geringste Chance, eine sachliche Auseinandersetzung zu führen. Eine differenzierte Gegendarstellung der betroffenen Unternehmen oder Personen verbreitet sich nicht in gleichem Masse, da nur halb so interessant wie der ursprüngliche „Skandal“. Zudem ist die öffentliche Aufmerksamkeit mittlerweile bereits beim nächsten Thema. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 ff1">Bezüglich der Meinungsfreiheit hat das Internet somit keinen Fortschritt gebracht. Es werden im Gegenteil Erinnerungen an den Zustand der Meinungsfreiheit in den totalitären Regimes des 20. Jahrhunderts wach, wo unpopuläre oder kritische Ansichten nur im privaten Kreis geäussert werden konnten und darauf vertraut werden musste, dass kein Denunziant darunter ist.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 ff1">Verglichen mit der tristen Welt dieser wankelmütigen aber dennoch alles dominierenden öffentlichen Meinung des Internets erscheint ein Txoko geradezu die Oase der Meinungsfreiheit. Dort sind einzig politische Diskussionen und Frauen verpönt :-)</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 ff1">Vor ein paar Wochen las ich einen Zeitungsartikel über Txokos und die Idee hat mich spontan begeistert. Dabei handelt es sich um Kochclubs im spanischen Baskenland, wo sich seit über hundert Jahren Männer jeden Freitag um die Mittagszeit treffen, um den Rest des Tages gemeinsam zu kochen, zu trinken und zu plaudern. Allein in San Sebastian gibt es über 150 und im ganzen Baskenland über 1500 solcher Klubs. Die Aufnahme in diese Vereine ist schwieriger als bei Rotary, Lions und co. In der Regel wird ein Platz erst mit dem Ableben eines Mitglieds frei und auch nur dann, wenn dessen Söhne kein Interesse zeigen.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 ff1">Allerdings war mir auch klar, dass das Konzept einiger Anpassungen bedurfte, damit es im hiesigen kulturellen Umfeld funktioniert: Die in meinem Umfeld an einem Txoko interessierten Freunde teilen ein gemeinsames Problem mit mir: unsere Freizeit wird lästigerweise penetrant und wiederholt durch länger andauernde Phasen der beruflichen Tätigkeit unterbrochen. Es erschien die Erwartung nicht realistisch, dass sich hierzulande in white collar jobs berufstätige Männer jeden Freitag ab 12 für den Rest des Tages zu einem gemütlichen Zusammensein treffen können. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 ff1">Um das schweizerische Bruttosozialprodukt nicht zu gefährden haben wir uns deshalb auf einen Freitag pro Monat beschränkt und den Beginn auf 17 Uhr verschoben. Als selbst dies in gewissen Kreisen als zu früh empfunden wurde, musste ich entgegnen, dass zwar der Süden vielleicht ein paar Sachen von uns, wir aber auch ein paar Sachen von dort lernen sollten.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 ff1">Im Gegensatz zum Baskenland und Nordirland sind die schweizerischen politischen Differenzen harmlos, weshalb wir – im Gegensatz zum Internet – die Meinungsvielfalt zu allen möglichen Themen schätzen und pflegen. Sollte sich jemand nach ein paar Gläsern Wein bei einem Thema zu sehr ereifern, so wird ihm umgehend eine kochtechnische Aufgabe zugewiesen, welche seine volle Aufmerksamkeit erfordert.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 ff1">Aus meiner Sicht ist Essen ein sozialer Anlass für die Familie im näheren und weiteren Sinne. Es macht deshalb aus meiner Sicht keinen Sinn, die Ehefrauen resp. Partnerinnen davon auszuschliessen. Diese sind zwar in der Küche unerwünscht aber sehr gerne zum Essen eingeladen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 ff1">Bei der Auswahl der Gänge suchen wir regelmässig Rezepte aus, die wir noch nie gekocht haben und deren Zubereitung ich mir alleine nicht unbedingt zutrauen würde. Gerne probieren wir auch neue Geräte aus. So hat zB Christian rezeptgetreu die Lammroulade mit dem neu gekauften Fleischhammer ausgiebig bearbeitet. Dies hat zwar der Küchenwand eine spannende neue Textur verliehen, aber das Fleisch nicht im nötigen Umfang dünner gemacht. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 ff1">Es geht uns aber auch um die Entdeckung von neuen Gemüse- und Fleischsorten: Als z.B. Roastbeef auf dem Programm stand, wurde ich an der Fleischtheke gefragt, welches ich den gerne hätte. Ich liess mir die Alternativen aufzählen und erklären. Überwältigt von der Auswahl bat ich dann den Metzger, das aus seiner Sicht Beste auszuwählen. Als die Waage dann allerdings für das Wagya Beef 213 Euro anzeigte entschied ich mich doch für das zweitbeste, welches einen Viertel davon kostete. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19 ff1">Die Speisekarten der Anlässe findet ihr ab sofort auf unserer Website unter der Rubrik „Txoko“.&nbsp;</span></div><div>http://www.homeparadize.com/txoko.html</div><div><br></div><div><span class="fs19 ff1">Liebe Grüsse und bis bald, Adrian</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 14 Sep 2015 19:30:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Shayy!!! oder so ähnlich]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_i9m1k2zr"><div>  </div><div><div>  </div><div><span class="fs19">Shayyy!!! oder so ählich</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Einfach gut dieses Wort. Multiusable! Kreiert von Nicola Sirkis von Indochine, einem meiner musikalischen Lieblinge. Er meint damit eigentlich nix anderes als Tja...&nbsp;</span><span class="fs19">Ich setze es mittlerweile ein als Glücksausruf oder, wenn ich manchmal nicht weiter weiss oder wenn sich Dinge nicht ändern lassen. Eben multiusable.&nbsp;</span></div><div><br></div><div><span class="fs19">Heute Nachmittag zum Beispiel im letzteren Sinne. Um mich herum das nackte Chaos. Der dritte Tag in Folge die Elektriker, die in meiner wirklich alten Wohnung neue Leitungen legen, Lärm und Dreck machen. Gut das müssen sie ja, dies ist ihr Job. Von meinem hab ich bis morgen früh grad Pause. Normalerweise koche ich meistens an meinen freien Nachmittagen. Doch heute nicht. In diesem Gewusel, Kabelrollen, Bohrgeräuschen und sporadisch kein Strom in der Wohnung, fällt mir rein gar nichts ein. Shayyy!!! </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Auf die Terrasse verbannt blätterte ich erneut in Olivier Streiffs wunderbarem Kochbuch. „The Cuisine of Maya Bay“. Sofort stehe ich geistig in seiner Küche in Monaco und schaue zu, wie Gemüse und Früchte zu Vinaigrettes mutieren, die er in einem kleinen Pfännchen anrührt, vollendet, erkalten lässt und in Plastikflaschen umfüllt. Der Duft der Papaya Vinaigrette betört mich und der Pfirsich, den ich zu Mittag esse, duftet auf einmal noch himm-lischer, als er es bereits tut. Ohhh ich schätze es, dass meine Phantasie mir Flügel schenkt. So entkam ich nämlich dem ziemlich üblen Bohrmoment, bei dem der eine Elektriker lauthals vor sich hin fluchte über diese „dumme“ Betonwand im Schlafzimmer. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich flüchtete wieder ins Maya Bay und bekam grad noch mit, wie Monsieur Streiff das zerlegte Kaninchen im Bratgeschirr anbriet und den Lavendeljus darin ansetzte. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Ich liebe Lavendel. Nicht in Säckchen oder Kissen, sondern die Pflanze. Anmutige dunkelgrüne Stängel gekrönt mit violetten Blüten, Himmelsduft verströmend. Ich verwende ihn sehr gerne in der Küche zu weissem Fleisch und Heidelbeeren.&nbsp;</span><span class="fs19">Für den Herbst und Winter habe ich meine Pläne mit ihm. Die Rezepte werden es dann dokumentieren. Aber noch ist Sommer :-)</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Ich blättere weiter im Buch und entdecke die Formvollendung des Vegetable Checkerboard auf dem Sunshine Gaspacho.&nbsp;</span><span class="fs19">Eben begreife ich wie er dieses Farbenwunder zubereitet.</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Er gibt zwar das Geheimnis der Zutaten preis, doch ich&nbsp;</span><span class="fs45 cf1">S E H E</span><span class="fs19"> </span><span class="fs19">&nbsp;</span><span class="fs19">es.</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Ein Glücksgefühl durchflutet mich mit dieser Erkenntnis; Ich kann sehen, wie der Meisterkoch kocht.&nbsp;</span><span class="fs19">Welche Handgriffe er für welche Kochaktionen er ausführt.</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Berührt über dieses neue Sehen stelle ich zugleich fest, dass in mir eine Transformation des Kochbewusstseins geschehen ist. Kochen tat ich schon sehr immer gern, doch nun fand ein Wandel statt. Die Alchemie des Kochens mit Rüstmesser und Kelle als Zauberstab. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Ich begann mich für Olivier Streiff zu interessieren, seit ich ihn zusammen mit Nicola Sirkis auf einem Bild gesehen habe.&nbsp;</span><span class="fs19">Ich googelte wer dieser Olivier Streiff ist. Las, dass er nicht nur Meisterkoch ist sondern sich auch mit Literatur beschäftigt und aussieht wie ein Vanillestängel mit Gehstock. Leis stieg das Erinnerungsbild an Monsieur Ego in Disneys Ratatouille auf.&nbsp;</span></div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich erfreute mich an seinen schönen Kreationen, die das Internet in wenigen Bildern zeigt. Längere Zeit suchte ich sein Kochbuch, doch dieses erschien bislang „nur“ in Französisch und Englisch.&nbsp;</span><span class="fs19">Rezepte in Französisch lese ich seit ca. zwei Jahren mittlerweile wieder ziemlich flüssig, die in Englisch noch nicht. Eine gute Gelegenheit beide Sprachen wieder aufzufrischen.&nbsp;</span><span class="fs19">Dennoch tat etwas SEHR Mutiges:&nbsp;</span><span class="fs19">Ich schrieb ihm eine Mail.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Wie damals nach den zwei kulinarischen Höhenflügen als Gast bei Tanja Grandits! </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Für ihre wunderbare Küche schrieb ich ihr eine Dankesmail und fragte zugleich schüchtern an, ob ich mal einen Tag über ihre Schulter blicken dürfe. Sie schrieb herzlich zurück und bat mich mit ihrem Küchenchef einen passenden Termin abzumachen. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Am 30. April 2014 war es dann endlich soweit und ich war nervös wie ein Kind an seinem ersten Schultag. Ich bin heute noch begeistert mit welch grosser Offenheit ich in diesen heiligen Hallen umher gehen durfte. Zusehen und staunen, die Spannung und Hochkonzentration während des Kochprozesses pulsieren fühlen konnte. Abends dann der absolute Höhepunkt: Mit einem ihrer Köche zeichnete ich verantwortlich für das Amuse-Gueule. </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Sehr viel später fragte ich sie, ob sie viele solcher Anfragen wie die meine erhalten würde. Sie meinte ja, aber nicht alle liesse sie kommen, sondern nur die, die auch wirklich kochen können. Offenbar gefielen ihr meine Bilder, die ich zuvor über Facebook veröffentlich habe. Dieses grandiose Lob löste Vielerei in mir aus. Meine Kreativität wurde damit weiter angestossen und weiter beflügelt. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Shayyy!!!</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Zurück zu Streiff:&nbsp;</span><span class="fs19">Wie gesagt, ich schrieb ihm vorhin eine Mail. Der gute Mann wird sich wahrscheinlich göttlich über mein radebrechendes Französisch amüsieren, dennoch ist die Botschaft klar.</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">A </span><span class="fs19">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span><span class="fs19">Monsieur Streiff; ich mag deine farbige Küche</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">B </span><span class="fs19">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span><span class="fs19">möchte ich so kochen können wie du und </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">C </span><span class="fs19">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span><span class="fs19">lass mich dir mal einen ganzen Tag beim Kochen zusehen. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Das Ganze natürlich sehr höflich und mit Leo.org nach den richtigen und treffenden Worten verpackt und mit nochmaligem Herzklopfen über meinen Mut verschickt ;-) </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Ja und nun alle paar Minuten das Handy auf neue Nachrichten gecheckt… </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Mittlerweile sind die Handwerker am zusammenkehren ihres Staubes und Drecks. Freundlich sind die beiden und lustigerweise haben wir uns mehrfach schon übers Kochen unterhalten. Es lag am Kochbuch, das ich am Montag auf dem Küchentisch hab liegen lassen bzw. meiner Ankündigung, dass ich am Dienstag Nachmittag dann unbedingt meine Küche brauche. Leider wurde unser Besuch krank und so erlebte ich mit meiner Tochter einen für uns beide sehr seltenen freien und deshalb intensiven Nachmittag unter anderem mit Lebensmitteleinkauf für ein kleines Familienessen am Abend. </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Nouvelle Reve taufte ich meinen Pilzpie mit den im Olivenöl und Butter angebratenen Pfefferminz-Estragon-Bohnen. Natürlich ist das Rezept fotografiert und wird auf der Homepage festgehalten. Die Grundidee für den Pie ist von Yotam Ottalenghi, doch eben nur die. Den Rest hab ich bereits schon mit dem Schneiden der roten Zwiebel verändert. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Ist wirklich so! Ausser das eine Mal bei Frau Grandits kann ich mich nicht an Rezepte halten. Schon in der Kochschule war ich diesbezüglich der Greuel der Lehrerin. Allerdings spätestens schon nach dem Probieren nicht mehr. </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Ich liebe es über das Rezeptlesen in Neuland zu tauchen und mein Eigenes daraus wachsen zu lassen. Diesen Prozess nenne ich Alchemie. Die Wandlung, die Transformation. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">A bientôt, Susann</span></div><div></div></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 30 Aug 2015 16:02:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Alles ausser Bio]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_u3t6fn6u"><div>  </div><div><span class="fs19">Wohlwissend, dass ein Kritiker von Bio Nahrungsmitteln hierzulande etwa so populär ist, wie ein Asylant an der Albisgüetlitagung, erlaube ich mir dennoch ein paar Gedanken zu diesem Thema. Wenn „alle“ etwas gut finden, so regt mich dies jeweils zur Reflektion an, ob dort wirklich alles Gold ist, was glänzt.</span><br></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Dies ist wohl noch ein Überbleibsel aus meiner Jugendzeit, welche mit den sogenannten „Jugendunruhen“ einherging. Damals verbrachte ich viel Zeit in sogenannten „AJZ“s (Autononem Jugenzentren). Mein Lieblingsort war das Gelände der alten Stadtgärtnerei in Basel. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Diese verströmte mit ihren lockeren Gemisch aus alten Gewächshäusern und Bürobauten einen einzigartigen Charme. Die leerstehenden Gewächshäuser wurden in Boccia Bahnen oder Bars umfunktioniert und in den Keller-Räumlichkeiten fanden gelegentlich Konzerte statt. Tag für Tag trafen sich dort viele Jugendliche friedlich zum Plaudern. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Die Illegalität der Aktivitäten beschränkte sich im Wesentlichen darin, dass gelegentlich für ein Rockkonzert etwas Strom vom nächsten Verteiler abgezapft wurde. Der Staat hatte keine Pläne für die Zukunft des Areals. Am Eingang lag deshalb prominent ein grosser Schlüssel zu Händen der Regierung. Dieser war beschriftet als „Schlüssel für Unentschlossene“ und verbunden mit der Hoffnung auf einen Behördenentscheid, wonach das Areal auch mittelfristig ein Jugendtreffpunkt bleiben würde. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Eines Morgens wurde das Areal jedoch polizeilich geräumt und die Bagger fuhren auf. Anschliessend wurde eine Rasenanlage mit vereinzelten Parkbänken angelegt, welche auch heute über 30 Jahre danach noch dort ist. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich hätte ja Verständnis dafür gehabt, wenn man das Gelände hätte räumen müssen, um darauf Wohnungen oder Büros zu bauen. Aber diese mutwillige und zwecklose Zerstörung eines Treffpunkts, der nun wirklich niemanden konkret störte, irritierte mich zutiefst. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Seit diesen Tagen betrachte ich die Entscheide von Behörden oder Unternehmen stets auch unter dem Aspekt „cui bono?“ („wem nützt‘s?“). Dies führt ab und zu überraschenden Erkenntnissen, welche nicht immer vollständig mit den öffentlich kund getanen Absichten übereinstimmen. Honi soit qui mal y pense….</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Nun also zu den Bio-Lebensmitteln: cui bono? Am Anfang der Lebensmittelproduktion steht der Bauer. Bei uns Stadtmenschen assozieren wir diesen gerne mit dem Alp Öhi aus der Heidi Geschichte. Wir sehen vor dem inneren Auge friedlich grasende Kühe vor einem grandiosen Alpenpanorama.&nbsp;</span></div><div><br></div><div><span class="fs19">Die Realität der Nahrungsmittelproduktion sieht jedoch ziemlich anders aus. Gemäss der FAO (UN Food and Agriculture Organization) konsumieren wir in der westlichen Welt durchschnittlich pro Tag rund 3‘500 Kalorien. Diese Mengen zuverlässig in gleichbleibender Qualität herzustellen, setzt hoch technologisierte, professionell arbeitende Betriebe voraus. Diese stellen 98% der täglichen Nahrungsmittel her. Die Alp Öhis sind zuständig für die verbleibenden zwei Prozent sowie für die Bauern-Romantik auf den Etiketten der Milchtüte. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Die Herstellung von „Bio“-Produkten ist für die Bauern mit administrativer und körperlicher Mehrarbeit verbunden, der Ertrag aber geringer. Dies scheint für die Bauern nicht sonderlich attraktiv zu sein. Es sei denn, dass sie die Produkte für einen massiven Mehrpreis verkaufen könnten. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Aufgrund der Marktmacht der Detailhändler habe ich allerdings meine Zweifel, ob sich – ausserhalb des Alp-Öhi-Romantik-Bereichs im Spezialitätengeschäft - die Bio Bauern mit ihren Produkten eine „goldene Nase“ verdienen können. Für die Grossbauern geht es bei der Produktion von Bio-Lebensmittel wohl relativ profan um die Befriedigung eines Marktbedürfnisses. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Nun, wenn Bio-Produkte den Bauern nichts nützen, dann vielleicht dem Detailhändler? Dort läuft die Bio-Marketing Maschine derzeit auf Hochtouren und es gibt mittlerweile nahezu nichts, was nicht auch in „Bio“ erhältlich wäre. Der Tag ist nicht fern, wo es auch Bio-Lego und Bio-Playmobil geben wird, die man kompostieren kann, wenn die Kinder grösser geworden sind und nicht mehr damit spielen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Unweigerlich bleibt in diesem Marketing Feldzug manchmal die Logik auf der Strecke. Neulich hatte ich im Garten ein ernstes Problem. Hunderte von aggressiven Buchsbaumzünsler frassen unsere Hecke in einem derart rasanten Tempo weg, dass dringender und unmittelbarer Handlungsbedarf bestand. Ich fuhr in die Landi und erwarb das stärkste frei verkäufliche Mittel, um diesem Ungeziefer zu Leibe zu rücken und unsere Hecke zu retten. Zu Hause angekommen studierte ich die Verpackung und es traf mich beinahe der Schlag: Der Hersteller – notabene ein renommiertes Agrochemie-Unternehmen – war sich nicht zu blöde, das Insektizid mit „Bio“ anzuschreiben! Aber Hallo: ich will die Viecher doch vernichten und nicht züchten! </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Das Zitat im Titel dieses Blogs „alles ausser Bio“ stammt aus der Gemüseabteilung eines grossen Detaillisten und steht verkürzt für „Rabatt auf alles ausser Bio“. Bei den allwöchentliche Gemüse- und Früchteaktionen sind grundsätzlich ausgerechnet die teureren Bio-Produkte - welche notabene für den Verkäufer einen höheren Gewinn abwerfen - von den Aktionsangeboten ausgenommen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich verstehe die marktwirtschaftliche Logik dahinter gut. Die Preiselastizität bei Bio-Produkten ist niedrig und diese werden unabhängig vom Preis gekauft. Dennoch hinterlässt das Ganze bei mir einen etwas fahlen Nachgeschmack und die Frage „cui bono“ ist für die Detailhändler mit einem klaren „ja“ zu beantworten.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Doch wie sieht’s last but not least bei uns Konsumenten aus? Haben wir einen konkreten Nutzen aus Bio-Produkten? Nun, für mich steht bei Nahrungsmitteln der Geschmack im Vordergrund und ich bin gerne bereit, für besser schmeckende Gemüse oder Früchte mehr zu bezahlen. In meiner Erfahrung sind jedoch diesbezüglich Saisonalität und Regionalität die wesentlich massgeblicheren Kriterien als „Bio“. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Man kann mittlerweile in jedem Supermarkt Erdbeeren zu nahezu jeder Jahreszeit kaufen. Es ist jedoch wenig überraschend, dass diese zu deren Hauptsaison am schmackhaftesten sind. Früchte und Gemüse aus der Region schmecken nicht aus lokalpatriotischen Gründen besser - oder weil die Schweizer die besseren Bauern sind - sondern wegen der kürzeren Transportwege. Dementsprechend können die Früchte länger am Baum statt im Kühlhaus reifen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich habe zu wenig Blindversuche gemacht um beurteilen zu können, ob unter ansonsten gleichen Rahmenbedingungen „Bio“ Produkte einen besseren Geschmack aufweisen oder ob der Konsument hier dem Placebo Effekt zum Opfer fällt. Persönlich kaufe ich in diesem Fall das Gemüse, welches frischer und schmackhafter wirkt.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Relativ entspannt bin ich hinsichtlich des Arguments, dass Bio Gemüse gesünder sein soll als traditionell hergestelltes Gemüse. Die Vertreter dieser Argumentation beziehen sich zu Recht nicht auf den Vitamin- oder Nährstoffgehalt, welcher nachgewiesenermassen nicht unterschiedlich ist. Im Vordergrund der Diskussion stehen allfällig verbleibende Spuren der chemischen Spritzmittel in Früchte und Gemüse. Dies sollte bei sachgemässer Anwendung nicht der Fall sein, kann aber wohl nie ganz ausgeschlossen werden und mag für Säuglingsernährung relevant sein. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">In Anbetracht der relativ geringen Mengen Gemüse welche ein Erwachsener täglich zu sich nimmt, scheint mir die allenfalls mögliche gesundheitliche Belastung jedoch akzeptabel. Vollends vernachlässigbar wird diese Belastung jedoch, wenn man sie mit anderen Gesundheitsrisiken wie Tabak- oder Alkoholkonsum oder dem – ebenfalls nicht ganz auszuschliessenden - Gefährdungspotential durch die Strahlung Mobiltelefonen in Relation setzt.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Abschliessend nach eine kurze Bemerkung zum Argument, dass man mit dem Kauf von Bio-Produkten etwas Gutes für die Umwelt tue, da deren Produktion mit weniger Umweltverbrauch einher gehe. Dieses Argument erscheint auf den ersten Blick einleuchtend. Allerdings empfinde ich es unter diesem Aspekt äussert fragwürdig, wenn bei uns im Detailhandel ausserhalb der Saison „Bio-Birnen“ aus Argentinien angeboten werden. Aus meiner Sicht sollte man aufgrund des CO2 Fussabdrucks nicht erlauben, das solche Produkte ein Umweltfreundlichkeit suggerierendes Bio Label tragen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Solche Bio-Produkte gibt es zum Glück nur selten. Aber auch bei lokalen Bio-Produkten sollte der positive Effekt auf die Umwelt kritisch hinterfragt werden: Wie erwähnt fliesst der grösste Teil der Preisdifferenz von Bio zu traditionell erstelltem Gemüse und Früchten in die Taschen der Detailhändler. Es würde der Umwelt somit mehr dienen, wenn man traditionell erzeugte Produkte kaufen und die GESAMTE Differenz für ein konkretes Umwelt-projekt spenden würde. Damit würde auch der auf den Detailhandel entfallende Betrag der Umwelt zu Gute kommen.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Um Missverständnisse zu vermeiden: ich will niemanden davon überzeugen (keine) Bio-Produkte zu kaufen, sondern lediglich anregen zu hinterfragen, warum man dies (nicht) tut.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Liebe Grüsse, Adrian</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 23 Aug 2015 09:39:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Essen mit allen Sinnen]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_npa79ub6"><div>  </div><div><span class="fs19">„Das Auge isst mit“ heisst eines meiner Lieblingskochmottos. Mais oui !</span><br></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Erlaubt mir, dass ich euch wieder zu einer Reise einlade. Einer Reise in die Sinnlichkeit beim Kochen. Ich entdeckte dies schon sehr früh und liebe es mit den satten Farben auf dem Teller zu spielen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Nicht nur geschmacklich sondern auch farblich beginne ich gleich mit meiner Nummer eins, meinem absoluten Liebling.</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><b class="fs19">Die rote Zwiebel</b></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Beinah überall in meinen Rezepten kommt sie vor. Sie gehört für mich zur Standardzutat, wie das Salz und der Pfeffer. Ihr leicht herbes Aroma verleiht jedem meiner Gerichte die gewisse Note. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Bevor ich sie kennenlernte, suchte ich oft nach dem „Richtigen, Fehlenden“ im Brattopf und kam nicht drauf. Versuchte es mit allerlei und fand es dann doch nicht. Zufälle gibt es in meinem Leben nicht, es sind Schicksalswendungen, Begeben­heiten, Erlebnisse. So eines brachte mich mit ihr zusammen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich war hochschwanger mit meinem Sohn und hatte riesengrosse Lust auf einen Thon Salat mit Zwiebeln. Daheim hatte ich keine mehr, ich musste also welche kaufen. Im Gemüseregal lagen sie dann alle vor mir: Die Gelben, die Schalotten und eben die Roten. Mir gefiel sofort die Farbe! Weil ich sie bis dahin noch nicht kannte geschweige denn mit ihnen gekocht hatte, kaufte ich sie gleich zu zwölft ein. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Schon beim Rüsten verliebte ich mich in diese Deep Purple Kugel. Auch weinte ich kaum beim Zerkleinern, ein weiterer Bonus für diese Zwiebel. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Der danach geglückte Thon Salat war einfach eine Wucht und seither hab ich nur noch rote Zwiebeln daheim und Kochtopf. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Eine einzige Ausnahme bildet die Frühlingszwiebel. Doch die gibt’s nur, wenn der Winterschlaf vorüber und der Sommer noch nicht da ist. </span></div><div>  </div><div><b class="fs19">&nbsp;</b></div><div>  </div><div><b class="fs19">Meine Nummer zwei: der Rucola</b></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich liebe ihn für sein Grün und seine Bitterkeit. Heute diskutierte ich mit Jemandem, der sich zu Recht beschwerte, dass die Pesto Sauce leider viel zu viele Kalorien zusätzlich zu den Spaghetti habe. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich empfahl ihm mal frischen bzw. rohen Rucola, Parmesanhobelspäne, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Salz und Pfeffer und ein paar Tropfen Olivenöl auf die heissen Spaghetti zu schaufeln. </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Urrghhh! Rucola!! Seine Antwort! </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Vorhin blicke ich kurz aufs Handy und entdecke folgende SMS: „Hab deinen Rucola Tipp befolgt und schwebe seither im 7. Himmel.“</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Welcome to the Club :-)</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><b class="fs19">Nummer drei: der Kürbis. </b></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Gelben, orangen, gesprenkelten. Baby Boo, Delicato, Hokkaido, Muscade de Provence. Schlangen- und Flaschenförmige. Flache. Kugeln. Ich gebe es zu, aber ich kann es wirklich kaum erwarten bis wieder Herbst ist. Ich liebe diese Schwergewichte. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Kürbis-Curry-Suppe. Kürbis-Gorgonzola-Wähe. Kürbis-Ravioli. Kalbsragout mit Kürbis aus dem Römertopf. Angebratene Kürbis-Schnitze mit Süsskartoffelbrei zu Thanks Giving. Kürbiscookies. Kürbis-Pie mit scharfem Currypoulet. Kürbisrösti mit Feldsalat und Baumnüssen. Mmmmhhhh. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich freue mich schon aufs Brutzeln, Backen, Feinreiben, Pürieren, bloss aufs Schälen nicht. Meist hab ich anschliessend noch knapp zwei Finger intakt, die übrigen sind fein säuberlich wundversorgt und gepflastert. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><b class="fs19">Nummer vier. Die Tomaten – MEIN Sommer</b></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Gelbe, grüne, orange. Ochsenherzen, Pelati, Cherry, Rispentomaten, Datteltomaten. Tomaten in allen Varianten gekocht. Roh, Gegrillt. Abgezogen und gehäutet. Als Beilage längs geschnitten und grilliert, mit Olivenöl und gepresstem Knoblauch bestrichen. Gefüllt mit feinst gehacktem Hackfleisch und Mozzarella überbacken. Dick eingekochter Sugo. Tomatensuppe. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Je grösser die Sehnsucht nach Marseille und oder dem Süden ist, je dicker mein Sugo. Dick und kompakt muss er sein. Mindestens 8 Stunden eingekocht. Dafür steh ich sogar nachts auf und rühre ihn einmal um. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19"><b>Nummer 5: Käse :-)</b></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Weich- und Hartkäse. Am liebsten Sardischen und Korsischen. Der grösste Anteil besteht aus Schaf- und Ziegenmilch, der Rest aus Kuhmilch. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Seit langem liege ich Adrian in den Ohren mit Ziegenkäse-selber-machen. Mein grosses Vorhaben, wenn es dann nicht mehr ganz so heiss ist; denn diese Arbeit ist Schweiss treibend. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Erst nach ca. 50 Minuten und bei sehr hoher Kochhitze gerinnt die Ziegenmilch und die Masse wird körnig. Erst dann wird gewürzt oder mit Kräutern verfeinert. Die Masse wird anschliessend in eine Gazewindel gepackt und sehr satt ausgedrückt. Wichtig ist das Ruhen und Erkalten des Ganzen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Im Schlussfinish werden erst viel später Kugeln oder Taler geformt und zum Beispiel getrocknete Cranberries oder Zitronenzesten hineingeknetet. Oder alles in Asche, Pfeffer oder frischen Kräutern oder Blüten gewendet. Der Phantasie ist keine Grenze gesetzt. Ich werde dann berichten. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Und um ehrlich zu sein hätte ich am liebsten eigene Ziegen. Aber nicht hier und mit diesem knappen Zeitfenster, das wir beide haben. Es wäre Tierquälerei. Aber den Traum vom eigenen uralten Olivenbaum mitten im Garten mit den Ziegen und irgendwo im Süden träume ich seit längerem…</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span><b class="fs19">&nbsp;</b></div><div>  </div><div><b class="fs19">Nummer 6: Kräuter</b></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Thymian, Majoran, Pfefferminze, Ysop, Gold- und Zitronenmelisse, Pimpinelle, Zitronenthymian, Schnittlauch, Rosmarin, Lavendel, Salbei, Koriander, Schwarzkümmel, wilde Fenchelsamen, Sauer- und Blut-ampfer, Bohnenkraut, Kapuziner- und Brunnenkresse, Currykraut, Borretsch und vielen andern.. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ach ihr Wunderbaren, Wundersamen mit grünen, gelben, roten, rosaroten, orangen Blättern, die sich meinen Launen fügen und meine Gerichte erst richtig gut machen.</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><b class="fs19">Nummer 7: Schwarzer Sesam und Sprossen</b></div><div>  </div><div><span class="fs19">Stellt euch einfach mal die Farben vor: </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Schwarze Sesamflocken auf violetten Meerettichsprossen. Als Garnitur über knusprig mit Senfsamen marinierten Pouletstreifchen. Oder über einem Kürbis-Schwarzwurzelsalat. Oder über Fettuccinis mit einer dicken Sugo… </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Damit beende ich meine Charts für heute, obwohl ich noch vieles aufzählen könnte. Was ich euch mit meinem Blog sagen wollte? </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Probiert einfach aus! Mischt! Kocht! </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Probiert Unkonventionelles wie Heidelbeeren mit Lavendelblüten, Aceto und Majoran übers mit Honig gesüsste Limetten Pannacotta. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Oder den im Olivenöl angebratenen grünen Bohnen mit Pfefferminz-blättern, roter Zwiebel, Knoblauchzehe, Salz und Pfeffer und gehobelten Haselnüssen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Bin gespannt, ob euch dies auch in neue Welten zaubert. Ihr dabei auch plötzlich in Paris St. Germain oder sonst wo an einem gedeckten Tisch sitzt und vis à vis lächelt der geliebte Mensch, der eigentlich der Ursprung für dieses sinnenfreudige Kochen ist. So jedenfalls geht’s mir. Merci Adrian :-)</span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">A bientôt, Susann</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 23 Aug 2015 09:34:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Die „einmal mit alles“ Flat Rate Kultur]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_96ab343s"><div>  </div><div><span class="fs19">Ich mag keine Buffets. Schuld daran sind zwei Erlebnisse: Das eine geschah vor vielen Jahren im Urlaub auf Zypern. In unserem Hotel hatten die Köche als Highlight der Woche am Freitag-Abend ein wundervolles Seafood Buffet aufgebaut. Der Hoteldirektor bedankte sich bei den Gästen, hoffte auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr, wünschte allen einen guten Heimflug und eröffnete damit das Buffet. Ich war gut positioniert im ersten Drittel der Warteschlange, vor uns lediglich eine grössere Gruppe britischer oder amerikanischer Pauschaltouristen. Ich bückte mich einen Moment, um die Schuhe zu binden. Als ich wieder aufstand, sah das Buffet aus, als habe ein Fahrschüler mit einem Pisten-bully darauf einen Tag lang darauf rückwärts einparken geübt. Es war ein Jammer und es tat mir nicht nur für die Köche sondern auch für das gute Essen leid.<br></span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Das zweite Erlebnis hängt mit dem alljährlichen Ball einer altehrwürdigen Vereinigung zusammen, den ich seit Jahrzehnten besuche. Dieser findet jeweils in einem besseren Restaurant statt und im Vordergrund stehen für mich mehr das Essen und die guten Gespräche als die körperliche Betätigung auf dem Parkett. Anfänglich - dem Tanzkurs vor der Hochzeit sei Dank - beherrschte ich immerhin noch die Grundschritte von Rumba, Cha-cha-cha und Walzer. Dieser Tage warte ich allerdings immer, bis sich die Tanzfläche so sehr füllt, dass wir in deren Mitte unbemerkt im Takt mitschaukeln können. Vielen Dank an Susanns Toleranz (auch) in dieser Beziehung. </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Während der Hauptgang als Tellergericht serviert wird, gibt es in der Regel ein Dessert-Buffet. In diesem Zusammenhang erlebe ich Jahr für Jahr dieselbe Geschichte, sobald das Dessertbuffet aufgebaut ist. Während unsereiner entspannt dorthin schlendert, wird man von ansonsten in jeder Hinsicht kultivierten und zivilisierten älteren Damen und Herren überholt, welche trotz ihrem zweiten Schlagfanfall offensichtlich im entscheidenden Moment noch über eine erstaunliche Wendigkeit verfügen. Komme ich dann am Buffet an die Reihe kann ich nur einmal mehr feststellen, dass all die exotischen Leckereien nur noch in Spurenelementen vorhanden sind und ich mich einmal mehr Panna Cotta und Fruchtsalat bescheiden muss.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich bin in theologischen Fragen nicht sehr beschlagen, aber seit diesen Erlebnissen erahne ich, was die Bibel meinte, als sie Gier und Völlerei unter den Todsünden einordnete. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Es erscheint mir allerdings dennoch unzutreffend die "All you can eat" Pauschaltouristen allesamt als moralisch ungenügend zu qualifizieren. Wie jeder Strafrechtler weiss, setzt der moralische Vorwurf einen freien Willen voraus und Menschen „die nicht anders handeln können“ sind haben kein Verschulden und sind nicht zu bestrafen. Aufgrund von Vergleichen mit anderen Lebensbereichen drängt sich mir der Verdacht auf, dass das „all you can eat“ Verhalten wohl genetisch bedingt ist und der Homo Sapiens beim Anblick eines Dessert-Buffets gar nicht anders handeln KANN. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Dieses Verhalten hat wohl unserer Vor-vorfahren in der Evolution einen Vorteil beschert und wenn dem nicht so gewesen wäre, so lieferten sich vielleicht heute statt uns die Nachfahren der Säbelzahntiger oder der Mammuts die "heisse Schlacht am kalten Buffet".</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Das Pendant zum „all you can eat“ in den anderen Lebensbereichen lautet "Flat Rate". Dies tönt einiges positiver als "Gier und Völlerei" meint aber eigentlich dasselbe. Heutzutage kann man gegen Bezahlung eines monatlichen Betrags "alle" Schallplatten der Welt hören. Für die Bezahlung eines weiteren Betrags können "alle" Staffeln sämtlicher TV Serien und Hollywoodfilme gesehen werden. Die einzige zusätzliche Voraussetzung dafür ist lediglich eine schnelle Internetverbindung, welche man problemlos für weitere Flat Rates für zu Hause oder unterwegs erwerben kann. Solche Abos sind weitverbreitet, obwohl sie sich finanziell gesehen für den grössten Teil der Nutzer nicht lohnen und die Nutzer mit der Zeit der Fähigkeit berauben, Entscheide zu treffen und dazu zu stehen. Aber der Reihe nach:</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Die Werbung suggeriert offenbar mit Erfolg, dass Flat Rates finanziell die beste Wahl seien und jeder kennt Schauermärchen von Jugendlichen, welche ihre Eltern in den finanziellen Abgrund gestürzt haben, weil sie in Unkenntnis der Folgen ihres Tun und in Ermangelung einer Flat Rate für Tausende von Franken Handy-Kosten generiert haben. Die Flat Rate habe aber nicht nur Versicherungscharakter sondern sei auch finanziell ein Schnäppchen, da man damit Hundertausende von Filmen und Liedern gratis ansehen resp. anhören könne und damit riesige Beträge spare. Diese Logik mag aufgehen für von seniler Bettflucht geplagte Insassen von Altersheimen, deren Tage lang und unerfüllt sein können. Die meisten Flat Rate Abonnenten sind jedoch entweder berufstätig oder in Ausbildung. Die Zeit am Arbeitsplatz oder in der Schule stellen für diese Personengruppe 8-10 Stunde pro Tag massive Zeitverschwendung auf Kosten der Flat Rate dar. Lästigerweise konnten Netflix, spotify und co bis dato auch das triviale Bedürfnis des Körpers nach Schlaf nicht eliminieren, womit der Flat Rate wiederum wertvolle Zeit in der Grössenordnung von 6-8 Stunden verloren geht. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Selbst wenn man die sozialen Interaktionen mit Verwandten und Bekannten auf das absolute Minimum reduzierte so führen diese äusseren Umstände dazu, dass die Flat Rate von den meisten Benutzern im gleichen Rahmen ausgenutzt wird, wie von den Generationen vor Einführung der Flat Rate. Damals kaufte man 1-2 LPs pro Monat, war vielleicht einmal pro Monat im Kino und sah zusätzlich 2 Filme pro Woche am TV oder auf VHS Videokassetten oder DVDs aus der örtlichen Bibliothek. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Dieser ausgewählte Medienkonsum kostet in der heutigen Zeit weniger als die kumulierten Flat Fees. Insofern kommt man nicht umhin festzustellen, dass die Flat Fee eine Pauschale ist, welche man dafür bezahlt, dass man theoretisch unendlich viele Filme ansehen kann, die man aber de facto gar nicht ansieht. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Die Pauschale bezahlt man aber auch dafür, dass man sich nicht verbindlich für etwas entscheiden muss, sondern jederzeit die Möglichkeit hat zu wechseln, falls etwas vermeintlich Besseres auftaucht. Mein erster Nebenjob als Schüler war das Verteilen der Gratiszeitung "Doppelstab". Dies war ordentlich bezahlt und bei schönem Wetter im Sommer auf dem Fahrrad auch keine schlechte Sache. Etwas mühseliger waren allerdings die Wochen vor Weihnachten, wenn mit der Zeitung zusammen noch ein Dutzend Werbeprospekte verteilt werden mussten. Dies mit klammen Fingern im Schneeregen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Immerhin konnte ich mir anschliessend davon regelmässig die besagten 2-3 Schallplatten pro Monat kaufen. Diese wurden entsprechend wohlüberlegt ausgesucht, damit ich die Finger nicht umsonst blau gefroren hatte. Dementsprechend verbrachte ich Stunden in Plattenläden mit klingenden Namen wie Soundbox, City Disc oder Roxy, um die kaufenswertesten LPs herauszufinden. Die Entscheidungen waren nicht immer einfach und auch nicht immer richtig. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Manchmal kaufte man auch aus reiner Loyalität die neuste Platte "seiner" Lieblingsgruppe oder folgte den Tipps von älteren Kollegen, auch wenn man nicht ganz überzeugt war. Am schlimmsten waren allerdings die Monate, wo man einfach nichts Überzeugendes fand und mit leeren Händen nach Hause ging. Manchmal brauchte es auch Mut eine Platte zu kaufen, wenn man zwar Musik mochte, nicht aber das image der Band. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich erinnere mich gut, wie ich als Jugendlicher lange brauchte, bis ich mich getraute, Platten von Chris de Burgh zu kaufen. Ich mochte dessen Musik eigentlich sehr gut, aber dies passte irgendwie nicht recht zu unserem damaligen image als „Rocker“ auf den frisierten Maxi Puch Mopeds und war auch nicht gesellschaftsfähig bei meinen Kollegen, welche Iron Maiden hörten. Irgendwann habe ich dann allerdings begriffen, dass auch ein Chris de Burgh Fan eine Lederjacke tragen und das schnellste Mofa haben kann.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Im Zeitalter des Streamings ist alles jederzeit verfügbar. Jede Auswahl kann ohne Folgen jederzeit geändert und neu getroffen werden. Dies ist einerseits paradiesisch, stellt uns aber anderseits vor die neue Aufgabe wie mir mit dieser unübersehbaren Auswahl umgehen. Am einfachsten ist es am Döner-Stand, wo man mittels dem „einmal mit alles“ die Frage der Auswahl erledigt hat. Bei Filmen und Musik geht dies jedoch schlechter und dort hat die grosse Auswahl die Schattenseite der Ungewissheit, die falsche Auswahl getroffen zu haben: Vielleicht wäre der andere Film doch bessere gewesen als derjenige, den man ausgesucht hat. Da man – im Gegensatz zu früher - ja jederzeit den Film wechseln könnte, sinkt dadurch die Bereitschaft, sich auch mal mit neuen und anderen Ansichten auseinanderzusetzen, die nicht spontan einleuchtend oder angenehm sind. Die Versuchung ist gross auf den „Wechseln“ Knopf zu drücken, sobald etwas stört. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Dieses Verhaltensmuster beschränkt sich jedoch nicht auf Filme und Musik sondern zieht sich dieser Tage wie ein roter Faden durch die heutige Gesellschaft. Die Bereitschaft, den Arbeitgeber oder den Lebenspartner zu wechseln, sobald es etwas schwieriger wird, ist viel höher als früher. Man mag es als Fortschritt sehen, dass dies heute einfacher möglich ist als früher. Das Feiern eines 30 jährigen Betriebsjubiläums oder einer goldenen Hochzeit ist beinahe so selten geworden wie ein Schlittschuh fahrendes Einhorn. Ich persönlich finde diese Entwicklung und die damit einhergehende Abwertung des Konzepts der Loyalität eher bedauerlich. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Auch beim Kochen gilt es mit der Vielfalt umzugehen und der Versuchung zu widerstehen, all die tollen Gewürz- und Kräutermischungen einzusetzen. Welche von den Fernseh-köchen im doppelpack beworben werden. Auch wenn als Kind mein Lieblingssnack ein mit Butter bestrichenes und kräftig mit Aromat gewürztes Ble-vita war, so mag ich heute den Einsatz von Kräutersalz, Aromat und dergleichen nicht, weil der Eigengeschmack des Gemüses komplett verloren geht. Ich verwende ausschliesslich Salz und etwas Pfeffer sowie ein bis maximal zwei ausgewählte Kräuter, die zum Gericht passen, wie etwa Basilikum auf Tomaten, Rosmarin auf Lammfleisch oder Dill auf Lachs. Auch in dieser Hinsicht bin ich für Loyalität. Dies schliesst aber nicht aus, dass ich mich gerne auch von Susannes kreativen Kombinationen überraschen lasse. </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Bis bald und liebe Grüsse, Adrian</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 16 Aug 2015 17:01:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Das Leben ist zu kurz, um zu teuren Wein zu trinken]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_1il757s2"><div>  </div><div><span class="fs14">Häufig hört man bei Einladungen die verheissungsvolle Ankündigung des Gastgebers: „Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken“. Diese wird dann in der Regel gefolgt von einer längeren, abenteuerlichen Geschichte, wie man sich vor zehn Jahren in den Ferien im italienischen Hinterland verfahren habe. Erschöpft im Niemandsland angekommen habe man in einer kleinen Trattoria vom Dorfältesten diesen Wein empfohlen bekommen. Seither fahre man jeden Herbst zu diesem sympathischen Weinbauern und pflege mit ihm und dessen reizender Frau freundschaftliche Beziehungen. Seit ein paar Jahren importiere man den Wein nun auch für Freunde und Bekannte exklusiv in die Schweiz….<br></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Ich mag solche Geschichten grundsätzlich, denn ich esse und trinke gerne Waren, zu denen oder deren Hersteller ich einen persönlichen Bezug habe. Leider habe ich aber entweder zu wenig Ferien oder ein zu gutes Navigationssystem im Auto, um mit diesem System meinen Weinkeller angemessen zu füllen.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Sozial- und Präventivmediziner (sowie der Agent meiner Krankenkasse) mögen bitte den folgenden Absatz überspringen. Zunächst möchte ich festhalten, dass ich kein Weinspezialist bin und auch nicht werden möchte. Mein Anliegen ist simpel: ich trinke gerne guten Wein zu einem guten Essen (und ich trinke sogar noch lieber guten Wein zu einem schlechten Essen, um dessen Geschmack zu übertünchen….). Dies gilt eigentlich auch für das Mittagessen. Allerdings haben sich in meinem Arbeitsumfeld die Gebräuche in den letzten 20 Jahren stark gewandelt. Damals war die Frage einzig, wer dieses Mal die Weinkarte studiert. Heutzutage wird unisono ein stilles Wasser oder von den ganz Mutigen oder Junggebliebenen eine Cola getrunken. Meine Frage, wer mich bei einem offenen Roten unterstützt, wird mit der stereotypen Floskel, dass man nachher zu müde zum Arbeiten sei, höflich aber bestimmt abgewehrt. Ich verzichte dann auf den Hinweis, dass rein biologisch betrachtet, die Alkoholmenge eines Deziliters Rotwein begleitet von einem grossen Schnitzel bei einem 80 Kilogramm schweren Erwachsenen, nur begrenzte physiologische Auswirkungen haben kann. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Der guten Stimmung zu liebe verzichte ich auch auf den Hinweis, dass gewissen Personen eine kleine Rotwein Sedierung über Mittag nicht schaden würde. Im Gegenteil: Es wäre im allgemeinen Interesse, wenn diese dadurch davon abgehalten würden, jede Email innert Sekundenbruchteilen von ihrem Smartphone aus zu beantworten. Manchmal wünschte<span class="cf1"> </span>ich mir, dass auch im Email-Zeitalter<span class="cf1"> </span>der damals technisch bedingte Grundsatz der SE-125 Funkgeräte der Schweizer Armee gelten würde: „Denken, Schlucken, Sprechen“. Ich würde ohne Zögern den Wirtschaftsnobelpreis für diejenige Person vergeben, welche eine technische Sperre erfände, womit auf eine Email erst 5 Minuten nach deren Lesen geantwortet werden könnte. Die Auswirkungen auf die Qualität der Entscheidungsfindung wäre fantastisch: nicht nur, weil die Schreibenden dadurch gezwungen würden, über die Notwendigkeit wie auch den Inhalt der Mail nachzudenken, sondern auch, weil sich die Empfänger mangels Ablenkung durch eintreffende Emails auf ihre tatsächliche Arbeit konzentrieren könnten. Es fände ein grundlegender Paradigma-Wechsel statt: vom dauernden Reagieren zum Reflektieren und aus eigener Initiative Agieren. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Aber zurück zum Thema des guten und günstigen Weins. Vor ca. 20 Jahren gab es in der Schweiz eine Wochenzeitung zu wirtschaftlichen Themen. Deren Papier war in Anlehnung an die Financial Times orange. Leider bestandbezüglich der journalistischen Qualität weniger Gemeinsamkeit. Nichts desto Trotz publizierte dieses Blatt einen wegweisenden Artikel.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">In der Rubrik „how to spend it“ erschien eine Auflistung von einem Dutzend guten Weinen im Preissegment von 10.- CHF, welche im normalen Detailhandel erhältlich waren. Ich erinnere mich gut, wie ich gestützt darauf über Jahre Weine mit ausgezeichnetem Preis-Leistungs-verhältnis in einem Geschäft namens Pick n Pay kaufte. Irgendwann verschwand die Wochenzeitung und später auch der Pick n Pay. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">In den folgenden Jahren kaufte ich meine Weine an verschiedensten Orten: manchmal Bessere, manchmal Schlechtere. Allerdings wurde ich zusehends unzufriedener mit dem Preis-Leistungsverhältnis und machte mich vor ein paar Jahren auf die Suche nach einer aktualisierten Fassung des Zeitungsartikels im Internet oder in Buchform. Im Internet fand ich nur Werbebroschüren. Im Buchhandel erstand ich zwei, drei Bücher, welche versprachen, gute Weine aus dem Supermarkt aufzulisten. Die gestützt darauf gekauften Weine waren günstig. Leider hatten aber deren Eigenschaften – abgesehen von der Farbe - relativ wenig mit dem im Buch Angepriesenen gemeinsam, sondern waren durchs Band einfach nur schlecht.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14"><span style="line-height: 25px;">Als nächstes abonnierte ich eine renommierte Wein-Zeitschrift in der Hoffnung, dort Weine mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis kennen zu lernen. Dies war jedoch ein noch grösserer Reinfall und zwar aus zweierlei Gründen: Zunächst musste ich feststellen, dass sich die Zeitschrift nicht auf die Interessen der Leser ausrichtete, sondern auf diejenigen der Weinverkäufer und Weinbauern. Die besprochenen Weine konnten entweder in der „Enoteca zum tiefen Keller“ in Hinterobertupflingen am Inn gekauft werden oder – noch schlimmer – direkt beim Erzeuger „Cantina Stefano da Vinci“ am Ende der Bergstrasse im hinteren Nebental des dritten Zuflusses zum Arno…. Mir scheint die Wahrscheinlichkeit grösser, dass ein Veganer an einer Führung in einer Wurstfabrik teilnimmt, als dass ein Leser sich dort einen Wein kauft...&nbsp;</span><span style="line-height: 25px;">Die zweite Unzulänglichkeit der Zeitschrift war, dass die vorgestellten Weine im Segment zwischen CHF 30.- und CHF 150‘.- lagen. Dies mag für einen besonders guten Wein zu einer besonderen Gelegenheit oder für ein Mitbringsel bei einer Einladung Sinn machen, ist für den täglichen Genuss aber schlicht zu teuer.</span></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs14">Tief frustriert nach diesen Erfahrungen schaltete ich Email und Internet ab und begann zu reflektieren. Dabei kam ich zu folgendem Anforderungsprofil:</span></div><div>  </div><div><br></div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs14">1.&nbsp;&nbsp; <!--[endif]-->First and foremost: Der Wein muss geschmacklich sehr gut sein und sich deutlich vom Durchschnitt abheben. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs14">2.&nbsp;&nbsp; <!--[endif]-->Der Wein muss in einer mittelgrossen Stadt konstant bei einem der Detailhändler erhältlich sein</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs14">3.&nbsp;&nbsp; <!--[endif]-->Gestützt auf umfangreiche empirische Selbstversuche kam ich zur Erkenntnis, dass derzeit die optimale Preis-Leistungsregion bei Rotwein im Bereich CHF 12.- bis CHF 15.- pro Flasche und bei Weisswein bei CHF 8.- bis CHF 12.- liegt. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Über Geschmack soll man bekanntlich nicht streiten, dennoch sind aus meiner Sicht die Kriterien, wann ein Wein „sehr gut“ ist, relativ simpel und objektiv:</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs14">1.&nbsp;&nbsp; <!--[endif]-->Geruch: Der Wein sollte gut und angenehm riechen. Allen Ausführungen der Verkäuferbroschüren zum Trotz rochen die meisten von mir degustierten Weine in der Regel regelmässig nach gar nichts. Im schlechteren Fall stellten sich die angepriesenen „Noten von Leder, Tabak und Hibiskus“ in der Realität als „Mief von altem Schuh, Zigarettenstummel und Kompost“ heraus. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs14">2.&nbsp;&nbsp; <!--[endif]-->Geschmack: Dieser sollte wiederum gut und angenehm sein. Je nach Essen und persönlichem Geschmack kann dieser dezent oder kräftig sein. Persönlich mag ich bei Rotwein einen kräftigen und vielfältigen Geschmack und die Abwesenheit von einem pelzigen Nachgeschmack. Obwohl es durchaus auch guten Weisswein gibt, habe ich persönlich Rotwein viel lieber und trinke diesen entgegen allen Regeln auch zu weissem Fleisch und Fisch. </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Nach harten Monaten zäher Knochenarbeit mit ausgiebigen Selbstversuchen, in welchen ich zahlreiche Weine verkostet und bewertet habe, kam ich zu folgender Liste von Rotweinen, welche derzeit meine „Alltagsweine“ sind. Die Reihenfolge ist nicht wertend und in Klammern der aktuell erhältliche Jahrgang auf den sich die Bewertung bezieht.</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">- Fetzer Crimson (2010), </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">- Don Mendo Gran Reserva (2008), </span></div><div>  </div><div><span class="fs14">- Puro Cabernet / Malbec (2014)</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Gerne nehme ich eure Weintipps für Alltagsweine wie auch für Weine für besondere Gelegenheiten per Email entgegen.</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs14">Bis bald und liebe Grüsse, Adrian </span></div><div>  </div><div><br></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 08 Aug 2015 10:14:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[About Blogs und anderem]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_plf19ig7"><div>  </div><div><div>  </div><div><span class="fs19">Bis vor einem Monat wusste ich nicht so genau, was es bedeutet einen Blog zu schreiben. Okay; schreiben kann ich ja; dies ist nichts Neues! &nbsp;Gedanken in geschriebene Buchstaben zu hüllen fällt mir manchmal leichter, als sie zu verbalisieren.<br></span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Ich liebe sie einfach. Diese Zeichen, mit denen man sich verständlich machen kann. Auch in zu lesender Form mag ich sie. Gute Bücher stehen gelesen im Regal, jede Menge. Ich liebe es Sätze wie den vorangegangenen zu schreiben. Mit Worten zu spielen. Wortspiele. Tat ich schon immer gern. Später gesellte sich das Kochen hinzu und Vieles, mich zusätzlich Begeisterndes. Doch das Versprechen jede Woche mit einem Blog die Homepage zu würzen, ist nochmal was anderes. Ich schreib jetzt einfach mal munter drauf los. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Am Montag habe ich gleich zwei neue Kreationen gekocht. Die Rezepte dazu notiert, fotografiert und am Dienstagabend dann in die essens­beglückten Gesichter geblickt.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Vielleicht wundert ihr euch, dass ich bereits am Montag für Dienstag gekocht habe. Das enge Freizeitfenster in dieser Woche liess es nicht anders zu. Aus diesem Grund erfinde ich öfters Rezepte, die sich gut vorbereiten lassen und anderntags bloss noch fertiggekocht werden müssen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Also kochte ich bereits am Montagnachmittag über mehrere Stunden den Sugo für das Chili con Carne. Am Dienstag briet ich kurz über Mittag das Hackfleisch an und vermengte es mit der Tomatensauce. Gab die Bohnen hinzu und schaltete den Herd aus. Die Pfanne blieb auf der warmen Platte und ich ging wieder zurück ins Büro. Fünf Stunden später war mein tatsächlich bester Chili con Carne fertig. Die Gäste assen gleich den ganzen Topf leer. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Für die Vegetarier grillte ich am Montag auf Blech gelegtes Sommer­gemüse im Ofen. Geschnittene Auberginen, Tomaten, Zucchetti, Peperoni, die rote Zwiebel in grossen Ringen, zwei Zitronen mit ein wenig Olivenöl überträufelt. Beim nochmaligen kurzen Erhitzen gab ich zwei Mozzarella Buffala, Pfefferminzblätter, Oregano und Thymian dazu und servierte es mit schwarzen Linsen. Dieses Rezept findet ihr unter „Mais c ´est beau“ bei den Hauptgängen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich erwähnte in meinem ersten Blog, dass meine Tochter Vegetarierin ist und bewundere ihre konsequente Haltung dazu. Anfänglich gab ich ihr einfach die Beilagen zu essen. Erst ein markantes Erlebnis stellte mein ganzes Kochen auf den Kopf und ich begann danach für sie an Veggie-rezepte zu tüfteln. Ich bin immer noch der festen Überzeugung, dass ich erst seit damals richtig kochen kann. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Kurze Rückblende: Nach einer Schädeloperation verlor ich für ca. sechs Monate meinen Geruchs-und Geschmacksinn. Weil ich ein Sinnen­mensch bin, war dieser Zustand unerträglich. Also liess ich mir folgende Therapieform einfallen: Ich begann blind zu essen. Mit jedem Bissen visualisierte ich jeden der gemachten Kochschritte. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Zum Beispiel Risotto: Ich malte mir die im Olivenöl glänzenden klein gehackten Zwiebeln und Knoblauchzehen aus. Gab den Reis dazu und vermengte ihn. Setzte die Bouillon hinzu und begann mit Rühren. Meinen Risotto rühre ich nämlich ca. 40 Minuten lang weich. Schluss­punkt bildet grosszügig Butter, Rahm, Salz, Pfeffer und Parmesan. Noch ein einziges Mal umrühren, fertig. Meine Phantasie verdrängte tatsäch­lich das Gefühl des „nassen Karton essen“. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Diese kleine Übung zeigte irgendwann Wirkung! </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich war mit Zwiebeln anbraten beschäftigt, wie auf einmal dieser kräftige Duft durch meine Nase ging. Vor Glück weinte ich. Nicht wegen den Zwiebeln sondern wegen den Zwiebeln :-) :-) :-)</span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Meine Geschmacksknospen schienen wie neu gebildet und die Sinne frisch geschliffen. Ich entdeckte Neuland: Das farbige Kochen aus meinem Innersten heraus. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Ich probierte neue Gemüse Schneidetechniken aus und stellte fest, dass mir das längsgeschnittene Gemüse am besten schmeckt. Ich begann mit Kokosnussmilch den Gemüsecurry abzuschmecken. Oder ich schaufle grosszügig rohen Rucola auf die heissen Spaghetti und träufle Olivenöl, Salz, Pfeffer, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Pinien, getrocknete Cranberries darüber und beschneie es mit Parmesan. Bis jetzt einer meiner Renner, während die andern Esser ihre Bolognese geniessen. Solche Ideen gebäre ich laufend. Danke Fi, dass du mich dazu ange­stossen hast und ich dich mit mittlerweile leckeren Veggiegerichten bekochen darf :-)</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Vor ein paar Tagen entdeckte ich eine neue Buchhandlung und kaufte gleich begeistert Yotam Ottalenghi´s „Vegetarische Köstlichkeiten“. Der andere der beiden männlichen Lieblingsköche, dem ich in gerne mal über die Schultern blicken möchte. Wer meine weibliche Lieblingsköchin ist verrate ich demnächst.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Mittlerweile bin ich schon wieder mit neuen Kochgedanken schwanger; am Freitagabend haben wir eine grössere Einladung, drum beende diesen Blog für heute und geniesse noch ein paar Blicke in Yotams schönem Kochbuch. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">A bientôt, Susann</span></div><div></div></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 08 Aug 2015 10:10:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Neue Rezepte im August 2015]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_668ejgu9"><div><b>Vorspeisen:</b></div><div>Ratatouille Gaspacho</div><b><div><br></div>Hauptspeisen und Zubehör:</b><div><br></div><div>Aprikosen-Feige-Thymian-Ziegenkäsetarte</div><div><span class="fs14">Boulot&nbsp;</span></div><div><span class="fs14.25">Broccoli</span></div><div><span class="fs14">Condimento verde&nbsp;</span></div><div><span class="fs14.25">Gegrilltes Gemüse</span><br></div><div>Granatapfelsalat mit farbigen Tomaten</div><div>Lachs mit Haut</div><div>Lamm provençale</div><div>Lammroulade gefüllt mit Spinat und Shiitake</div><div>Mais c'est beau<br></div><div><span class="fs14">Nouvelle Reve</span></div><div><span class="fs14">Spaghetti mit Rucola</span></div><div>Tomatengratin<br></div><div>Tomaten-Ziegenkäsesalat mit Rohschinken</div><div>Saladine</div><div><div><!--StartFragment --></div><div><br></div></div><div><b>Desserts:</b></div><div><div>1001</div><div>Feigen-Aprikosen-Traubensalat mit Pfirsich</div></div><div>Fruits mit Orangengranita</div><div>Heidelbeeren mit Majoran und Pfefferminz</div><div><br></div><div><b>Cocktails:</b></div><div>Milky Sunrise</div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 02 Aug 2015 19:18:00 GMT</pubDate>
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		</item>
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			<title><![CDATA[Genussvoll Essen mit kleinen Kindern]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_9f3r1679"><div>  </div><div><span class="fs19">Das Geniessen eines gepflegten Essens gemeinsam mit kleinen Kindern ist vergleichbar mit der Einladung von Alice Schwarzer als Gastrednerin an den Jahreskongress der „Hells Angels“. Beides ist nicht grundsätzlich unmöglich, aber für die erfolgreiche Durchführung sollten jeweils gewisse Rahmenbedingungen beachtet werden.<br></span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">In historischer Perspektive ist das Thema „gut Essen mit kleinen Kindern“ jüngeren Datums. Die Bauersfrau im 19.&nbsp;Jahrhundert nahm wohl relativ entspannt zur Kenntnis, wenn Kind Nummer sieben lieber hungrig ins Bett ging als eine zweite Portion Rosenkohl zu essen. Ganz anders stellt sich die Reaktion der Hausfrau heute dar, wenn der kleine Flynn das sanft im Steamer gegarte Bio-Schollenfilet nicht essen mag.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Die Tyrannei der Kinder beim Essen ist die logische Folge davon, dass Kinder heutzutage häufig als das Projekt „das letzte grosse Abenteuer“ verstanden werden. Dieses wird folgerichtig derart minutiös geplant, so dass daneben die erste Mondlandung wie eine spontane Spritzfahrt anmutet. Schon die Geburt muss präzise auf die Laufbahnplanung der Mutter abgestimmt werden: Nicht zu früh nach der Ausbildung (damit Mutti bereits genügend Berufserfahrung hat, um nach der Geburt eine qualifizierte Teilzeitstelle zu finden), aber auch nicht zu spät, damit allenfalls noch ein Geschwisterchen folgen kann, um das Idyll der&nbsp; Familie mit zwei Kindern, Einfamilienhaus und Geländewagen (oder e-Bike mit High-Tech Kinderanhänger, je nach politischer Ausrichtung) zu vervollständigen. Erschwert wird das Ganze dadurch, dass in diesem kleinen Zeitfenster auch noch ein passender Partner zur Verfügung stehen sollte, damit die Idylle nicht in wenigen Jahren vor dem Scheidungsrichter endet.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Sind diese Hürden genommen, so fangen die Probleme erst an, wobei die Versorgung der Bedürfnisse des Babys noch das Einfachste ist. Entscheidend schwieriger ist das Finden der Methodik der Kindererziehung, welche dem Zeitgeist entsprechend zu gleichen Teilen nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen wie aber auch nach den sanften Methoden aus dem mündlich überlieferten Wissen unserer Ahnen erfolgen sollte. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Das einzig „Gute“ daran ist, dass man das Wissen nicht suchen muss, sondern dass man dies gratis und franko ausführlich von Schwiegermüttern, Arbeits- und Studienkolleginnen erzählt bekommt. Rückblickend erinnere ich mich gut an unseren Zwiespalt. Einerseits wähnten wir uns in der Lage mit gesundem Menschenverstand und Intuition ein Kind erziehen zu können. Anderseits waren wir ja auch keine Fachleute und wollten nicht verantwortlich dafür sein, wenn unser Sohn als Erwachsener mit der Kettensäge als „Jack the Ripper the 2nd“ durch die Innenstadt ziehen würde oder uns nach einer Psychoanalyse für sein verpfuschtes Leben verantwortlich machen würde. Dem Druck nachgebend liessen wir uns auf die aktuellen Trends ein, zumindest vorläufig: </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Unser persönlicher Wendepunkt war der Besuch eines PEKIP Seminars an einem Samstagnachmittag. Der Zweck der Veranstaltung war meiner Erinnerung nach, dass unser Kind zusammen mit anderen Babies nackt auf dem Boden rumkrabbeln musste. Die Eltern standen in etwas Abstand daneben und unterhielten sich über die neusten Erziehungsmethoden, wozu - trotz der Zimmertemperatur von 35 Grad - heisser Kräutertee gereicht wurde. Mein Ruf nach einem kühlen Bier verhallte ungehört. Meine Versuche, mich wenigstens mit den Vätern über ein interessantes Thema zu unterhalten, wurden regelmässig innert Kürze durch böse Blicke von deren besseren Hälfte und einem kurzen „sorry, meine Frau möchte mich was fragen“ unterbunden. Zum Glück waren meine Frau und ich uns in Fragen der Erziehung im Wesentlichen einig und wir verbrachten die kommenden Samstage sinnvoller.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Kaum hatten wir unser seelisches Gleichgewicht wieder einigermassen erlangt, kam die nächste Herausforderung: der Wettbewerb der Eltern, was Fähigkeiten des Nachwuchses anging. So etwas hatten wir noch nie erlebt und dagegen war das Wettrüsten während des Kalten Kriegs eine Benefiz-Veranstaltung. Offenbar war unser Sohn weit und breit der Einzige mit gewissen biologischen Unzulänglichkeiten. Die meisten anderen Kinder schliefen offenbar ohne besonderen Aufwand seitens der Eltern seit dem ersten Tag durch. oder wollten spätestens am Ende des ersten Lebensjahrs „von sich aus“ keine Windel mehr tragen. Kaum konnte unser Sohn sprechen, mussten wir uns Gewissensbisse machen, dass wir uns mit ihm in unserer Muttersprache Deutsch und nicht wie andere Eltern auf Englisch unterhielten. Damit hatten wir offenbar seinen Berufspfad als Hilfsarbeiter unentrinnbar vorgespurt. Mein persönliches „Highlight“ war allerdings, als ich am Rande eines Elternabends stolz einer anderen Mutter erzählte, dass unser Sohn nun in den Blockflötenunterricht gehe. Diese entgegnete mir kühl, dass ihr gleichaltriger Sohn seit drei Jahren ein mir unbekanntes Instrument ausübe. Ich traute mich nicht zu fragen, ob es sich dabei um ein Blas- oder Tasteninstrument handelte. Sie schob dann noch nach, dass er zudem einen exotischen asiatischen Kampfsport ausübe und deswegen auch vor einem halben Jahr unbedingt ins Frühchinesisch wollte, um die Kultur besser zu verstehen. Ich brummelte etwas unverständliches, verzog mich in eine andere Ecke und behielt für mich, dass für unseren Sohn das kulturelle Highlight die Doppelfolge „Spongebob-Schwammkopf“ am Sonntag-Morgen war.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Gleiches galt beim Thema Essen mit Kindern. Hier waren wir von Familien umgeben, deren kleine Kinder entweder auf der Japan Reise die Freude am Essen von rohem Fisch entdeckt hatten oder welchen, die bei exotisch gewürzten Speisen vor Freude über die vielfältige Küche in die Hände klatschten. </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Unsere Erfahrungen mit dem Wunsch nach Abwechslung waren etwas anders und ich hätte von meinem Sohn keinen Widerstand erwartet, wenn ich sieben Mal in der Woche Fischstäbchen gekocht hätte. Das Problem bestand nun darin, dass ich meinerseits wenig Lust auf Fischstäbchen sieben Tage die Woche verspürte, anderseits aber auch nicht bei jedem Essen eine Diskussion über das „eklige Gemüse“ führen wollte. Aus praktischen Gründen kam es auch nicht in Frage jeweils ein Kinder- und ein Erwachsenenmenu zu kochen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Nach etwas hin und her haben wir folgende gutschweizerische Kompromisse gefunden, welche ein genussvolles harmonisches Essen mit kleinen Kindern ermöglichten:</span></div><div>  </div><div><br></div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">1.&nbsp;&nbsp; <!--[endif]-->Gemüse: Unser Sohn mochte nur wenig Gemüse, vor allem Karotten. Folgerichtig ersetzte ich in den Rezepten die ungeliebten Gemüse in der Regel mit Karotten und siehe da: die Anzahl möglicher Rezepte vervielfachte sich. Die Karotten Lasagne ist übrigens ein Renner geworden, die ich heute noch für unsere Gäste koche.</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">2.&nbsp;&nbsp; <!--[endif]-->Gewürze: Ich wuchs im Glauben auf, dass das Nachwürzen am Tisch als eine Kritik am Koch empfunden würde. Dementsprechend hatten wir anfangs viele Diskussionen über die richtige Schärfe eines Essens. Dies hat sich geändert, seit ich beim Kochen nur noch sanft würze und jeder am Tisch nach seinem Gusto selber würzen kann. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><!--[if !supportLists]--><span class="fs19">3.&nbsp;&nbsp; <!--[endif]-->Saucen: Über Jahre war die Lieblingssauce meines Sohnes zu Teigwaren eine Mischung aus kalten Halbrahm mit viel Kräutersalz. De gustibus non es disputandum, aber mir war die Dill-Lachs-Rahmsauce lieber und wir konnten harmonisch zusammen essen, wenn jeder seine eigene Sauce hatte. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Kritische Mütter merkten damals an, dass mit solchen Methoden die Geschmacksknospen meines Sohns verkümmern würden und er sein Leben lang nur Wurst und Brot essen würde. Dem war nicht so und mit fortgeschrittenem Alter entwickelte er zusehends Experimentierfreude und hat z.B.neulich in einem Londoner Pub mit grosser Begeisterung die Shepherd Pie entdeckt.</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Bis bald, Adrian</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 02 Aug 2015 18:20:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Nummer Zwei]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_27b1a8ki"><div>  </div><div><span class="fs19">Ich weiss nicht, ob ihr das auch kennt. Mir jedenfalls ist es nicht ganz unbekannt. Da sind Bruchstücke, Gedankenfetzen, Bildsequenzen, die textlich unbedingt sofort und gleich verarbeitet werden wollen.<br></span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Endlich hab ich Zeit zum Schreiben. Doch ich sitze regungslos da, die Finger einsatzbereit auf der Tastatur. Aber es passiert nichts. Tausend Dinge kommen mir zwar gleichzeitig in den Sinn, aber der Screen bleibt trotzdem leer. Leichte Fassungslosigkeit macht sich breit.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Also tappe ich in die Küche und mach mir nochmals einen Kaffee. Jage eine Wespe aus meiner Küche und schliesse das Fenster. Giesse die Kräuter auf der Terrasse, lege Wäsche zusammen und bin in Gedanken versunken. Mein Blick bleibt auf dem Stapel „Später zu lesen“ hängen. Ein Zeitungsartikel über Marseille, den ich unbedingt nochmals lesen will. Ich schaue nach draussen und seufze. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Heute ist der 29. Juli 2015, es regnet schon seit dem frühen Morgen, 16 Grad! Sie sagen aber, morgen komme der Sommer zurück. Hoffe ich zumindest. Während mein Kaffee in die Tasse läuft unternehme ich eine gedankliche Stippvisite nach Marseille. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Erinnerungen an ein kleines Geschäft am Vieux Port. Die Besitzerin, eine kleine ältere Frau, umgeben von grossen Blechbüchsen, in denen die wundersamsten Teesorten schlummern. Indische, chinesi­sche, japanische Grün- und Schwarztees meine ich durch die Behälter riechen zu können. Traumbilder ziehen wie eine Karawane in mir vorbei. Ich beginne zu reisen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Fein gemahlene Rinde der Atlaszeder mit zerriebenem Schwarzkümmel und frischen Pfefferminzblättern erzählen mir vom ewigen Wind in der Sahara. Der Scirocco führt mich zu dem scharf geschliffenen Gebirge im Tassili, welches die ältesten Felsbilder hütet. Ein Lebenstraum würde wahr, könnte ich sie endlich selber sehen. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Der Duft von Zimt und Vanille setzen mich auf den Rücken eines bunt geschmückten Elefanten, der mit mir in der Gluthitze Indiens endlich an den Ganges kommt, um Wasser zu schöpfen und Tee zu kochen. Heissen Schwarztee mit einer Prise Chili. Dazu knuspriges Nanbrot und Elefantengeschrei. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Würziger Darjeelingblätterduft aus Assam lotst mich weiter nach Kashmir. In meinen Ohren schreit, singt und stöhnt Robert Plant</span></div><div><span class="fs19">&nbsp; </span></div><div>  </div><div style="text-align: center;"><b><span class="fs19">... My Shangri-La beneath the summer moon</span></b></div><div>  </div><div style="text-align: center;"><b><span class="fs19">I will return again</span></b></div><div>  </div><div style="text-align: center;"><b class="fs19">sure as the dust that blows high in June<br> <!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br> <!--[endif]--></b></div><div>  </div><div style="text-align: center;"><b><span class="fs19">when movin' through Kashmir ...</span></b></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Ergriffen hebt sich mein Blick auf das mächtige Gebirge des Himalaya. Als kleines Menschlein stehe ich vor diesen riesigen Bergen. Ziehe in der geistigen Karawane auf den Yaks und Pferden über die Seiden­strasse. Weiter und immer weiter und kehre ganz langsam zurück nach Marseille.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Auf der andern Seite des kleinen Ladens duftet es nach Kaffee. Etwa 20 verschiedene Sorten südamerikanische und afrikanische Kaffeebohnen stehen in grossen Glasbehältern in Reih und Glied. Meine Reise geht weiter. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Auf dem Rücken eines Alpakas steige ich zu den Kaffeeplantagen hoch in den Anden. Kaffeebohnen fettglänzend in meiner Hand. Golden Brown. Das Lied der Stranglers fällt mir dazu ein. Der Titel passt, der Text nicht. Es ist das Farbenspiel, das mich darauf bringt. Ich mag das Lied. Das Cembalo und der stete Wechsel des 6/8 auf 7/8 Takt. Wie leise Wellen, die unermüdlich an die Hafenmauer des Vieux Port klatschen und im kleinen Geschäft zu hören sind. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">In der kleinen Glasvitrine liegen die verschiedensten Schokoladensorten. Natürlich nur die Besten! Schwarze Kakaoverführungen ab 75 bis 90% Kakaoanteil, denen ich kaum widerstehen kann. Je herber schwarze Schokolade ist, desto lieber mag ich sie. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Auf einem Silbertablett thronen Gelee Royal-Würfelchen in allen erdenk­lichen Fruchtaromen und Farben. Ich kaufe Adrian gleich von jeder Sorte zwei. Farbige Maccarons in den verschiedensten Fruchtkombinationen liegen daneben. Ich verjuble mein ganzes Restgeld. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Stolz lächelnd erzählt mir die ältere Dame, dass sie die Maccarons und die Gelees selber macht. </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Et aussi la Tarte Citron et la Tarte Chocolat. Wir widerstehen nicht und probieren von jeder. Ahhh - Le paradis! </span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Die Sonne scheint bestimmt auch heute in Marseille. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Jedenfalls stell ich mir das vor und dann fällt mir das eigentliche Blogthema wieder ein und beginne mit Schreiben. Aber dies wird dann ein anderer Blog und den gibt’s später. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">A bientôt, Susann</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 02 Aug 2015 18:17:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Neue Rezepte im Juli]]></title>
			<author><![CDATA[Susann und Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Rezepte"><![CDATA[Rezepte]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_4bx2hzw8">Folgende Rezepte wurden im Juli neu hinzugefügt:<div><br></div><div><div><!--StartFragment --></div><div><span class="fs14"><b>Hauptspeisen:</b>&nbsp;</span></div><div><span class="fs14">Lammcurry</span></div><div><span class="fs14">Schwarze Linsen<br></span></div><div><span class="fs14">Tarte de l'été&nbsp;</span></div><div><br></div><div><span class="fs14"><b>Drinks:</b></span></div><div><span class="fs14">Summer in the City</span></div><div><span class="fs14">Vampir</span></div><div><br></div><div><br></div><div><!--EndFragment --></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 02 Aug 2015 17:51:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Am Anfang war ein Rechenfehler]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_79psw98w"><div>  </div><div><span class="fs19">Ich erzähle gerne Geschichten, aber nicht unbedingt über mich. Dennoch gehört wohl in den ersten Blog etwas darüber, wie ich zum Kochen kam.</span><br></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Am Anfang stand ein Rechenfehler: In den Semesterferien zwischen dem ersten und zweiten Studienjahr absolvierte ich die Rekrutenschule. Am Wochenende traf ich einen Studienkollegen, dessen Wohnung auf den Herbst frei wurde. Ich hätte diese übernehmen können, falls ich mich innert Wochenfrist als Ersatzmieter melden würde. Ich überschlug meine Einkünfte, welche einerseits eine Halbwaisenrente war und anderseits ein lukrativer Nebenjob. Ich erteilte in einem Industrieunternehmen Unterricht für die damaligen „state of the art“ Computer Programme „PC Text 4“, „Lotus 1-2-3“, „Harvard Graphics“ und für ganz Hartgesottene sogar einen Tageskurs im DOS-Betriebssystem. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">&nbsp;</span></div><div>  </div><div><span class="fs19">Kurzer Einschub für die Spätgeborenen: dies ist noch gar nicht so lange her. Es war in der Zeit als man bei „Handy“ zuerst an ein Geschirrspülmittel dachte, welches man im Migros-Wagen kaufen konnte, welcher jeweils am Mittwoch-Nachmittag um 15.15 in der Quartierstrasse hielt. Die Daten-Clouds der damaligen Zeit waren 5 ¼ Zoll grosse Floppy Disks, wo die Daten zwar vor der NSA gut geschützt waren, aber relativ einfach verloren gehen konnten, wenn man diese auf einen Lautsprecher legte, dessen Magnetfeld eine Umformatierung besorgte... </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Der Range eines Telefongeräts (welches man im Übrigen nicht kaufen sondern ausschliesslich von den staatlichen Post-Telefon- und Telegrafenbetriebe PTT mieten konnte) bestimmte sich anhand der Länge des Telefonkabels und der Lage der PTT Buchse. Von diesen Buchsen gab es in den Mietwohnungen in der Regel nur eine, welche sich im Wohnzimmer befand. Die NSA hörte wohl damals bei den Gesprächen kaum mit, so aber sicher die Eltern und / oder die Geschwister. Mir wäre die NSA damals eigentlich lieber gewesen... </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Im „Kinderzimmer“ war man von der Aussenwelt abgeschnitten, da es nicht nur keine Handys, Whatsapp oder Facebook gab, sondern auch der Zugriff auf den CompuServe e-mail account einzig via Akkustikkoppler und ein 10 Meter langes Kabel vom Kinderzimmer in die PTT-Buchse im Wohnzimmer funktionierte. Weil der Abruf von e-mails jedoch die Telefonleitung belegte, war dies bei der Restfamilie nicht sonderlich beliebt und durfte zum einen aus Kostengründen nur während den Niedertarifzeiten gemacht werden und zum anderen nicht länger als 15 Minuten dauern, damit allfällige Verehrer der Schwestern diese anrufen konnten…</span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Es gab somit genügend Argumente für eine eigene Wohnung. Es war jedoch von Anfang an klar, dass mir meine Eltern keine finanzielle Unterstützung geben würden, da ich ja gratis und franko hätte daheim wohnen können. Während einer Sonntagswache in der Rekrutenschule rechnete ich das Ganze durch und kam zum Schluss, dass mir meine Einkünfte gut reichen sollten und sagte als Ersatzmieter zu. Rückblickend war dies zwar ein Rechenfehler, aber kein Fehler.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Das Essen in der Mensa erwies sich als schlechter und teurer als erwartet. Dieses wurde offenbar in einer Grossküche am anderen Ende der Stadt Stunden vorher gekocht und dann vor Ort auf gefühlte 32 Grad aufgewärmt: es war eine verkochte, lauwarme Pampe, von welcher sich sogar die John Wayne’s, Panzerkäse und Atombrote der Rekrutenschule positiv abhoben. </span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Also wurde ich nolens volens zum Selbstversorger und erwarb in der Buchhandlung Jäggi das Betty Bossi Buch „Schnelle Küche“. Mit dem Buch in der Hand kaufte ich in der Migros nebendran die Zutaten des ersten mir zusagenden Menues („Wurstweggen und rohes Gemüse mit pikanter Sauce“) sowie eine Tiefkühlpizza für den Fall, dass das Experiment scheitern sollte. Das Menü gelang und war nicht nur lecker sondern weckte in mir die Freude am Kochen, so dass ich in der Folge noch die „Italienische Küche“ von Betty Bossi kaufte. Diese beiden Bücher befriedigten meine kulinarischen Grundbedürfnisse während der ganzen Studienzeit.</span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Mit fortgeschrittenem Alter und finanziellen Möglichkeiten wollte ich ein paar Jahre später meinen kulinarischen Horizont erweitern. In juvenilem Selbstbewusstsein liess ich jegliche Zwischenschritte aus und kaufte mir gleich das Paul Bocuse Standard-Kochbuch. Allerdings stellte ich schon bald fest, dass sich die Rezepte nur begrenzt mit meinen Einkaufsmöglichkeiten resp. meiner beruflichen Beanspruchung vereinbaren liessen. Ohne es nochmals nachgelesen zu haben, so erinnere ich mich an Vorgaben, wie dass man frühmorgens auf dem Markt vier „nicht zu alte Stubenküken“ kaufen solle oder eine mittelgrossen Ochsenschwanz unter regelmässigem Wenden 72 Stunden bei 48.5 Grad garen lassen solle… Ich begann zu erkennen, welchen Fortschritt Betty Bossi in den siebziger Jahren den Schweizer Hausfrauen gebracht hatte. Diese mussten schliesslich keine Gourmetküche zubereiten sondern pünktlich zum letzten Piepston der Mittagsnachrichten von Radio Beromünster ein währschaftes Essen auf den Tisch bringen.</span></div><div><br></div><div>  </div><div><span class="fs19">Von Bocuse ernüchtert ging ich zurück in die Buchhandlung, um mir das neuste Betty Bossi Werk zu erstehen. Die Ernüchterung war jedoch noch grösser. Dieser Verlag war zwischenzeitlich von einem grossen Detaillisten gekauft worden, welcher den guten Ruf schneller an die Wand fuhr als ein Porsche 911 GT3 RS von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Die Rezepte waren abgefasst im Stile von </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">1. „Kaufen Sie beim Detaillisten die Tiefkühlmischung „Sommergemüse provençale“ und die Fertigkräutermischung provençale. </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">2. Auftauen und würzen </span></div><div>  </div><div><span class="fs19">3. Fertig“</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Entsetzt verliess ich die Buchhandlung. Vor die Wahl gestellt, entweder den Rest meines Lebens Betty Bossis Italienische Küche zu kochen oder aber mein Arbeitszeitpensum zugunsten von vor sich hin schmorenden Ochsenschwänzen zu reduzieren, kam mir die Erleuchtung. Ich beschloss die Rezepte grosser Köche zu nehmen und diese alltagstauglich zu machen (also etwa 8 Eier von katalanischen Bergwachteln durch 4 normale Hühnereier zu ersetzen etc.). Diesem Grundsatz bin ich bis heute gefolgt. Ich sammle zunächst diverse Rezepte eines Gerichts, koche diese zunächst mehr oder weniger rezeptgetreu nach und kombiniere diese dann in ein Rezept, welches Schmackhaftigkeit und Einfachheit in idealer Weise kombiniert.</span></div><div>  </div><div><br></div><div><span class="fs19">Liebe Grüsse und bis bald, Adrian</span><br></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 25 Jul 2015 15:09:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Mein Erster]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_f9kkyq73"><p style="text-align: left;"><span class="fs21 cf1 ff1"><b>Mein Erster</b></span><b><span class="fs17 cf1 ff1"> <br><br></span></b><span class="fs19 cf1 ff1">Nun sitze ich da und überlege, was ich eigentlich in meinem ersten Blog schreiben will. Vieles interessiert mich. Ich werde aufpassen, dass daraus nicht eine lange Kurzgeschichte wird. Die schreibe ich nämlich auch sehr gerne. Überhaupt schreiben. Eine meiner weiteren Facetten, die mich ausmachen. Vielleicht ist also der Moment einer Kurzbiografie gar nicht so schlecht. On verra! <br><br>Tatsächlich bin ich demnächst 50 Jahre alt. Unbändige Neugierde für die Welt und ihre Menschen, Neues sehen und lernen, beflügeln meine Kreativität, die ich neben dem Kochen auch in eigenen Kunstwerken auslebe. <br><br>Woher ich die Inspirationen hole? Eigentlich einfach: Ich bin umgeben von den grossartigsten Menschen. </span><span class="fs19 cf2 ff1"><b>ADISEFIRO</b> </span><span class="fs19 cf1 ff1">heissen meine engsten und wichtigsten vier Herzensbewohner. Natürlich gibt’s auch noch andere Wichtige, ohne die grosse und auch kleine Lebensstationen gar nicht möglich gewesen wären. Auch denen bin ich um ihre Kreuzung meines Weges dankbar. Ganz klar auch meinen Eltern, die mich aber reizten das Gegenteil von ihnen auszuleben. Mittlerweile setze meine Altersweisheit ein und ich lebe mein Rebellentum fast nur noch im Musik hören aus. Ja – ich oute mich: Die für mich musikalisch ganz Grossen sind die Gothics. Sachen wie The Cure, Echo and the Bunnymen, Jesus and the Marychain, The Charlatans, New Model Army und allen voran Frankreichs schönste Männer: Indochine (François où est tu?). <br><br>Während ich versuche Euch hier einen kleinen Einblick in mein Leben zu geben, fällt mir auf, dass in der Endlosschlaufe Ezra Furmans „Perpetual Motions People" läuft. Mit Verlaub; eines der schärfsten Alben, das ich seit langem gehört hab. Ja klar, es IST LONDON! <br><br>London? Yep! Vergangene Woche waren wir mit unsern jeweiligen Söhnen dort. Für mich nach 30 Jahren das 20mal. Muss ich mehr zu London sagen? Eigentlich ist damit alles gesagt, oder? Und ja, ich finde London immer noch eine der tollsten Städte der Welt. Gut, ich liebe ja auch NYC. Halt einfach DIE Zentren, an denen die Welt mit all ihren Menschen zusammenkommt. Paris. Marseille. Städte an denen ein Meer grenzt sind gut für mich. Okay, Paris ist nicht grad eine Meerstadt eher Mehrstadt. Von der bekomme ich nicht genug. Für mich sind diese Fixpunkte sehr wichtig. Sagt mir bitte, wo sonst bauen Menschen ihre Brücken, wenn nicht über die Musik und Sprache. Genau<i> &nbsp;</i></span><i><span class="fs19 cf2 ff1"><b>U N D</b></span></i><span class="fs19 cf2 ff1"> &nbsp;</span><span class="fs19 cf1 ff1">übers Kochen und Essen. Sind wir also wieder bei meinem ganz zentralen Thema. <br><br>Eigentlich seit ich mit zehn meiner leider nicht ganz so kochbegabten Mutter die Kelle aus den Händen nahm. Dennoch wurde ich nicht Köchin. Ich arbeite seit Ewigkeiten mit Buchstaben und Menschen. Klar, gut! Doch was fehlt mir, wenn ich an einem meiner freien Nachmittage nicht einkaufen, rüsten, brutzeln, testen, fotografieren, aufschreiben, festhalten und meinen Mitessern neugierig wie es ihnen schmeckt ins Gesicht blicken kann. In meinem Lieblingsladen kennen sie mich mittlerweile. Vorsichtig, beinah liebevoll, werde ich begrüsst, um mich nicht allzu sehr aus meinen Kochvisionen zu reissen. Neugierig wird sich danach erkundigt, was bereits alles im Geist in meiner grossen Pfanne brutzelt. <br><br>Zu meinen Favoriten gehören viel frisches Gemüse, Früchte, die verschiedensten Milchprodukte, Teigwaren und Hülsenfrüchte, Schalentiere, Fische und natürlich auch Fleisch. Eigentlich alles, aber saisonal. Ich koche zwar öfters fleischlos, doch lassen sich alle Rezepte genauso mit Fleisch kochen. Genau über diese Haltung stiess ich witziger Weise auf meinen neuen Lieblingskoch: Olivier Streiff, Franzose. Dem würde ich sehr gerne mal beim Kochen über die Schultern blicken. Er versucht seinen Landsleuten zu erklären, dass eine in Salzwasser gekochte Karotte nicht unbedingt der Ausdruck für vegetarisches Essen ist. Dies obwohl er kein Veggiekoch ist, sondern bloss erkannte, dass es mit oder ohne Fleisch geht. Meine Tochter ist Vegetarierin. Ich aber esse gerne manchmal Fleisch. Jedem Opfertier wünsche ich, dass es ein lebenswertes Leben hatte, bevor es sich später auf meinen Teller legen muss. <br><br>Adrian und ich hattens heute beim Frühstück über Tischgebete. Ich mag sie aus verschiedenen Gründen nicht unbedingt laut ausgesprochen. Dennoch bedanke ich mich vor jeder Mahlzeit bei den Göttern für das tägliche Essen. In dieser Geisteshaltung koche ich und würdige das anschliessende Essen. Deshalb zaubere ich kleine Schönheiten auf den Teller, um damit meine Dankbarkeit für das Leben auszudrücken. Ist nicht Kochen und Essen auch ein Ausdruck von Glück? Das Sonnengelb der Mango und Papaya, das mir eben aus der Pfanne mit dem Lammcurry entgegenlacht macht mich glücklich. Der unbeschreiblich vielfältige Duft meines neuen Currys, der mich nach Indien zieht oder zumindest nach East London. Lebensfreude. Lebensglück. <br>A bientot, Susann<br></span><br></p></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 24 Jul 2015 10:35:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Auf dem Laufenden bleiben über Neuigkeiten im blog]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
			<category domain="http://homeparadize.com/blog/index.php?category=Allgemeines"><![CDATA[Allgemeines]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_v1fo2pos"><p style="text-align: left;"><span class="fs14"><span style="line-height: 20px;"><span class="cf1">wir hegen die hehre Absicht in unserem blog </span></span><span style="line-height: 20px;" class="cf1">"www.homeparadize.com/blog"</span></span><span style="line-height: 20px;" class="cf1"><span class="fs14"> im Durchschnitt einmal wöchentlich neue (Rezept-)Ideen zu posten. <br><br>Wir werden auf neue Artikel auf unseren persönlichen Seiten auf facebook hinweisen. Gerne könnt ihr uns aber auch eure e-mail Adressen an adrian@homeparadize.com oder susann@homeparadize.com schicken, falls ihr gerne per mail darüber orientiert werdet. <br><br>Liebe Grüsse, Susann und Adrian</span><br></span></p></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 23 Jul 2015 09:09:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Gazpacho oder Gaspacho?]]></title>
			<author><![CDATA[Susann]]></author>
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			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_zn303k25"><p style="text-align: left;"><span class="ff1 cf3 fs28">Gaspacho schreibe ich aus Gr&#252;nden der Inspiration und Liebe zu Frankreich auf Franz&#246;sisch.<br /><br />Liebe Gr&#252;sse, Susann</span><span class="ff0 fs20"><br /></span></p></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 19 Jul 2015 17:40:30 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[A blog is born :-)]]></title>
			<author><![CDATA[Adrian]]></author>
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			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_vpt096it"><p style="text-align: left;"><span class="ff1 cf0 fs28">Das Konzept des Homeparadize gab es bei uns zwei schon eine Weile - nun auch auf dem Internet unter dem Motto &quot;Food for Friends&quot;<br /><br />Liebe Gr&#252;sse, Susann und Adrian<br /></span></p></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 19 Jul 2015 14:58:58 GMT</pubDate>
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